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Underwater Love – A Pink Musical

Underwater Love – A Pink Musical

Japan/Deutschland 2011 - mit Sawa Masaki, Yoshiro Umezawa, Ai Narita, Mutsuo Yoshioka ...

Filminfo

Originaltitel:Onna No Kappa
Genre:Fantasy, Komödie, Musikfilm, Romantik
Regie:Shinji Imaoka
Kinostart:14.12.2011
Produktionsland:Japan/Deutschland 2011
Laufzeit:ca. 87 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.facebook.com/pinkmusical
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Die junge Asuka (Sawa Masaki) arbeite als einfache Angestellte in einer Fischfabrik. Die Liaison mit ihrem Chef soll bald in einer Hochzeit gipfeln. Doch dann geschieht das Unfassbare: als Asuka einem kleinen Fisch, der in der Fabrik überlebt hat, die Freiheit wiederschenken möchte, entpuppt sich der Fisch als Kappa, einem japanisches Fabelwesen in Form einer Mischung aus Mensch und Schildkröte. Damit nicht genug: bei dem Kappa handelt es sich um den wiedergeborenen Aoki (Yoshiro Umezawa), einem ehemaligen Jugendschwarm von Asuka, der vor einigen Jahren ertrunken ist. Nun muss sich die junge Frau nicht nur entscheiden, ob ihr Herz ihrem Verlobten, oder ihrer wiedergeborenen Jugendliebe gehört. Ganz nebenbei muss sie zudem noch den Todesgott überlisten – und bei all dem wird kräftig gesungen, getanzt und der körperlichen Liebe gefrönt…

"Underwater Love – A Pink Musical" lässt sich nur schwer beschreiben, geschweige denn, einer filmischen Kategorie zuordnen. An sich folgt der Film ganz der Tradition der Pink Filme, jener günstig produzierten Sexfilmchen aus Japan, die schon so manch renommierten Regisseur als Sprungbrett für eine große Karriere dienten. Doch auf der anderen Seite bricht der Film ständig mit den Traditionen der Pink Filme, was nicht nur an dem experimentierfreudigen Regisseur Shinji Imaoka, sondern auch an der deutschen Beteiligung in Form von Rapid Eye Movies und der Musik des Elektropop-Duos Stereo Total liegen könnte.

Dass "Underwater Love – A Pink Musical" mit wenig Geld produziert worden ist und die Szenen generell nur in einem Take gedreht worden sind, ist dem Film natürlich deutlich anzusehen. Alleine die Maske des Kappa ist ein offensichtliches Zeugnis des niedrigen Budgets. Doch auf der anderen Seite kann man sich des Eindrucks nicht verwähren, dass Shinji Imaoka mit dem trashigen Charakter bewusst spielt und etwa die Musicalszenen mit einem ironischen Augenzwinkern bewusst völlig überdreht und nicht besonders ausgefeilt choreografiert darbieten lässt.

Ähnliches gilt auch für die Sexszenen, die nicht nur aufgrund des reptilienhaften Geschlechtsteils von Kappa Aoki weit davon entfernt sind, als erotisch bezeichnet werden zu können und die derart absurd sind, dass man sich eigentlich nur darüber amüsieren kann. Festgehalten wurde die gesamte Szenerie vom gefeierten Kameramann Christopher Doyle, der bereits mehrfach mit Wong Kar-Wai zusammen gearbeitet hat und der dem Film trotz Mini-Budgets einen visuell sehr sehenswerten Stempel aufgedrückt hat.

Sicherlich, "Underwater Love – A Pink Musical" wird mit seiner absurden Mischung aus Musical-Einlagen, Sexszenen und der romantischen Fantasy-Geschichte nur ein sehr kleines Nischen-Publikum ansprechen können. Doch wer sich auf japanisches Genrekino der ganz besonders schrägen und überdrehten Art einlassen kann und möchte, der könnte hier richtig viel Spaß haben.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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