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Jim Rakete – Stand der Dinge: 100 Porträts für das Deutsche Filmmuseum Schirmer/Mosel Verlag

Jim Rakete – Stand der Dinge: 100 Porträts für das Deutsche Filmmuseum

von: Jim Rakete, mit Texten von Dominik Graf und Freddy Langer

erschienen: Schirmer/Mosel Verlag

am 10.07.2011

www.schirmer-mosel.com

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Amazon Link : Jim Rakete – Stand der Dinge: 100 Porträts für das Deutsche Filmmuseum

Für die erste Sonderausstellung "Stand der Dinge" im neu gestalteten Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main hat der großartige Portraitfotograf Jim Rakete Alles, was im deutschen Film Rang und Namen hat, vor seiner Linse versammelt und hat so einhundert wunderbare Porträts geschaffen, die ein äußerst sehenswertes Zeugnis für die vielseitigen Talente der deutschen Filmschaffenden vor und hinter der Kamera sind. Der wunderbare Katalog zur Ausstellung, der im Verlag Schirmer/Mosel erschienen ist, wird eingeleitet von zwei lesenswerten Textbeiträgen von FAZ-Redakteur Freddy Langer und Regisseur Dominik Graf, die Beide das Talent des Fotografen und die Bedeutung Raketes und seiner Arbeit in die passenden Worte zu fassen versuchen.

Auf die beiden Texte folgen dann eben jene einhundert Portraits, die auch in der Ausstellung zu sehen sind. Zwar ist ihre Wirkung in dem schön gestalteten Katalog nicht ganz so intensiv, wie die der großformativen Abzüge im Filmmuseum. Doch auch in der kleineren Variante können sich die Bilder mehr als sehen lassen. Anders, als noch bei seinem Projekt "1/8 sec", das ebenfalls im Deutschen Filmmuseum Frankfurt ausgestellt worden ist, hat Rakete sich für "Stand der Dinge" dazu entschieden, die Persönlichkeiten vor der Kamera in Farbe (und digital) abzulichten. In einem Zeitraum von zwei Jahre standen Größen wie der Anfang 2011 verstorbene Bernd Eichinger, Nora Tschirner, Michael "Bully" Herbig, Thomas Kretschmann, Sebastian Koch, Roland Emmerich, Til Schweiger, Moritz Bleibtreu, Oscar-Preisträger Christoph Waltz oder Götz George vor Raketes Linse. Aus der Zusammenarbeit zwischen Fotograf und Künstler sind zum Teil wirklich fabelhaften Porträts entstanden, die noch um ein besonderes Detail ergänzt worden sind. Denn jeder der Porträtierten wurde mit einer Requisite oder einem Gegenstand abgelichtet, der für seine bzw. ihre Karriere eine ganz besondere Bedeutung hat.

So trägt Götz George etwa seine legendäre "Schimanski" Jacke, Christoph Waltz hält seine Armbanduhr aus "Inglourious Basterds" in die Kamera, Nora Tschirner lässt sich mit einem "Keinohrhasen" ablichten, Caroline Link zeigt stolz ihren Oscar für "Nirgendwo in Afrika", Michael "Bully" Herbig sitzt auf jenem Klappstuhl, den die Indianer in "Der Schuh des Manitu" ausgegraben haben und Jürgen Vogel posiert mit dem Baseballschläger aus dem Film "Schwerkraft". Für Filmliebhaber ist es spannend herauszufinden, welche Bedeutung die auf den Bildern zu sehenden Gegenstände haben. Warum hat sich Schauspielerin Tina Engel etwa mit einer Kartoffel, Regisseur Dani Levy mit Würfelzucker oder Axel Prahl beim Verzehr von Currywurst fotografieren lassen? Es ist den Machern des Katalogs hoch anzurechnen, dass sie die entsprechenden Informationen nicht direkt zu den Bildern, sondern erst im Anhang beigefügt haben. Denn so haben die Portraits nicht nur einen hohen Schau-, sondern einen ebenso großen Unterhaltungswert.

Bemerkenswert ist auch, dass die Portraitierten nicht übermäßig geschminkt daher kommen und daher eher natürlich und gar nicht glamourös wirken. Zudem haben sie ganz offensichtlich nicht für, sondern mit Rakete zusammen gearbeitet. So gelingt es den Bildern, nur aufgrund der Gesichter und der kleinen Requisiten Geschichten zu erzählen, was das Betrachten zu einem echten Vergnügen macht. "Stand der Dinge" zeigt nicht nur das Talent von Jim Rakete, sondern auch das des deutschen Films, der zumindest bisweilen sehr viel besser ist, als sein Ruf. Zwar sind auch diese Porträts wieder typische Rakete-Bilder, sie sind aber gleichzeitig auch etwas Neues, Spannendes und Überraschendes. Und selbst wenn unter den 100 Porträtierten mit Sicherheit auch solche Schauspieler oder Filmemacher sind, die man persönlich nicht besonders mag, so sind die Fotos doch in ihrer Gesamtheit absolut sehenswert. Ein schönes Buch, das nicht nur Filmliebhabern wärmstens ans Herz gelegt werden kann.

208 Seiten, 101 Farbtafeln

 

Für alle Bilder gilt: Copyright 2011 Jim Rakete / courtesy Schirmer/Mosel

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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