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Juli 2018
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LECTURE & FILM: Ernst Lubitsch

LECTURE & FILM: Ernst Lubitsch

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Ernst Lubitsch und seinen Filmen widmet sich die Reihe Lecture & Film mit Vorträgen von Expert/innen und einem thematischen Begleitprogramm bis Juli 2017 im Deutschen Filmmuseum.

Donnerstag, 9. Februar, 20:15 Uhr
Champagnerlaune mit Sicherheitsabstand Lubitschs Filmoperetten
Lecture von René Michaelsen
 
„Verfilmte Operetten gehören zum Grundstock des frühen Kinos und gerade Ernst Lubitsch greift sowohl in seinen Stumm- als auch in seinen Tonfilmen immer wieder auf Operetten als Vorlage zurück. Die Operette folgt jedoch als Bühnengenre einem durchaus spezifischen performativen Rahmen, der sich den Bedürfnissen des Mediums Film nicht automatisch fügt: Sie realisiert sich szenisch und musikalisch unter Einbezug einer Sphäre ironischer Distanz und Selbstanzeige, über die Oper und Musical nicht notwendigerweise verfügen. Der Vortrag legt den Fokus auf Lubitschs Verfilmung von Franz Lehárs ‚Die lustige Witwe', um von dort aus der Frage nachzugehen, wie Lubitsch die spezifische Illusionsvereinbarung der Operette in seinen Filmen adaptiert und inwiefern sich womöglich gerade die Operette als Blaupause des berühmten Lubitsch Touch qualifiziert.

René Michaelsen promovierte zur Selbstreflexivität der Musik Robert Schumanns. Seit 2016 ist er Dramaturg am Theater im Bauturm in Köln. In seinen Publikationen widmete er sich Jacques Offenbach, Richard Wagner, Siegfried Kracauer und „Tim und Struppi.

Filmbeginn: ca. 21:15 Uhr
THE MERRY WIDOW
USA 1934. R: Ernst Lubitsch. D: Maurice Chevalier, Jeanette MacDonald, Edward Everett Horton. 99 Min. 35mm. OF
Der fiktive Zwergstaat Marshovia steht kurz vor dem Ruin. Einzig die reiche Witwe Sonia wäre in der Lage, die leeren Staatskassen aufzufüllen. Doch die bislang größte Steuerzahlerin des Landes ist nach Paris ausgewandert. In seiner Verzweiflung beauftragt der König den Frauenhelden Graf Danilo, nach Paris zu reisen: Er soll Sonias Herz erobern, sie heiraten und in ihre Heimat zurückbringen. Der Plan scheint zu gelingen. Unglücklicherweise bekommt die junge Frau jedoch Wind von dem königlichen Plan mit verheerenden Folgen für Danilo. THE MERRY WIDOW wurde 1935 mit dem Oscar® für das Beste Szenenbild ausgezeichnet.

Eintritt frei! Eine Reservierung wird empfohlen.

Samstag, 11. Februar, 18 Uhr; Mittwoch, 15. Februar, 18 Uhr
DIE DREI VON DER TANKSTELLE
Deutschland 1930. R: Wilhelm Thiele
D: Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann. 99 Min. 35mm
Weltwirtschaftskrise 1930: Die drei Freunde Willy, Kurt und Hans kehren von einer dreimonatigen Reise zurück. Zuhause angekommen, stellen sie überrascht fest, dass sie fast pleite sind. Das restliche Geld reicht gerade noch zur Gründung einer gemeinsamen Tankstelle. Doch dann verlieben sich alle drei in ihre beste Kundin, die reiche und junge Lilian Coßmann. Singend und tanzend flirten sie um die Wette. DIE DREI VON DER TANKSTELLE war ein Publikumsmagnet, der Schlager „Ein Freund, ein guter Freund wurde zum Hit. Der Film ebnete dem Traumpaar Willy Fritsch/Lilian Harvey die Karriere.


Samstag, 18. Februar, 18 Uhr
DAS KABINETT DES DR. LARIFARI
Deutschland 1930. R: Robert Wohlmuth
D: Max Hansen, Paul Morgan, Erik Ode. 78 Min. 35mm
 
Die Hauptdarsteller Max Hansen und Paul Morgan galten 1930 als Stars der Berliner Kabarettszene, die in den 1920er Jahren im selbstgegründeten „Kabarett der Komiker sowie einem eigenen Berliner Theater auftraten. Mit DAS KABINETT DES DR. LARIFARI schufen sie eine anarchisch-selbstironische Parodie auf das Filmemachen zu Zeiten der Weimarer Republik. Im Film sind die beiden pleite und gründen deshalb eine Produktionsgesellschaft. Sogleich beginnen sie mit der Arbeit an ihrem ersten Film, ohne jedoch ein geeignetes Drehbuch zu haben. Als die Dreharbeiten beginnen, sorgen die unbekümmerten Produzenten für völliges Chaos im Atelier.

STUMMFILM-MATINÉE am Sonntag, 19. Februar, 18 Uhr
DIE AUGEN DER MUMIE MÂ
Deutschland 1918. R: Ernst Lubitsch
D: Pola Negri, Emil Jannings, Harry Liedtke. 58 Min. 35mm. Dt. ZT
Auf einer Reise durch den Orient möchte sich der Maler Alfred Wendland das Grab der Mumie Mâ ansehen. Er sucht vergeblich einen Ortskundigen, der ihn dorthin bringt, macht sich schließlich alleine auf den Weg und trifft in der Grabkammer auf den Wächter Radu, der dort eine schöne Ägypterin versteckt hält. Die junge Frau sieht Mâ täuschend ähnlich. Wendland gelingt es, die junge Frau zu retten und nach Europa zu bringen, wo sie als Tänzerin auftritt. Doch die Rache der Pharaonen lässt nicht lange auf sich warten.
Klavierbegleitung:  Uwe Oberg
Vorfilm: EBERT BEI ANNA BOLEYN, Wochenschau-Ausschnitt. DE 1920. 2 Min. 35mm

Mittwoch, 22. Februar, 18 Uhr
MORITZ MACHT SEIN GLÜCK
Deutschland 1931. R: Jaap Speyer
D: Viktor Schwanneke, Willy Prager, Siegfried Arno. 85 Min. 35mm
Moritz Meier, Protagonist des Films, ist Lehrling in einem Berliner Modegeschäft und bis über beide Ohren in das Mannequin Lisa verliebt, das ihn keines Blickes würdigt. Als das Gerücht aufkommt, er sei Millionenerbe, ändert sich die Lage. Die Parallelen zu Ernst Lubitsch sind unübersehbar: Jaap Speyer liefert eine entfesselte Verwechslungskomödie mit schrägem Humor und flotten Schlagern, in der Siegfried Arno mit einem auf den Rücken geschnallten Grammophon Al Jolson parodiert, den Hauptdarsteller des ersten Tonfilms THE JAZZ SINGER (US 1927, R: Alan Crosland).

Eine Veranstaltungsreihe des Deutschen Filmmuseums, des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe Universität und des Exzellenz-clusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe Universität und des Kulturamts der Stadt Frankfurt.

Quelle: Deutsches Filminstitut

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