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Programm für die Nacht der Museen 2019 steht

12.04.2019 | 14:35 Uhr | Kultur
Programm für die Nacht der Museen 2019 steht

Am Samstag, 11. Mai, ist es wieder soweit: Ab 19 bis 2 Uhr laden über 40 Kulturinstitutionen in Frankfurt, Offenbach und Eschborn zur Nacht der Museen 2019. Dabei steht in den einzelnen Institutionen wieder ein (abwechslungs-)reiches Kunstprogramm auf dem Programm. Auf die Besucher wartet auch in diesem Jahr eine wunderbare Frühlingsnacht voller Veranstaltungshighlights. Dabei öffnen natürlich nicht nur die großen Museen. Auch eine junge Off-Szene lädt bis in den frühen Morgen dazu ein, Kunst der besonderen Art kennenzulernen. Im umfangreichen Angebot sind Führungen, Performances, Live-Musik, Filmprojektionen und Lesungen. All das gibt der Kunst den passenden Rahmen und ermöglicht den Besuchern ein facettenreiches Kunsterlebnis in außergewöhnlicher Atmosphäre. Und das Beste: Für all diese tollen Veranstaltungen braucht man nur ein Ticket, mit dem zudem auch noch der Nacht der Museen-Shuttleservice (Busse, Schiff, historische Straßenbahn, Fahrräder) genutzt werden kann.   

Kulturdezernentin Ina Hartwig zeigte sich bei der Programmvorstellung begeistert davon, was die einzelnen Institutionen auch in diesem Jahr wieder anbieten: „Die Nacht der Museen gehört längst zur kulturellen DNA unserer Stadt. Erstmals können in diesem Jahr die Besucherinnen und Besucher die neue Altstadt und damit das historische Herz Frankfurts durch ein vielfältiges Programm erleben. Ich freue mich sehr, dass die Nachtschwärmer noch vor der offiziellen Eröffnung einen Blick in das Struwwelpeter-Museum werfen und das neue Stoltze-Museum besuchen können“, so Hartwig. „Das bunte Treiben bei der Nacht der Museen, wenn gefühlt die ganze Stadt auf den Beinen ist, dabei aber eine entspannte Atmosphäre herrscht – da bekommt man immer wieder eine ganz andere Seite Frankfurts zu sehen“, fügt die Kulturdezernentin hinzu. 

Exklusive Einblicke in der neuen Altstadt 

Ein besonderes Highlight erwartet die Besucher der Nacht der Museen in der neuen Altstadt. Hier wird Ende August das Struwwelpeter-Museum eröffnet. Doch in dieser Nacht gewährt die Museumsleiterin Interessierten schon einmal exklusive Vorab-Einblicke in die neuen Räume und liefert einen Ausblick auf die neu gestaltete Ausstellung über Heinrich Hoffmanns legendären Bilderbuchrebellen. Auch das Stoltze-Museum präsentiert sich erstmals in neuen Räumlichkeiten, nebenan macht die Kaiserpfalz franconofurd Spuren aus rund 2000 Jahren Stadtgeschichte erfahrbar. In der Schirn Kunsthalle werden die monumentalen Skulpturen von Bruno Gironcoli mit einer großen Closing-Party verabschiedet. Darüber hinaus lädt der sonst nur für Honoratioren vorgesehene Kaisersaal zum Besuch in den Römer ein. 

Ungewöhnliche Perspektiven im Allerheiligenviertel 

Mit Bussen oder historischen Straßenbahnen aus den 60er Jahren geht es ins Allerheiligenviertel. Dieser neue Hotspot der Off-Szene präsentiert junge Kunst und Street-Art zu tanzbaren Sounds: Der Tor Art Space lädt zu auditiven und performativen Erkundungen ein und verspricht ein einfallsreiches Raumerlebnis für alle Sinne. Im Yard gibt es auf einem temporär von der Kunst und Off-Szene genutzten Areal draußen und drinnen ein experimentelles junges Ausstellungsprogramm zu entdecken. Gleich nebenan öffnet das Gesundheitsamt im Rahmen seines 100-jährigen Bestehens die Pforten und beweist, dass die Themen Gesundheit und Kunst bestens harmonieren: Während Badesalz-Urgestein Henni Nachtsheim die Stimmung aufhellt und in einer Talkrunde unter anderem mit Altkanzlersohn Walter Kohl diskutiert, gibt Markus Egert als Deutschlands führender Forscher auf dem Gebiet der Haushaltshygiene Einblick in die spannende Welt der Mikrobiologie.

Viel zu feiern bei dieser Nacht 

Noch mehr Jubiläen werden am südlichen Museumsufer gefeiert. Hier widmet sich das Deutsche Architekturmuseum mit einer raumgreifenden Performance aus Musik, Farbe, Form und Licht der Gründung des Bauhaus vor 100 Jahren. Mit filmischen Anekdoten, Comedy und Aktionen zum Mitmachen und Mitraten erinnert das DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum an seine Gründung vor 70 Jahren. Währenddessen zelebriert Ernst & Young im 100. Unternehmensjahr seine traditionelle Benefiz-Versteigerung im Museum Angewandte Kunst. 

Mit der Sonderausstellung „White Wedding“ feiert das Liebieghaus den Erwerb kostbarer Elfenbeinkunst aus der größten privaten Sammlung von Reiner Winkler. Abseits des Museumsufers öffnet die Deutsche Börse in Eschborn ihre Fotosammlung zum 20-jährigen Jubiläum erstmals exklusiv für Nachtschwärmer. 

Eine Reise durch Länder und Welten bis zum Mond 

Auf eine Reise in das alte Ägypten begibt man sich im Museum Giersch, wo während eines virtuellen Rundgangs prähistorische Felsmalereien erkundet werden können, die aktuelle Tizian-Schau im Städel führt in das Venedig der Renaissance, die faszinierende Landeskultur des Himalaya-Staates lässt sich erstmals im Tibethaus Deutschland erleben. Das Experiminta Science Center gewährt bei einer kurzweiligen Wissenschafts-Show mit den Super Science Bros und bei Experimenten mit Pocket Monstern Einblicke in die Welt der Videospiele, während die Sternwarte mit Filmen und Kurzvorträgen an die erste Mondlandung vor 50 Jahren erinnert. Mit einer Performance der Dresden Frankfurt Dance Company unter der Leitung von Jacopo Godani trifft im Senckenberg Museum Kunst auf Wissenschaft. 

Musikalische Highlights für jeden Geschmack 

Auch die akustische Kunst präsentiert sich facettenreich: Mit den Polka-Sounds von „Thee Watzloves“ geht es im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach lebhaft zu, das nahegelegene Deutsche Ledermuseum entführt in die goldenen 20er Jahre. Im Museum Judengasse in Frankfurt trifft Jazz auf Klezmer, im Haus am Dom sorgt Singer und Songwriterin Fee für unbeschwerte Momente. Im Zoo führen die peruanischen Klänge von „Palacio Latino“ in die Heimat der Pinguine, während die poppigen Sounds von „So Green“ im Geldmuseum und das Polizeiorchester im Kriminalmuseum die Besucher zum Mitwippen einladen. Wer die Nacht zum Tag machen will, tanzt im Museum für Kommunikation, im Off Yard oder in bester Robert Johnson-Manier im MAK.

Tickets und Preise 

Das Nacht der Museen-Ticket kostet 14 Euro (VVK und Abendkasse) und ist in allen teilnehmenden Häusern sowie den AD-Ticket/reservix VVK-Stellen bundesweit erhältlich. Es beinhaltet den Eintritt in alle Veranstaltungsorte und ist zugleich Fahrkarte für die nächtlichen Shuttle-Busse, die historische Straßenbahn und das Shuttle-Schiff, das zwischen Städel und Eisernem Steg verkehrt. Auch ein Bikesharing-Angebot gibt es: Von 19 bis 2 Uhr können Call a Bike-Räder gratis genutzt werden. Anmeldemöglichkeit, ab 3 Euro pro Jahr, sowie eine Stationsübersicht gibt es unter http://www.callabike.de

Die Familienkarte ist für 29 Euro (VVK und Abendkasse) erhältlich; diese gilt für zwei Erwachsene und eigene Kinder/Enkel unter 18 Jahren. Ebenfalls gibt es eine ermäßigte Eintrittskarte für 9 Euro (VVK und Abendkasse; nur gültig zusammen mit Lichtbild-Nachweis) für Kinder unter 18 Jahren, Schüler, Studierende (ausgenommen Studierende der Uni des 3. Lebensalters U3L), Bundesfreiwilligendienstleistende, Arbeitslose, Schwerbehinderte (mit Minderung der Erwerbsfähigkeit ab 50 GdB, weitere Infos: www.nacht-der-museen.de ) und Frankfurt-Pass/Kulturpass-Inhaber. Für Besitzer der MuseumsuferCard ist der Eintritt frei. Sie ist während des Ereignisses in ausgewählten Museen erhältlich und kostet 95 Euro pro Jahr. 

Weitere Informationen findet Ihr unter http://www.nacht-der-museen.de

 

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