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LICHTER Filmfest 2015

LICHTER Filmfest 2015

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17.03. – 22.03.2015

Am Dienstag, 17.03., ist es endlich wieder soweit: das 8. LICHTER Filmfest Frankfurt International geht an den Start. Aus dem kleinen, regionalen Festival ist längst ein überregional bedeutendes Filmfestival geworden, zu dem nicht nur das Publikum, sondern auch Filmschaffende sehr gerne kommen. Der Erfolg des LICHTER Filmfests ist in erster Linie dem enormen Herzblut geschuldet, dass die Macher Jahr für Jahr in die Umsetzung investieren. Angetrieben von der Liebe zum Kino, zum Film und auch zur Region stellen sie nun schon seit acht Jahren immer wieder ein extrem vielseitiges Programm zwischen Anspruch und Unterhaltung zusammen, das oft auch kleineren, wenig kommerziellen Filmen eine Plattform bietet. In diesem Jahr werden in sieben Spielstätten in Frankfurt, Wiesbaden und Offenbach insgesamt über 50 Filme aus 15 Ländern gezeigt. Darunter sind drei Weltpremieren, sieben Deutschlandpremieren und sieben Hessenpremieren – so viele Uraufführungen, wie noch nie.

Das Festivalzentrum hat in diesem Jahr im legendären Cantate Saal neben dem Goethehaus ein neues Zuhause gefunden. Der Theaterraum, der früher selbst ein Kino war, wird dabei ebenso zur Spielstätte wie die Zwischenräume oder der Innenhof, wo es u.a. eine filmische Installation geben wird. Zudem wird es im Festivalzentrum ein Jazzkonzert und viele weitere attraktive Angebote geben. Es ist ein im Vergleich zu dem in zahlreichen Filmen als Kulisse verwendeten Bürohochhaus Vau, in dem das Festival in den vergangenen zwei Jahren beheimatet war, eine etwas intimere Begegnungsstätte, die dem Charakter des Festivals aber absolut gerecht wird. Zudem stärkt der Standort in Verbindung mit dem Rahmenprogramm die Präsenz des Festivals in der Stadt, was die ohnehin schon hohe Popularität mit Sicherheit noch weiter steigern wird.

Die Highlights – Regional

Eröffnet wird das Festival von dem in Frankfurt gedrehten Gewinner des Hessischen Filmpreises 2014, der Dramödie „Hedi Schneider steckt fest“, die eindrucksvoll gespielt die Auswirkungen einer psychischen Erkrankung auf eine ansonsten heile Familienwelt nachzeichnet. Der Dokumentarfilm „Carlo, Keep Swingin`“, der am Mittwoch im Cantate Saal gezeigt wird, ist nicht nur ein mitreißendes Porträt des Musikers Carlo Bohländer, sondern auch ein faszinierendes Zeitdokument über die Bedeutung des Jazz für Frankfurt. Ein weiteres Highlight ist die Satire „Welcome to Karastan“, von der einige Innenszenen in Frankfurt (im Orfeo`s Erben) inszeniert wurden. Auch wenn der Geschichte um einen britischen Filmemacher (Matthew Macfadyen), der einen Propagandafilm für die Republik Karastan drehen soll, etwas mehr Biss gut getan hätte, ist diese Hessenpremiere absolut sehenswert. Gleiches gilt auch für die beiden Dramen „Hin und Weg“ und „Im Labyrinth des Schweigens“, die im Kino leider nicht ganz den Erfolg gehabt haben, den sie verdient gehabt hätten.

Die Highlights International:

Passend zur Finanzhauptstadt Frankfurt und gut abgepasst zur Eröffnung der neuen EZB Zentrale ist das übergeordnete Thema für die internationalen Beiträge in diesem Jahr das „Geld“. Die 15 internationalen Beiträge gehen sehr unterschiedlich mit dieser Thematik um, schaffen dadurch Diskurse und regen zum Diskutieren an, was im Rahmen eines Festivals natürlich nahezu perfekt ist. Einer der besonders interessanten Beiträge dürfte das griechische Drama 2A Blast“ sein. Aus rein filmischer Sicht wird das Drama mit seinen in diesem Umfang nicht immer nachvollziehbaren Einsatz expliziter Sexszenen und schrillen Streitereien der Protagonisten mit Sicherheit nicht nur für Begeisterung sorgen. Die Thematik des Films bietet aber auf jeden Fall eine gute Grundlage für hitzige Gespräche im Anschluss an das Screening. Ein gutes Beispiel für die Vielseitigkeit des Festivals ist der lettische Horrorfilm „The Man in the Orange Jacket“, der im Kino des Deutschen Filmmuseums gezeigt wird. Das Drama „Stray Dogs“ aus Taiwan und die Dokumentation „The Queen of Versailles“ gehören ebenso zu den Höhepunkten der internationalen Langfilme, die auch aus dem Kongo, Österreich, Afrika und Brasilien stammen.  Ob Drama, Dokumentation, Tragödie, Horror oder Experimentalfilm – hier ist für jeden Geschmack etwas mit dabei.

Neben den beliebten Kurzfilmen gibt es in diesem Jahr erstmals auch mittellange Dokumentar- und Spielfilme, die am Donnerstag ab 20 Uhr in der „Mittelangen Nacht“ gezeigt werden. Und natürlich darf auch der LICHTER Art Award in diesem Jahr nicht fehlen. Die fünf Beiträge, die aus 120 Einsendungen aus der ganzen Welt von der Jury ausgewählt wurden, werden in einer Videokunst-Ausstellung während des Festivals gezeigt. Zudem konkurrieren dreizehn Langfilme sowie 27 Kurzfilme aus der Region um den begehrten weißen Bembel. Und auch das umfangreiche Begleitprogramm mit verschiedenen Filmvorträgen, Talks, Performances und experimentellen Formaten machen das diesjährige LICHTER Filmfest wieder zu einer spannenden, interessanten, unterhaltsamen und überraschenden Veranstaltung, in der sich auch die stetig wachsende Bedeutung Hessens aus Filmregion und Frankfurt als Filmstadt widerspiegelt.

Das gesamte Filmprogramm und alle weiteren Informationen zum Festival, den Spielorten, den Eintrittspreisen und dem Rahmenprogramm gibt es unter: http://www.lichter-filmfest.de/

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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