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September 2018
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DER MARSIANER zu Besuch bei der ESA in Darmstadt

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Ridley Scotts Verfilmung von Andy Weirs Bestseller "Der Marsianer" gehört zweifelsohne zu den erfolgreichsten und besten Filmen des vergangenen Kinojahres. Da muss die Veröffentlichung des Blockbusters auf DVD, Blu-ray und 3D Blu-ray natürlich auch entsprechend zelebriert werden. Aus diesem Grund luden zum Heimkinostart des Films am 18.02.2016 Twentieth Century Fox Home Entertainment und die ESA – die European Space Agency – in das Europäische Satellitenkontrollzentrum (ESOC) nach Darmstadt zu einem ganz besonderen Pressetermin. Vor einem Screening der Blu-ray des Films durften wir uns mit Unterstützung von Johann-Dietrich Wörner, dem Generaldirektor der ESA, und dem ESA-Bereichsleiter Missionsbetrieb Paolo Ferri, sowie während einer Führung durch das Kontrollzentrum ein Bild davon machen, welche Aufgabenfelder hier in der alltäglichen Forschungsarbeit abgedeckt werden, mit welchen Herausforderungen und Problemen sich die Weltraumforschung konfrontiert sieht und natürlich auch davon, wie sehr Scotts Film in der Realität verankert ist. Für Wörner etwa ist es keine Frage ob, sondern eher wann der Mensch zum Mars reisen wird. Und auch Ferri attestiert der Geschichte eine hohe wissenschaftliche Genauigkeit – allerdings mit einigen kleinen Abstrichen. So werde etwa nicht auf die Gefahren für die Astronauten durch kosmische Strahlen eingegangen. Auch wenn die technischen Möglichkeiten, zum Mars zu reisen, durchaus schon vorhanden seien, so wäre eine solche Expedition für die beteiligten Astronauten momentan noch ein sicheres Todesurteil, da ein Schutz vor dieser Strahlung noch nicht gewährleistet ist. Es müssen daher noch Wege gefunden werden, um einen solchen Schutz zu ermöglichen, ohne dass etwa durch eine sehr viel schwerere Schutzhülle des Raumschiffs ein Vielfaches an Treibstoff benötigt würde.

Aktuell stehen also noch unbemannte Expeditionen zum Mars im Mittelpunkt der Forschungsarbeit der ESA. So soll etwa die nächste ExoMars Mission, die in Kürze startet, Erkenntnisse darüber bringen, woher das Methan in der Atmosphäre des Mars stammt. Denn, so Ferri mit einem Augenzwinkern, es sei eher unwahrscheinlich, dass dies von Kühen stammt. In zwei Jahren wird dann eine weitere ExoMars Mission gestartet, die einen Rover auf die Oberflächen bringen wird, der seine Ergebnisse über den dieses Jahr in die Umlaufbahn geschickten Satelliten zur Erde senden wird. Das sind natürlich nicht die einzigen Missionen, die von der ESA in der nächsten Zeit durchgeführt werden. So wird etwa im Auftrag der EU der Erdbeobachter "Sentinel 3" in die Erdumlaufbahn geschickt, durch dessen Bilder und Daten man sich mehr hilfreiche Hinweise über die Veränderungen der Weltmeere erhofft.

Doch wie läuft eine solche Mission eigentlich ab? Für welche Bereiche zeichnet sich die ESA dabei verantwortlich? Wie wird verhindert, dass die neuen Satelliten durch Weltraumschrott oder durch Meteoriten beschädigt oder gar zerstört werden? Warum sind Expeditionen zu Mars nur alle zwei Jahre möglich? Und was sind die Ziele für die Zukunft der Weltraumforschung? Werden wir tatsächlich irgendwann auf dem Mond oder sogar auf dem Mars leben können? Diese und viele andere Fragen wurden auf für Jedermann verständliche, spannende und unterhaltsame Art während der Führung erläutert. Wer Interesse hat, das auch einmal zu erleben und tiefer in die Materie einzutauchen, der kann unter http://www.darmstadt-tourismus.de/ eine Führung durch das ESOC in Darmstadt buchen.

Die Menschen mit solchen Führungen für die Weltraumforschung zu faszinieren ist, so Wörner, neben den wissenschaftlichen Errungenschaften und den technologischen Entwicklungen ein wichtiges Anliegen der ESA. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher und weltpolitischer Unsicherheit ist es enorm wichtig, noch Träume zu haben und nicht den Mut zu verlieren, sich noch faszinieren und dadurch auch inspirieren zu lassen. Zudem ist die internationale Weltraumforschung auch geopolitisch wichtig, trägt sie doch zur Völkerverständigung bei. Hier arbeiten viele Nationen eng zusammen, auch wenn es auf dem politischen Parkett Streitigkeiten gibt ein Aspekt, der auch in "Der Marsianer" sehr gut verdeutlicht wird.

Mit einer Vorführung des Films ging der interessante, aufschlussreiche und spannende Besuch im ESOC zu Ende. Wer nun auch Lust bekommen hat, kann wie gesagt eine Führung buchen oder sich auf der Webseite der ESA mehr Informationen holen: http://www.esa.int/ger/ESA_in_your_country/Germany

Eine ausführliche Besprechung der Blu-ray von "Der Marsianer" gibt es HIER

Quelle: Sebastian Betzold

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