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The Lords of Salem – DVD

The Lords of Salem – DVD

USA 2012 - mit Sheri Moon Zombie, Richard Lynch, Bruce Davison, Jeff Daniel Phillips, Ken Foree u.a

Filminfo

Originaltitel:The Lords of Salem
Genre:Horror, Mystery
Regie:Rob Zombie
Verkaufsstart:31.10.2013
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 97 Min
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch, Englisch
Bildformat:16:9 (2.40:1)
Extras:Keine
Regionalcode:2
Label:Universal Pictures
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Amazon Link : The Lords of Salem – DVD

Inhalt: Das Leben in der Kleinstadt Salem ist nicht gerade aufregend für Heidi (Sheri Moon Zombie). Spaziergänge mit ihrem Hund und Besuche von Selbsthilfegruppen bestimmen ihren Alltag. Einzig ihr Job bringt etwas Farbe und Abwechslung in das Leben der Singlefrau. Als Teil eines DJ-Trios wirkt sie allabendlich beim lokalen Radiosender mit flotten Sprüchen und heißer Musik der täglichen Tristesse entgegen. Als sie eines Tages eine Kiste erhält, in der sich eine Schalplatte einer Band namens "Lords" befindet, glaubt Heidi zunächst, dass es sich dabei um ein nettes Promo-Geschenk handelt, das sie natürlich gerne auch in ihrer Sendung abspielt. Doch als sie die Platte auflegt und die Klänge sich durch den Äther  verbreiten, wird ein alter Fluch freigesetzt, den vor 300 Jahren von der Hexe Margaret Morgan und ihrem "Hexenzirkel der Sechs" über die Stadt verhängt wurde. Und plötzlich findet sich Heidi in einem Horrorszenario wieder, das sie sich in ihren schlimmsten Alpträumen nicht hätte ausmalen können…

Nachdem Musiker, Autor, Produzent, Comiczeichner und Regisseur Rob Zombie mit seinem "Halloween"-Remake und dessen Fortsetzung zwei größere Studioproduktionen abgeliefert hat, die ihn kreativ stark ausgelaugt haben, liefert er mit "The Lords of Salem" wieder einen deutlich kleineren, aber auch eigenwilligeren Streifen ab. Dabei verleiht er nicht nur durch die Besetzung von Genre-Oldies wie Ken Foree ("Dawn of the Dead"), Dee Wallace ("Das Tier"), Meg Foster ("Sie leben") oder Patricia Quinn ("Rocky Horror Picture Show") seiner Liebe zum Horrorfilm Ausdruck. Auch die sehr deutlichen Verweise auf Filme wie Polanskis "Rosemary`s Baby" oder David Lynchs "Twin Peaks" wird deutlich, dass Zombie dieses Sujet liebt und respektiert. Und genau dadurch wird sein Film gerade für Fans älterer Genre-Werke interessant und auch durchaus sehenswert.

Allerdings erweist sich die Inszenierung auch als etwas sperrig, da sich die zu Beginn noch recht gradlinige Inszenierung mehr und mehr zu einem beinahe schon psychedelisch anmutenden Trip wandelt. Und das ist dann doch mitunter ein wenig anstrengend, wobei das Drehbuch auch einfach nicht stark genug ist, um diese Schwächen noch aufzufangen. Zwar waren auch Zombies frühere Arbeiten weit entfernt davon, gradliniger Mainstream-Horror zu sein. Doch derart experimentell wirkten seine Filme bislang nicht.

Auch wird an einigen Stellen dramaturgisch deutlich, dass die Produktion einige Schwierigkeiten überwinden musste – wie etwa den schlechten Gesundheitszustand des als Reverend John Hawthorne besetzten Richard Lynch, der kurze Zeit später verstarb, oder das Ausscheiden von Billy Drago und Bruce Dern kurz vor den Dreharbeiten – und dass der Film eigentlich etwas länger war (Szenen mit Gaststars wie Udo Kier, Sid Haig oder Clint Howard fielen allesamt der Schere zum Opfer). Das Gesamtbild wirkt nicht ganz rund und es bleiben am Ende noch zu viele Fragen ungeklärt.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass gerade das Ende einen gewissen Reiz hat und beim Zuschauer auch eine Gänsehaut hinterlässt. Doch insgesamt halten sich die gelungenen Aspekte und die eher anstrengenden, weniger überzeugenden Momente die Waage, was unterm Strich nur zu einem "mit Abstrichen sehenswert" reicht – und das auch nur für Fans der Filme von Rob Zombie!

Bild + Ton: Beim Bild dominieren eher erdige Farbtöne, die zum Ende hin auch mal von grelleren, aber sehr kraftvoll umgesetzten Farbakzenten angereichert werden. Die Bildschärfe liegt über weite Strecken auf gutem Niveau, obwohl hier und da kleine Details in dem meist recht düsteren Geschehen verloren gehen. Der Dolby Digital 5.1 Mix erweist sich dank des Soundtracks und einiges insgesamt stimmungsvollen Sounddesigns als angenehm lebhaft, obwohl in vielen Szenen eher die frontal abgemischten Dialoge tonangebend sind.

Extras: Bonusmaterial hat die Disc leider nicht zu bieten.

Fazit: "The Lords of Salem" ist sehr viel experimenteller, als Rob Zombies "Halloween"-Filme. Das macht den Horrorstreifen einerseits interessanter, aber auch ein wenig sperriger, als die letzten Arbeiten des Regisseurs. Dennoch: das Wiedersehen mit Genre-Oldies wie Ken Foree, Patricia Quinn oder Dee Wallace, sowie einige fast schon psychedelische Sequenzen machen den Film trotz deutlicher Schwächen unterm Strich durchaus sehenswert. Die technische Umsetzung ist sehr atmosphärisch, nur Bonusmaterial hat die Disc leider nicht zu bieten. Für Rob Zombie Fans, die auch mal auf die ganz blutigen Seiten seiner Filme verzichten können, durchaus sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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