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Vielen Dank für Nichts

Vielen Dank für Nichts

Schweiz/Deutschland 2013 - mit Joel Basman, Nikki Rappl, Anna Unterberger, Bastian Wurbs, Ricardo Angelini u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Komödie, Drama
Regie:Stefan Hillebrand / Oliver Paulus
Kinostart:05.06.2014
Produktionsland:Schweiz/Deutschland 2013
Laufzeit:ca. 98 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.vielendankfuernichts-film.de
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Valentin (Joel Basman) ist sauer! Sauer auf das Schicksal, das ihn nach einem Snowboard-Unfall an den Rollstuhl gefesselt hat und sauer auf seine Mutter, die ihn jetzt auch noch zwingt, an einem Theaterprojekt für Behinderte mitzumachen. In einer Pflegeeinrichtung in Südtirol soll Valentin nicht nur lernen, besser mit seiner Behinderung klarzukommen, sondern auch, seine enorme Wut unter Kontrolle zu bekommen. Doch das scheint nicht wirklich zu funktionieren. Den Sozialarbeitern und seinen Mitbewohnern in dem Heim begegnet Valentin mit Aggression und Zynismus. Besonders mit seinem Zimmergenossen Titus (Bastian Wurbs) gerät Valentin immer wieder aneinander. Doch das ändert sich alles, als er die schöne Pflegerin Mira (Anna Unterberger) kennen lernt. In ihrer Gegenwart kommt Valentin langsam aus seinem Schneckenhaus heraus. Zu dumm nur, dass Mira mit dem Schleimer Marc (Ricardo Angelini) zusammen ist. Da es Valentin satt hat, immer nur das Opfer zu sein, beschließt er, der Welt einen gehörigen Denkzettel zu verpassen und die Tankstelle, in der Marc arbeitet, zu überfallen. Titus und Lukas (Nikki Rappl), der ebenfalls im Rollstuhl sitzt und nur über einen Computer mit seiner Umwelt kommunizieren kann, bieten sich als Komplizen an. Das ist nicht nur der Beginn einer echten Freundschaft, sondern auch eines Abenteuers, das für alle Beteiligten die Sicht auf ihr Leben und ihre Behinderung grundlegend verändern könnte…

Mit ihrem vierten gemeinsamen Spielfilm "Vielen Dank für Nichts" liefert das Regie-Duo Stefan Hillebrand und Oliver Paulus eine charmante Komödie ab, die ihre Geschichte über den Umgang mit einem schweren Schicksal und ihr Plädoyer für Toleranz ohne jede Form von Kitsch und der üblichen Betroffenheit erzählt. Ihr Film ist nicht immer politisch korrekt, zeigt aber genau dadurch, dass sie ihre Protagonisten sehr ernst nimmt. Für Hillebrand und Paulus war es enorm wichtig, die meisten Rollen mit wirklich behinderten Menschen zu besetzen, wobei erfahrene Schauspieler neben Laien agieren. Viele Momente sind dann auch improvisiert, was den Film sehr authentisch wirken lässt.

Die größte Stärke der Komödie ist der angenehm unverkrampfte Umgang mit Themen, die ansonsten im Kino gerne nur mit Samthandschuhen angefasst werden. Zwar scheinen einige Momente doch ein wenig überzogen zu sein, doch insgesamt finden die Regisseure immer wieder genau den richtigen Ton, um nicht nur ehrlich, sondern auch richtig lustig zu wirken. Doch "Vielen Dank für Nichts" ist keine reine Komödie. Es gibt auch viele nachdenkliche Momente und auch einige sehr zärtliche Szenen, in denen sich die gute Chemie zwischen Joel Basman und Anna Unterberger absolut bezahlt macht.

Ohnehin kann gerade Joel Basman mit seinem Spiel begeistern. Anfangs hat man noch das Gefühl, dass er mit dem Zorn, den Valentin in sich trägt und der sich in wirklich fiesen Gemeinheiten seinen Mitmenschen gegenüber entlädt, ein wenig dick aufträgt. Doch wenn er den Zuschauer erlaubt, etwas tiefer in die Psyche seiner Figur einzutauchen, wird dieser extreme Zorn absolut nachvollziehbar und die Wandlung, die er im Verlauf der Geschichte durchmacht, umso bewegender.

"Vielen Dank für Nichts" ist ein angenehm verschrobenes Feel-Good-Movie, das durch seinen mitunter doch sehr offensichtlich improvisierten Charakter vielleicht nicht ganz so massentauglich ist, wie andere dramaturgisch ähnlich gestrickte Werke. Doch wer erfrischende Arthauskomödien mag, der sollte sich diese warmherzige Geschichte um Menschen, die sich auf sehr ungewöhnliche Art aus ihrer von der Gesellschaft aufgedrückten Opferrolle befreien, nicht entgehen lassen. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Vielen Dank für Nichts (Schweiz/Deutschland 2013)"
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