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Juli 2018
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Bangkok Joyride - Werkschau Ing K

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Spielfilme und Dokumentarfilme von Ing K, thailändische Filmemacherin, vom 15. bis 18. März in Frankfurt am Main

Erste Werkschau überhaupt in Europa

Die Filmemacherin ist persönlich anwesend

Die Thailänderin Ing Kanjanavanit (*1959; Künstlername: Ing K) ist eine der interessantesten und wagemutigsten südostasiatischen Filmemacherinnen der Gegenwart. In ihren Händen wird die Kamera zu einer Waffe im Kampf um das Recht auf freie Meinungsäußerung, wobei die Künstlerin auch keine Repressionen fürchtet. Das Filmkollektiv Frankfurt e.V. organisiert am 15., 17. und 18. März 2017 die erste vollständige Werkschau überhaupt auf europäischem Boden. Ing K wird persönlich bei allen Vorführungen im Deutschen Filmmuseum (am Mittwoch, 15.3., 20:15 Uhr) und im Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim (am 17. und 18. März) anwesend sein und anschließend über ihre Filme sprechen. Die Werkschau umfasst zwei Spielfilme und fünf Dokumentarfilme, die in sechs Vorstellungen gezeigt werden.

Ihr erster Spielfilm KON GRARB MHA / MY TEACHER EATS BISCUITS (1998), inspiriert von John Waters’ Frühwerk, spielt in einem Ashram, in dem ein Hund als Gott verehrt wird. Einer der ersten no-budget-Independent-Filme aus Thailand, wurde er von der staatlichen Zensur wegen Beleidigung der Religion verboten. Anschließend konzentrierte sie sich verstärkt auf die Malerei und drehte nach fast zehn Jahren Filmabstinenz POLAMUANG JULING / CITIZEN JULING, der 2009 im Forum der Berlinale gezeigt wurde, eine schonungslose Dokumentation über den Mord an einer buddhistischen Lehrerin im muslimisch dominierten Südteil Thailands.

2012 drehte sie mit SHAKESPEARE MUST DIE die erste filmische Adaption eines Shakespeare-Stücks überhaupt in Thailand, inszeniert in einem atemberaubend dynamischen, farbenfrohen Stil. Obwohl es sich um eine wortgetreue Über- und Umsetzung des Stückes „Macbeth“ handelt, stufte die thailändische Zensur diesen Film als „Bedrohung für die nationale Sicherheit“ ein. Mithin durfte das dreistündige opus magnum bis heute nicht in ihrem Heimatland aufgeführt werden. Direkt anschließend drehte sie ein filmgeschichtliches Unikat: Einen Dokumentarfilm über den Verbot ihres eigenen Spielfilms, in dem sie endlose kafkaeske Behördengänge, Antragsverfahren und Stellungnahmen der Zensoren dokumentiert. Ihr aktuelles mehrteiliges BANGKOK JOYRIDE-Projekt (von dem die ersten beiden Teile gezeigt werden) arrangiert dokumentarische Aufnahmen von Großdemonstrationen in Thailand zu einer vielschichtigen Protestsymphonie.

Eintritt:   5 Euro pro Film (außer im Deutschen Filmmuseum, s. dortige Preise)
Ort:  15. März - Kino im Deutschen Filmmuseum (Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main) & 17.-18. März Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim (Mertonstraße 26-28, 60325 Frankfurt am Main)

Nähere Informationen unter www.filmkollektiv-frankfurt.de/werkschau-ing-k

Die Werkschau Ing K ist eine Veranstaltung des Filmkollektiv Frankfurt – Projektionsraum für unterrepräsentierte Filmkultur e.V. in Kooperation mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss der Goethe-Universität, Pupille e.V. – Kino in der Uni, dem Deutschen Filminstitut/Deutschen Filmmuseum sowie dem Pariser Dokumentarfilmfestival Cinéma du réel. Förderer ist die HessenFilm und Medien GmbH.

Der gemeinnützige Verein Filmkollektiv Frankfurt – Projektionsraum für unterrepräsentierte Filmkultur e.V. präsentiert seit September 2013 unabhängig kuratierte Kinoprogramme in Frankfurt am Main.

Quelle: Filmkollektiv Frankfurt

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