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Kunstverein EBENE 1 - Kunst an ungewöhnlichem Ort

28.03.2019 | 08:31 Uhr | Kultur
Kunstverein EBENE 1 - Kunst an ungewöhnlichem Ort

Kunst ist längst nicht nur Museen vorbehalten. Auch im öffentlichen Raum können vermehrt Kunstwerke oder Installationen beobachtet werden. Auch der junge Kunstverein EBENE B1 Taunusanlage hat es sich zur Aufgabe gemacht, zeitgenössische Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen. Dafür wurde ein ungewöhnlicher Ort gewählt: die S-Bahn Station Taunusanlage. Hier waren z.B. schon während der letzten Luminale Installationen zu sehen. Jetzt wurde eine neue Ausstellung an der S-Bahnstation eröffnet: KASACHSTAN von der Frankfurter Künstlerin Heide Weidele. Am Dienstag, 26. März, wurde die Künstlerin im Rahmen ihrer Ausstellung anlässlich ihres 75. Geburtstags geehrt. Peter Wöste, erster Vorsitzender des Kunstvereins, begrüßte die zahlreichen Freunde der Künstlerin und Kulturschaffende Frankfurts. Die Laudatio hielt David Dilmaghani, der Büroleiter des Dezernats für Kultur und Wissenschaft. 

„An einem Ort wie der B-Ebene der Frankfurter S-Bahnstation Taunusanlage vermutet kaum jemand zeitgenössische Kunst. Zu ihrem 75. Geburtstag überrascht uns Heide Weidele an diesem ungewöhnlichen Ort einmal mehr mit ihren immer neuen innovativen Gebilden, deren Reiz in der Kombination von bildhauerischer Stringenz mit ironischem Witz und fröhlicher Überdrehtheit liegen“, gratulierte Kulturdezernentin Ina Hartwig der Frankfurter Künstlerin zu deren Geburtstag. 

Weidele lebt seit 1971 in Frankfurt. Die ehemalige Buchhändlerin studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und an der Städelschule. Neben verschiedenen Lehraufträgen war sie als Gastprofessorin an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz tätig. Ihre Werke sind aus zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland bekannt. 

Mit ihrer aktuellen Ausstellung KASACHSTAN präsentiert Heide Weidele eine neue Werkserie von Lichtskulpturen. Die Frankfurter Künstlerin ist für ihre aus Kunststoff-Fundstücken bestehenden Raumobjekte bekannt. Die oftmals aus ihren früheren Installationen stammenden Materialien werden einer stetigen Wiederverwendung zugeführt. Für KASACHSTAN ließ Weidele sich von Assoziationen leiten, die sie mit dem Land verbindet, das sie selbst nie besucht hat: „Steppenland, dünnbesiedelt, armes Land mit dem größten Weltraum-Bahnhof der Erde, Baikonur.“ 

Bei den Arbeiten liegt der Reiz im Zusammenspiel technoider Skulpturen mit ironischem Witz und einer farbenprächtigen Überdrehtheit. Während in der Vergangenheit vor allem das Material, Alltagsgegenstände aus Kunststoff, den inneren Zusammenhang ihrer Arbeiten bildeten, geht die Künstlerin mit der aktuellen Ausstellung neue Wege. Hier steht erstmals ein thematischer Kontext im Fokus ihrer Werke: KASACHSTAN, karge Steppen und hochtechnologischer Weltraum-Bahnhof zugleich. 

Schon mit der ersten Ausstellung „in situ b1“ der Frankfurter Künstlerin Monika Linhard hat der 2017 gegründete Kunstverein EBENE B1 auf sich aufmerksam gemacht. Es folgten vier experimentelle Lichtinstallationen anlässlich der Luminale 2018. In der zweiten Jahreshälfte 2018 wurden dann die Ausstellungsräume überarbeitet. Seit November 2018 hat der Kunstverein nun sein regelmäßiges Ausstellungsprogramm aufgenommen. Der Kunstverein EBENE B1 kuratiert vier Ausstellung im Jahr in den Kunsträumen der S-Bahnstation Taunusanlage. 

Die Räume des Kunstvereins befinden sich in den beiden Zugangsbauwerken der S-Bahnstation Taunusanlage und sind täglich 24 Stunden geöffnet, der Eintritt ist frei.

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