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September 2018
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Lecture & Film: Das Kino von Pier Paolo Pasolini

Lecture & Film: Das Kino von Pier Paolo Pasolini

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„Queer Pasolini?“ - Lecture von Thomas Waugh (in englischer Sprache) am Donnerstag, 5. Februar, um 20:15 Uhr

Pasolinis Film TEOREMA wird in der Regel mit der Mai-Revolte der Arbeiter und Intellektuellen in Europa 1968 in Verbindung gebracht, dem Jahr, in dem der Film produziert, veröffentlicht und zum Gegenstand großer Kontroversen gemacht wurde. Weniger oft wird ein Zusammenhang mit der „gay liberation“ in den USA im darauffolgenden Jahr hergestellt. Gleichwohl erscheint Pasolinis Geschichte eines pansexuellen Racheengels, der vielfältigen gesellschaftlichen und seelischen Aufruhr stiftet, rückblickend in fast schon unheimlicher Weise prophetisch. Nicht so sehr mit Blick auf den geschlechterpolitischen Essentialismus der 1970er, dem Pasolini abhold war, sondern mit Blick auf die queeren Umwälzungen, von denen die Welt Jahrzehnte nach Pasolinis Tod erfasst wurde. Die Analyse dieses Films, der Pasolinis zeitlosester ist und zugleich derjenige, der am stärksten in seinem spezifischen Entstehungszusammenhang verankert bleibt, befasst sich mit den Diskursen, die er ins Spiel bringt, und mit der Darstellung von Begehren, Geschlecht und Körper, onscreen und offscreen.

Thomas Waugh ist Professor für Filmwissenschaft und Inhaber des Research Chair in Documentary Film and in Sexual Representation an der Concordia University, Montreal. 2015 erscheint sein Buch The Conscience of Cinema: The Films of Joris Ivens 1912–1989 (Amsterdam University Press).

Filmbeginn: ca. 21:15 Uhr

TEOREMA Teorema – Geometrie der Liebe
Italien 1968. R: Pier Paolo Pisolini. D: Silvana Mangano, Terence Stamp, Massimo Girotti. 98 Min. 35mm. OmeU
TEOREMA erzählt die Geschichte einer wohlhabenden Mailänder Familie. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als ein mysteriöser Fremder die Familie besucht. Jedes einzelne Familienmitglied verfällt dem geheimnisvollen Gast, alle gehen mit ihm eine sexuelle Beziehung ein. Als der Verführer wenige Tage später wieder verschwindet, hat sich das Leben seiner Gastgeber grundlegend verändert. Laura Betti, die das Dienstmädchen spielt, wurde bei den Filmfestspielen in Venedig als beste Darstellerin ausgezeichnet. Filmkritiker Roger Ebert bezeichnete TEOREMA seinerzeit als „das vielleicht brillanteste Werk“ Pier Paolo Pasolinis.

Weitere Infos unter: http://deutsches-filminstitut.de/filmmuseum/

 

Quelle: Deutsches Filmmuseum

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