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Des basst immer widder – Lauter hessische Lieblingswörter Societäts Verlag

Des basst immer widder – Lauter hessische Lieblingswörter

von: Volker Hummel

erschienen: Societäts Verlag

am 30.09.2013

www.societaets-verlag.de

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Es entsteht manchmal der Eindruck, als wäre das Hessische nur noch eine reine Comedy-Sprache. Badesalz und Mundstuhl etwa haben in ganz Deutschland einem breiten Publikum bewiesen, das "Witzischkeit" wirklich keine Grenzen kennt und Michael Quast zeigt Jahr für Jahr mit dem "hessischen Moliere", wie hervorragend sich der hessische Dialekt zum humorvollen Spiel mit Sprache eignet. Und wer bei größeren Veranstaltungen in ganz Hessen einmal mit offenen Ohren durch die Menge wandelt, der wird immer wieder feststellen, dass Menschen, die ansonsten dialektfreies Hochdeutsch sprechen, plötzlich in tiefstes Hessisch verfallen, wenn sie ihrem Gegenüber etwas Lustiges zu erzählen haben. Ob einfache Comedy, feiner Sprachwitz oder gut gelaunte Stammtischweisheiten, die hessische Mundart scheint tatsächlich vorrangig von einem humorvollen Charakter geprägt zu sein.

Volker Hummel beweist in seinem Buch "Des basst immer widder", dass dieser Eindruck vielleicht stimmen mag, letztendlich aber sehr viel facettenreicher ist, als es zunächst den Anschein hat. Das liegt daran, dass sich der Hesse alleine aufgrund der geografischen Lage des Bundeslandes schon immer durch eine gewisse Schlagfertigkeit und einen bissigen Sarkasmus ausgezeichnet hat. Darin mag dann auch der ganz eigene Humor der Hessen begründet sein. Und so ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass diese Mundart für nahezu jede alltägliche Situation den passenden Spruch und die richtige Redewendung bietet, die nicht nur amüsant ist, sondern auch voll ungeahnter Weisheit stecken kann.

Klatsch & Traatsch, die Kunst zu lewe, scheene Werder, Tierisches, Unmöschlisches oder Aldersweisheiden stehen im Mittelpunkt dieser Sammlung von hessischen Lieblingswörtern. Eine kleine Abhandlung darüber, ob es nun Äppelwoi oder Aeppelwei heißt, darf da natürlich genauso wenig fehlen, wie ein Blick auf die Hannebambel und Labbeduddel der Region. Auch lernt der Leser, dass Sprüche rund um die Männerowwerbekleidung in Hessen zum alltäglichen Sprachgebrauch gehören. Denn oft fühlt man sich hier einfach ein bisschen "nebe de Kapp". Etwas seltener ist da schon die Begegnung mit Menschen, die ihre "Spendierhose aahawwe". Man erfährt zudem, worum es sich bei dem ominösen Eichenauto handelt oder woher die Landeshauptstadt Wiesbaden ihren Namen hat.

Das Buch macht auch deutlich, wie pietätsvoll der Hesse sein kann, wenn er so sensible Dinge sagt wie "Mit dem seine Knoche kann mer schun die Ebbel voh de Beem abwerfe". Der Hesse ist eben längst nicht so ruppig wie sein Ruf. Nein, er ist liebevoll, setzt seinen Nachwuchs aufs "Schockelgäulsche", gönnt sich "Noch en Grabba ferr de Babba" und lebt sein Leben getreu dem Motto "Lieber Handkäs` als worstcase". Man merkt dem Buch an, mit wie viel Liebe zur Mundart Volker Hummel seine Lieblingswörter zusammengestellt hat. Dabei macht vor allem das selbstironische Augenzwinkern die Lektüre für alle Hessen und "Eingeplackte" so amüsant. Dafür gibt es ein ganz klares: Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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