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Abgestürzter Kranausleger geborgen - Höhe des Schadens am Dom wird ermittelt

13.02.2020 | 12:17 Uhr | Stadtgeflüster
Abgestürzter Kranausleger geborgen - Höhe des Schadens am Dom wird ermittelt

Nachdem die für Dienstag geplante Bergung aufgrund von noch immer zu starken Windböen verschoben werden musste, konnte der Kranausleger, der in der Nacht zum Montag auf das frisch sanierte Dach des Doms gestürzt war, am Mittwochvormittag, erfolgreich angehoben und anschließend abtransportiert werden. Nach der nötigen Absicherung konnte das rund 45 Meter lange Stahlteil mit Hilfe von zwei Autokränen von dem Dach entfernt werden. Dafür wurden insgesamt fast fünf Stunden benötigt, zumal äußerste Vorsicht geboten war, um nicht noch weitere Schäden am Dom zu verursachen. Nach der erfolgreichen Bergung werden die beschädigten Bauteile überprüft, um herauszufinden, warum der Ausleger bei dem Sturm überhaupt abgeknickt war. An dem beschädigten Dach finden momentan Abdichtungs- und Sicherungsarbeiten statt. Nach deren Abschluss können der Dom und der Domturm wieder für das Publikum geöffnet werden. Das Dommuseum steht bereits ab Donnerstag, 13. Februar, wieder offen. 

„Trotz großer Herausforderungen bei schwierigen Wetterverhältnissen konnten die Spezialisten den circa fünf Tonnen schweren Kranausleger erfolgreich bergen“, sagt Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker. „Bereits heute wird mit den Arbeiten begonnen, um die Spuren des Unfalls bei unserem Wahrzeichen der Frankfurter Skyline schnellstmöglich zu beseitigen.“ 

„Ich bin sehr erleichtert, dass der Kranausleger sicher geborgen werden konnte und keine weiteren Schäden am Dom entstanden sind“, sagt Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, der ebenfalls bei der Bergung anwesend war. „Mein Dank gilt allen Beteiligten, von Dombaumeisterin Julia Lienemeyer über den Architekten der Domsanierung und die Mitarbeiter der Kranverleihfirma bis hin zu Stadtpolizei und Feuerwehr, die durch ihr schnelles Handeln Schlimmeres verhindert haben. Jetzt können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Amt für Bau und Immobilien die Reparatur des gerade erst frisch gedeckten Daches in Angriff nehmen. Ich bin sicher, dass man von den Folgen des tragischen Unglücks schon bald nichts mehr sehen wird.“ 

Durch den Absturz des Nadelauslegers wurden die östliche und westliche Dachfläche des südlichen Seitenschiffs beschädigt. Auch die Firstkonstruktion ist betroffen. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest. Das Dach wird zunächst notdürftig abgedichtet, damit kein Regen eindringt. Der rund 50 Meter hohe Kran wurde in den vergangenen Jahren für die Dach- und Fassadensanierung am Dom eingesetzt. Der reguläre Abbau war für Donnerstag, 13. Februar, geplant.

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