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Dezember 2018
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Unsere Wildnis

Unsere Wildnis

Frankreich/Deutschland 2015 - mit Sebastian Koch (Erzähler) u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Les Saisons
Genre:Dokumentarfilm
Regie:Jacques Perrin, Jacques Cluzaud
Kinostart:10.03.2016
Produktionsland:Frankreich/Deutschland 2015
Laufzeit:ca. 95 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.unsere-wildnis.de
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Unsere Wälder, unsere Moore, unsere Meere – es gibt kaum noch eine Region oder einen Lebensraum, der nicht mit einer eigenen Dokumentation bedacht wird. Oftmals sind diese Filme faszinierend anzusehen, bieten aber mittlerweile nur noch wenig wirklich Neues. Die Filmemacher Jacques Perrin und Jacques Cluzaud, die mit Filmen wie "Unsere Ozeane" und "Nomaden der Lüfte" durchaus als Pioniere der zeitgenössischen Natur-Dokumentation bezeichnet werden können, versuchen mit "Unsere Wildnis" dem in den letzten Jahren etwas überstrapazierten Genre ein paar neue Impulse zu verleihen, was ihnen allerdings nicht wirklich überzeugend gelingt.

In ihrem neuesten Werk entführen die beiden Filmemacher ihr Publikum auf eine Reise durch die Jahrhunderte in unserer Wildnis. Sie versuchen aufzuzeigen, wie sich die Natur durch den stetig wachsenden Einfluss durch den Menschen verändert hat und in weiten Teilen der Lebensraum für viele Tiere zerstört worden ist. Die faszinierenden Landschafts- und Tieraufnahmen werden dafür immer wieder von kleinen Spielszenen unterbrochen, die nicht nur extrem gestellt wirken, sondern auch auf fast peinliche Art die üblichen Klischees abarbeitet: der böse Mann tötet Tiere und baut Straßen, die ihren Lebensraum zerstören, aber die neugierigen Kinder mit ihren großen Augen sind noch gut und sind daher auch unsere Hoffnung für die Zukunft. Einen noch größeren Holzhammer, mit dem sie ihre Botschaft auf den Zuschauer einprügeln können, hätten die beiden Filmemacher nicht finden können.

Zudem suggeriert der Film, dass es die Natur, die zu Beginn gezeigt wird, nicht mehr gibt und dass jetzt nur noch die kargen Wälder, die am Ende zu sehen sind, übrig geblieben sind. Das ist ja insofern Schwachsinn, da ja auch die Szenen, in denen die Vergangenheit gezeigt werden soll, in heute vorhandenen Wäldern und Tälern gedreht wurden. Natürlich hat sich die Natur verändert. Natürlich hat der Mensch viel zu viel von dem zerstört, was unseren Planeten so einzigartig und wunderschön macht. Doch das auf derart plakative Art vermitteln zu wollen, ist fast schon ärgerlich.

Es hätte völlig ausgereicht, die Bilder für sich sprechen zu lassen. Die Diskrepanz zwischen den Regionen, in denen die Natur noch nahezu unberührt ist und den von Industrie und Bauwahn der Menschen zerstörten Landstrichen ist groß und erschreckend genug, dass damit die Botschaft des Films perfekt hätte vermittelt werden können. So offenbart der Film, dass er außer tollen Aufnahmen nicht wirklich viel zu bieten hat. Und so gelungen diese auch sein mögen, man hat hier nicht wirklich das Gefühl, etwas bahnbrechend Neues zu sehen. Daher gilt: wer eine packende Naturdokumentation erwartet, wird auf Dauer vom Pathos der Inszenierung genervt sein. Wer generell gerne in faszinierenden Aufnahmen der Schönheit unserer Natur schwelgt, der wird dagegen mit Sicherheit auch hier auf seine Kosten kommen. Und daher gibt es dann auch insgesamt ein: Mit Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Unsere Wildnis (Frankreich/Deutschland 2015)"
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