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The Zero Theorem

The Zero Theorem

England/Rumänien/Frankreich 2013 - mit Christoph Waltz, Mélanie Thierry, David Thewlis, Lucas Hedges, Matt Damon u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Zero Theorem
Genre:Sci-Fi, Drama, Mystery
Regie:Terry Gilliam
Kinostart:27.11.2014
Produktionsland:England/Rumänien/Frankreich 2013
Laufzeit:ca. 107 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:zerotheorem-film.de
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In einer von Computern, sozialen Netzwerken und Werbung dominierten Welt lebt das Computergenie Qohen Leth (Christoph Waltz) zurückgezogen in der Ruine einer ausgebrannten Kirche. Mit viel Glück ist es ihm gelungen, seinen mysteriösen Boss "Management" (Matt Damon) davon zu überzeugen, dass er von seinem Zuhause aus effizienter arbeiten könne, als in der lauten und hektischen Umgebung seines bisherigen Arbeitsplatzes. In seiner kleinen eigenen Welt soll Qohen das "Zero Theorem" lösen, eine mathematische Gleichung, die das Rätsel um den Sinn des Lebens lösen könnte. Wann immer er in seinen Bemühungen einen großen Schritt weiterkommt, wird er allerdings gestört, sei es von seinem Vorgesetzten Joby (David Thewlis), von der lasziven Bainsley (Mélanie Thierry) oder von Bob (Lucas Hedges), dem exzentrischen Sohn von "Management". Bald kommt Qohen der Verdacht, dass er gezielt daran gehindert werden soll, das "Zero Theorem" zu lösen. Doch so leicht lässt sich Qohen nicht von seiner Aufgabe abbringen…

Mit "The Zero Theorem" liefert Regisseur Terry Gilliam nach "Brazil" und "Twelve Monkeys" erneut eine sehr dystopische Zukunftsvision ab. Wieder ist das Ganze sehr verspielt und skurril, beschäftigt sich unter dieser bunten und sehr eigentümlichen Oberfläche aber erneut mit ganz essentiellen Fragen über das Leben und über das Menschsein. Keine Frage, Gilliam bietet seinen Zuschauern wieder jede Menge fürs Auge. Die Ausstattung ist einfach großartig und extrem verspielt – eben genau so, wie man es von dem Monty Python Mitglied gewohnt ist. Doch in seiner Liebe zu extravaganten Details verliert Gilliam immer wieder die Story aus den Augen.

Es geht Gilliam zwar nie darum, seinem Publikum alles offen auf dem Tablett zu servieren. Er verlangt von seinen Zuschauern, dass sie mitdenken, interpretieren und unter die Oberfläche blicken. Das ist im Prinzip sehr positiv, zumal die Verbindung aus faszinierender Bildsprache und vielschichtiger Story aus einem Film etwas ganz Besonders machen kann – so, wie es bei "Brazil" der Fall gewesen ist. Doch wenn die Geschichte scheinbar nur aus Fragmenten besteht, die sich nicht zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen wollen, dann helfen auch die skurrilsten Designs und die besten Intentionen hinter der Story nicht, um das Publikum gut unterhalten zu können.

Dabei sind die Vorrausetzungen dafür richtig gut. Mit Christoph Waltz hat Gilliam einen erstklassigen Hauptdarsteller gefunden, der den kontaktscheuen Einsiedler auf verschrobene, aber dennoch äußerst sympathische Art verkörpert. Und auch die übrigen Darsteller, allen voran Matt Damon und Mélanie Thierry, heben den Film schauspielerisch auf eine sehr hohe Ebene. Zudem funktionieren einige Versatzstücke der Geschichte für sich genommen sehr gut. Diese Momente bleiben einem auch nachhaltig in Erinnerung. Dass dies nicht dem ganzen Film gelingt, ist wirklich schade.

Terry Gilliam war trotz einiger größerer Erfolge eigentlich nie ein Filmemacher für das breite Publikum. Seine Filme sind oft schräg oder sehr schwer zugänglich, wie etwa das hierzulande nur auf DVD veröffentlichte Drama "Tideland". Insofern fällt da "The Zero Theorem" nicht gänzlich aus dem bekannten Muster. Und so darf wohl auch davon ausgegangen werden, dass sich treue Gilliam-Fans an der etwas wirr erzählten Geschichte nur bedingt stören werden. Denn wer den Filmemacher für seine exzentrische Bildsprache mag, wird "The Zero Theorem" lieben. Doch alle anderen Zuschauer werden von dieser Suche nach dem Sinn des Lebens mit Sicherheit schnell genervt sein. Und deshalb gilt: Nur für Fans mit Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "The Zero Theorem (England/Rumänien/Frankreich 2013)"
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