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Ein Besuch bei der beliebten VGF-Fundsachen-Versteigerung

09.03.2019 | 10:40 Uhr | Service
Ein Besuch bei der beliebten VGF-Fundsachen-Versteigerung

Hier findet Verlorenes ein neues Zuhause 

(ffm) Der lichtdurchflutete Raum im Bahndepot in der Eckenheimer Schwabstraße 18 ist bis auf den letzten Platz besetzt. Rund 150 Menschen, darunter Jugendliche, ältere Damen und Herren oder Mütter mit Kindern haben sich versammelt, um ein Schnäppchen zu machen – sie alle eint Neugierde und das Interesse an den verlorenen Schätzen, die hier über den Tisch gehen. Wie jeden ersten Freitag aller zwei Monate wird das Tram-Depot zum Hotspot für Sammler, Jäger und Schaulustige umfunktioniert. Dann heißt es ab 15 Uhr nämlich: Das Wettbieten bei der VGF-Fundsachen-Versteigerung ist eröffnet. Während der Auktion herrscht reges Kommen und Gehen.

Die Anwesenden wirken allesamt elektrisiert von der Spannung im Raum. Das nehmen Helge Linder und Harald Marquardt sehr gelassen auf. Beide Auktionatoren haben das Publikum fest im Blick. Sie scheinen mit ihren Rollen vertraut, lassen sich durch das Gewusel der Menge nicht aus der Ruhe bringen. Dann kommt eine Kopfbedeckung zum Vorschein, mit hessischem Zungenschlag kündigt einer der beiden an: „Und hier ein weiteres modisches Highlight – ein Hexenhut“, während er sich den Hut auf den Kopf setzt. Kichern tönt durch den Raum. Sobald ein neuer Gegenstand zum Gebot steht, halten die zwei Männer wieder Ausschau nach in die Luft schnellenden Armen. 

Digicam, Teekanne und Rebić-Trikot 

Das Mindestgebot von fünf Euro wird mal schneller, mal langsamer in die Höhe getrieben, bis je nach Begehrtheit des Artikels der Hammer fällt. Dabei liefern sich einige Personen hitzige Duelle, wie beispielsweise um ein Fahrrad in hervorragendem Zustand. Quer durch den Raum steigt das Angebot – ab 20 Euro sogar in 2-Euro-Schritten – für das Rad, welches schlussendlich für 50 Euro seinen neuen Besitzer findet.

Größtenteils werden Rucksäcke und Bekleidungsartikel wie Jacken oder Hosen versteigert, aber auch zurückgelassene Digitalkameras, Regenschirme, Schals oder eine Teekanne finden dieses Mal den Weg von der Bahn auf den Gebotstisch. Besonders interessant wird es, sobald Rucksäcke oder Taschen geöffnet werden und sich deren Inhalt entweder als Schatz oder Niete für die Bieter herausstellt. So unter anderem bei einem unscheinbaren Sportrucksack von Adidas, der für 25 Euro von einem Herren ergattert wird und mit mehreren Marken-Sporthosen sowie einem augenscheinlich originalen Kroatien-Trikot inklusive Rebić-Beflockung dem Bieter leicht ein Vielfaches des Gebots einbringen dürfte. Auch diverse Turnbeutel förderten Inhalte wie Filme, Videospiele oder das Brettspiel „Mensch ärgere dich nicht“ in Originalverpackung zutage. 

Auf der Jagd nach einer guten Zeit 

Man kommt leicht mit seinem Sitznachbarn ins Gespräch. Der 56-jähriger Klaus Müller aus Frankfurt ist das erste Mal auf einer Versteigerung. Er sei von der Neugier gepackt worden, als er auf der Arbeit durch Kollegen von dieser Veranstaltung erfuhr: „Das klang dann doch recht spannend, gute Fahrräder für unter 100 Euro, weshalb ich einfach mal vorbeischauen wollte.“ Er habe zwar kein ausdrückliches Interesse an einem der angebotenen Gegenstände, könne sich aber vorstellen, bei einem guten Fahrrad mit ins Rennen einzusteigen. Am Ende bleibt sein Arm jedoch unten und andere Neubesitzer dürfen sich über die ungefähr zwei Dutzend Räder freuen. 

Mitbieten? So einfach geht’s! 

Doch was sind das eigentlich für Sachen, die hier gegen scheinbar geringe Beträge zu Preisschlagern werden? Ganz einfach, alle Fundgegenstände, die in den Bahnen der VGF liegen bleiben und länger als drei Monate – so die gesetzliche Aufbewahrungsfrist – nicht abgeholt werden, landen auf dem Gebotstisch. Wer also Secondhand oder einfach die Atmosphäre des Wettbietens mag, kann am 3. Mai selbst auf Schnäppchenjagd gehen. Wie immer im Eckenheimer Depot ab 15 Uhr. Weitere Infos auf https://www.vgf-ffm.de/de/service/service-fuer-fahrgaeste/fundbuero/

 

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