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Wo Frankfurts Bürger feiern – Das Gesellschaftshaus im Palmengarten Societäts Verlag

Wo Frankfurts Bürger feiern – Das Gesellschaftshaus im Palmengarten

von: Sabine Börchers

erschienen: Societäts Verlag

am 29.11.2012

www.societaets-verlag.de

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Amazon Link : Wo Frankfurts Bürger feiern – Das Gesellschaftshaus im Palmengarten

Zehn Jahre war das Gesellschaftshaus im Palmengarten für die Besucher geschlossen. Doch seit dem Herbst 2012 hat das traditionsreiche Haus seine Türen wieder für die Allgemeinheit geöffnet und erstrahlt nach einer aufwendigen Sanierung endlich wieder in all seiner historischen Pracht. Die Sanierung und Wiedereröffnung erwies sich für Sabine Börchers als hervorragende Gelegenheit, einmal der architektonischen wie gesellschafts-kulturellen Geschichte des Gesellschaftshauses auf den Grund zu gehen, ist vieles davon doch im Laufe der Jahrzehnte schlichtweg in Vergessenheit geraten. Mit Hilfe von Zeitzeugenberichten und ausgiebigen Recherchen im Institut für Stadtgeschichte, dem Palmengarten-Archiv und dem Denkmalamt ist so das Buch "Wo Frankfurts Bürger feiern" entstanden, das weit mehr geworden ist, als nur das historische Porträt eines Gebäudes. Vielmehr ist es auch ein Buch über die bewegte Geschichte des Palmengartens und der ganzen Stadt Frankfurt geworden, das mit vielen interessanten Details und zahlreichen Abbildungen aus fast 150 Jahren aufwarten kann.

Die einzelnen Stationen in der Geschichte des Gesellschaftshauses, von seiner ersten Konzeption über den ursprünglichen Bau, der durch ein Großfeuer im Jahr1878 weitgehend zerstört wurde, über den Wiederaufbau, diverse An- und Umbauten, seine funktionale Wandlung, die Beschlagnahmung durch die Amerikaner während der Besatzungszeit bis hin zu den prominenten Besuchern, die das Gesellschaftshaus weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt gemacht haben. Auch die notwenige Sanierung, die immer wieder am nötigen Geld scheiterte und schließlich die Schließung, die das Haus in einen jahrelangen Dornröschenschlaf versetzte, aus dem es erst jetzt wieder erwacht ist, werden in dem Buch dargelegt.

Dabei schafft es Sabine Börchers sehr gut, diesen Streifzug durch die Geschichte derart spannend und aufs Wesentliche komprimiert zu präsentieren, dass er niemals trocken oder langweilig wirkt. Gleichzeitig kommt aber auch nicht das Gefühl auf, dass die Autorin die Ereignisse zu oberflächlich oder gehetzt abhakt. Die interessanten, kurzweilig geschriebenen Texte und die zahlreichen begleitenden Abbildungen machen deutlich, dass viel Recherche in die Entstehung des Buches eingeflossen ist.

Es ist wirklich spannend zu erfahren, wie sich der Palmengarten und das Gesellschaftshaus von einem Ort für die höheren Schichten zu einem Platz für alle Frankfurter gewandelt hat, dass in Zeiten großer Hungersnöte die Flächen weniger für exotische Pflanzen, sondern für den Anbau von Gemüse genutzt wurden, welche Streitereien es bei der Vergabe der Aufträge für den Bau bzw. die Umbauten des Gesellschaftshauses gab oder wie das Areal von den Gis während der amerikanischen Besatzungszeit genutzt wurde. Ein schön gestaltetes und ansprechend geschriebenes Buch, bei dem sich Stadtgeschichte in der bewegten Historie eines einzelnen Hauses wiederspiegelt. Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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