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"Coole Branche": Konzepte für Hotels und Gastronomie für die Herbst- und Wintersaison

23.09.2020 | 15:16 Uhr | Business
'Coole Branche': Konzepte für Hotels und Gastronomie für die Herbst- und Wintersaison

Sommergärten, erweiterte Terrassen – der Corona-Sommer gab der arg gebeutelten Gastronomie-, aber auch der Hotelbranche einige Möglichkeiten, die Pandemie-bedingten Einbußen ein wenig aufzufangen. Doch nun stehen mit dem Herbst fallende Temperaturen und schlechteres Wetter vor der Tür – und damit neue Herausforderungen. Genau deshalb appelliert der Zusammenschluss „Coole Branche“ dafür, gerade jetzt die Sicherheitsmaßnahmen weiterhin verantwortungsvoll einzuhalten, um weitere Einschränkungen oder sogar Schließungen möglichst zu vermeiden. Für „Coole Branche“ haben sich DEHOGA Frankfurt, Frankfurt Hotel Alliance und Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF) im Oktober vergangenen Jahres zusammengetan, um die Attraktivität, Vielfalt, Innovationskraft und Leidenschaft der Branche aufzuzeigen. Kern von „Coole Branche“ ist es, das Image weiter zu stärken und nach innen in die Branche sowie in die Gesellschaft hinein zu wirken. Und das ist gerade in diesem Jahr eine wichtige Aufgabe. 

Herbst und Winter werden für uns alle eine neue Herausforderung. Schon jetzt prophezeien Politiker, Virologen und Epidemiologen vor rasant steigenden Corona-Infektionen. Und das könnte eben auch die gastronomie- und Hotel-Branchen wieder mit voller Wucht erwischen. Daher betont Eduard M. Singer, Vorsitzender und stellvertretender Präsident des DEHOGA Frankfurt: „Enormes Vertrauen haben die Gäste in unsere Branche, weil unsere Gastromomen und Hoteliers die klaren Vorgaben für den Gesundheitsschutz gut befolgen. Die Einhaltung der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen ist aktuell von elementarer Bedeutung, wir alle sind uns unserer Verantwortung bewusst.“ So sind auch in den kommenden Monaten das Tragen von Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln und das Führen von Namens- und Adresslisten zur möglichen Nachverfolgung die besten Mittel, um Mitarbeiter und Gäste zu schützen und unbeschwerte Stunden zu ermöglichen. Angesichts des bevorstehenden Endes der Außensaison arbeitet die Branche weiter an tragfähigen und sicheren Konzepten, um auch in Innenräumen einen möglichst hohen Gesundheitsschutz zu ermöglichen. Denn nur dann, wenn sich die Gäste sicher fühlen, kommen sie auch, um entspannte Stunden im Restaurant, der Apfelweinkneipe oder dem Hotel zu genießen. 

Singer freut sich dabei über einen besonderen Aspekt: „Wir sind der Politik in Frankfurt über die Zusage dankbar, die Erweiterung der Außengastronomieflächen bis 30. April 2021 unbürokratisch und ohne zusätzliche Kosten zu erlauben. Dazu werden Lösungen gesucht, Erleichterungen für den Schutz gegen Regen, Wind und Kälte zu finden und Schutzwände über die Ein-Meter-Grenze zu erlauben.“ 

Dass es innovativer und flexibel einsetzbarer Ideen bedarf, das zeigt auch das Beispiel von Mananya Chantarabamroong, Geschäftsführerin des BKK Thai Street Food im Oeder Weg, deren Restaurant im März eine Woche vor dem Lockdown öffnete. Bei ihr laufen die Vorbereitungen auf die Saison auf Hochtouren: „Unser Innenraum ist nicht groß, deshalb denken wir über eine verschiebbare Plexiglastrennung nach, um flexibel bei der Tischbesetzung zu bleiben“. Priorität hat dabei für sie aber immer die Einhaltung der Corona-Regeln: „Wirklich cool sind jene Gastronomen und Hoteliers, die sich an die geltenden Schutzmaßnahmen halten.“ Noch immer würden ihre Gäste sehr genau darauf achten, ob das Personal die Vorschriften umsetzt. Die Gastronomin mache sogar mehr als von den Verbänden empfohlen wird: „Ich schreibe mir sogar die Tischnummern auf, um zu wissen, welcher Gast wo gesessen hat.“ Jene Details seien es, die beim Gast ein besseres Gefühl hinterließen. „Wir müssen das Vertrauen unserer Gäste, das wir in den Sommermonaten erworben haben, beibehalten und zeigen, dass mit den umfänglichen Schutzmaßnahmen ein Restaurant- oder Hotelbesuch weiterhin gut möglich ist, auch in den Wintermonaten.“ 

Die von der Corona-Krise getroffene Hotellerie will mit neuen Aktionen versuchen, die Gäste in ihre Häuser zu locken. Die Frankfurt Hotel Alliance will ein Pop-up-Konzept auf die Beine stellen, bei dem Frankfurter Gastronomie-Betriebe für eine bestimmte Zeit die Hotel-Küche übernehmen. Den Anfang soll das Moxy Frankfurt East machen. „Das schafft Synergien und stärkt den Zusammenhalt der Hoteliers und Gastronomen innerhalb der Branche“, meint Christian Henzler, Vorstand im Verband der Frankfurt Hotel Alliance und Captain des Moxy Frankfurt East. Derzeit suche man noch nach Gastronomen, die die Aktion unterstützen. Man sieht: Ideen sind da! 

Gerade deshalb zieht die „Coole Branche“ trotz vieler schlechter Nachrichten insgesamt eine positive Bilanz: „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass Hotellerie und Gastronomie in Frankfurt in der Krise und beim damit einhergehenden Lockdown Solidarität und Zusammenhalt bewiesen haben. Sie haben engagiert für ihre Rechte und Möglichkeiten gekämpft“, stellt James Ardinast, Vorstand der IGF, fest. Mit Aktionen wie „Leere Stühle“ auf dem Frankfurter Römerberg oder dem Protest gegen die seinerzeit bestehende „Fünf-Quadratmeter-Regel“ hat die Gastronomie öffentlichkeitswirksam auf ihre Probleme aufmerksam gemacht. Kreativität wurde auch beim Spendenprojekt „(W)eine Familie“ bewiesen, bei dem beim Kauf einer Flasche Wein des renommierten VDP Weinguts Nik Weis das Geld Frankfurter Gastronomiebetrieben zugutekommt. Auch die Hotellerie hat mit kreativen Aktionen die Auswirkungen des Lockdowns gemildert, zum Beispiel mit einem Eis-Drive-in im Kempinski Hotel Frankfurt. 

Bei allen Kampagnen arbeitete die Branche Hand in Hand mit Verbänden und der Stadt Frankfurt am Main. Als äußere Zeichen sind beispielhaft die „Frankfurter Kultur-Sommergärten“ genannt: Städtische Flächen, auf denen Clubs, Diskotheken und Gastronomen ihr Angebot mit Kulturschaffenden präsentieren. Auch die Erweiterung der Flächen für die Außengastronomie ist Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt unbürokratisch umgesetzt worden. 

So konnten die Gastromomen in diesem Sommer den Frankfurtern und den Gästen der Stadt auf vergrößerten Außenflächen ihr breites Angebot präsentieren. James Ardinast ist bei allen Schwierigkeiten zufrieden: „Auch wenn dieser Sommer sicherlich nicht zu den umsatzstärksten gehörte, haben das gute Wetter, die Bereitschaft der Stadt Frankfurt, der hohe Einsatzwille der Gastronominnen und Gastronomen und nicht zuletzt die Freude der Menschen, die unsere Angebote angenommen haben, geholfen, dass wir positiv in die Zukunft schauen. Diesen positiven Schwung nehmen wir mit in die bevorstehende Herbst- und Wintersaison.“ 

Wir drücken die Daumen, dass die Frankfurter Gastronomie und Hotel-Branche diese Herausforderung meistern kann. Mehr Infos findet Ihr auch unter: www.coolebranche.de

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