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The Riot Club – DVD

The Riot Club – DVD

Großbritannien 2014 - mit Sam Claflin, Max Irons, Douglas Booth, Jessica Brown Findlay, Sam Reid, Ben Schnetzer u.a

Filminfo

Originaltitel:The Riot Club
Genre:Drama
Regie:Lone Scherfig
Verkaufsstart:05.03.2015
Produktionsland:Großbritannien 2014
Laufzeit:ca. 103 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch, Englisch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Featurette, Interviews, Trailer
Regionalcode:2
Label:Prokino
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Amazon Link : The Riot Club – DVD

Film: In der Universität von Oxford wird die zukünftige Elite ausgebildet. Wer über die richtigen Beziehungen und das nötige Kleingeld verfügt, der gehört freilich schon vor dem Abschluss dazu. So auch die Mitglieder des elitären "Riot Club", die sich aus den Studienanfängern natürlich nur die Besten raussuchen, um sie in ihren verschworenen Kreis aufzunehmen. Dass die Wahl in diesem Jahr auf Alistair (Sam Clafin) fällt, ist angesichts der Tatsache, dass schon sein großer Bruder Mitglied war, wenig überraschend. Dass aber auch Miles (Max Irons) Mitglied des Clubs werden darf, damit hätte der eher aus einfachen Verhältnissen stammende Student nicht gerechnet. Obwohl seine Freundin Lauren (Holliday Grainger) seinen neuen Kumpels kaum Sympathie entgegen bringen kann, genießt es Miles, endlich einmal zu den "besseren" Kreisen zu gehören. Dass er besser auf die Intuition seiner Freundin vertraut hätte, zeigt sich erst beim traditionellen Dinner des Clubs, das in diesem Jahr in einer Katastrophe endet. Doch da ist es für Miles schon zu spät…

Mit "The Riot Club" hat die dänische Regisseurin Lone Scherfig das erfolgreiche Bühnenstück "Posh" für die Leinwand adaptiert. Lediglich die lange Sequenz in dem Pub, in dem die elitäre Gemeinschaft ihr alljährliches Chaos-Dinner zelebriert, lässt noch den Bühnencharakter der Geschichte erahnen. Ansonsten aber hat sich Scherfig weitgehend von der Vorlage gelöst und hat ein mit zynischem Humor durchsetztes Drama über Klassenunterschiede und elitäre Dining-Societies. Theaterautorin Laura Wade, die auch die Drehbuchversion ihres Stücks verfasst hat, war fasziniert von der Idee, in die Welt dieser Clubs einzutauchen, in der es für Frauen oder für weniger gut Betuchte ohne entsprechende Beziehungen keinen Platz gibt. Die Recherche gestaltete sich als schwierig, da diese Clubs strenge Codes gibt, die es den Mitgliedern verbietet, Interviews zu geben oder ganz generell mit Außenstehenden über ihren Club zu sprechen.

Da ihre Geschichte ohnehin keine Dokumentation werden sollte, nahm sich Wade die Freiheit, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Das Ergebnis fühlt sich zumindest so an, als ob es der Wirklichkeit entsprechen könnte – oder ihr zumindest sehr nahe kommt. Die Einstellung der Mitglieder des "Riot Club", dass sie aufgrund ihrer sozialen Stellung etwas Besseres sind, dass sie mit Geld und Einfluss alles kaufen können und sich nicht an Regeln und Moral halten müssen, dürften wohl die meisten Mitglieder der echten Verbindungen dieser Art teilen. Der Film, der sich in einigen Moment wie eine Anti-Version vom "Club der toten Dichter" anfühlt, bringt das gerade zu Beginn durch bissigen Humor sehr gut rüber.

Die visuelle Ästhetik und die guten Darsteller tragen ebenfalls dazu bei, dass die Geschichte in der Filmversion sehr gut funktioniert. Doch zum Ende hin verliert das Ganze ein wenig an Fahrt und an Biss. Das Finale hätte gerne noch etwas boshafter sein können, auch wenn die Auflösung, die Scherfig und Wade offerieren, der Realität wahrscheinlich sehr nahe kommt. Dennoch leidet der Film in der letzten halben Stunde arg unter der emotionalen Unterkühltheit, die nicht nur von den Mitgliedern des Clubs ausgeht. Doch auch wenn nicht alle Aspekte der Inszenierung überzeugen können, so ist "The Riot Club" unterm Strich ein durchaus sehenswertes und mitreißendes Drama, das aufregt, aufwühlt und nachdenklich macht – und dabei auch über weite Strecken noch gut unterhält. Dafür gibt es ein verdientes: Sehenswert!

Bild + Ton: Da zum Test nur ein Presse-Stream zur Verfügung stand, kann über die finale Bild- und Tonqualität an dieser Stelle keine Wertung abgegeben werden.

Extras: Als Bonus hat die DVD neben dem Trailer eine Mini-Featurette (ca. 3:33 Min.), sowie einige Promo-Interviews mit der Regisseurin und den Darstellern (ca. 17 Min.) zu bieten.

Fazit: "The Riot Club" ist ein über weite Strecken gelungenes Drama, dessen humorvoller Ton vom Beginn am Ende bitterem Zynismus weichen muss. Gut gespielt und einnehmend Inszeniert hätte nur der letzte Akt noch etwas mehr Biss und Boshaftigkeit vertragen können. Über die technische Umsetzung der DVD kann keine Wertung abgegeben werden. Die Extras bestehen in erster Linie aus handelsüblichem Promo-Material, das bei der Betrachtung der Dreharbeiten oder der Geschichte nicht wirklich in die Tiefe geht. Der Film selbst reicht aber aus, um der DVD ein klares "Empfehlenswert" auszusprechen.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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