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Projekt FOUR – Vier neue Hochhäuser für die Frankfurter Innenstadt

26.05.2020 | 18:22 Uhr | Stadtgeflüster
Projekt FOUR – Vier neue Hochhäuser für die Frankfurter Innenstadt

Seit Monaten tut sich ja schon viel auf dem einstigen Areal der Deutschen Bank in der Frankfurter City. Aber erst jetzt können auch Nägel mit Köpfen gemacht werden. Planungsdezernent Mike Josef übergab vergangene Woche die Baugenehmigung für die vier Hochhaus-Türme des Großprojekts FOUR an die Groß & Partner-Geschäftsführer Jürgen Groß und Jens Hausmann. Ein kleiner Akt mit großer Wirkung: Durch die Erteilung der Baugenehmigung kann nun eines der komplexesten Projekte, das der Frankfurter Projektentwickler je betreut und die Stadt je freigegeben hat, tatsächlich umgesetzt werden. 

Komplex ist das Projekt FOUR alleine deshalb, da auf dem Areal ein Grundstück entwickelt wird, das vollständig umgeben ist von zum Teil hohen Gebäuden und Straßenführungen, so dass der bebaubare Platz sehr beschränkt ist. Das stellt auch die Baustellenlogistik vor Herausforderungen, doch der Einsatz lohnt sich: „Die Skyline wird durch dieses Ensemble markant bereichert. Dadurch verändert sich nicht nur der Blick auf Frankfurt, sondern auch das Leben in Frankfurts Mitte“, zeigt sich Jürgen Groß überzeugt. Man darf also davon ausgehen, dass nach Fertigstellung des Ensembles noch mehr Kameralinsen in Richtung Skyline ausgerichtet werden. 

Für Planungsdezernent Josef bedeutet das Projekt FOUR vor allem eine Veränderung des Bankenviertels: „Durch FOUR wird das Viertel stärker durchmischt. Zum ersten Mal entsteht eine Hochhaus-Familie in Frankfurt, bestehend aus vier Hochhäusern um eine gemeinsame, öffentliche Mitte. Es wird ein Quartier für alle Einkommensschichten, mit großer Nutzungsmischung und mehr Aufenthaltsqualität“ – ein Ansatz, den die Stadt im Frankfurter Bankenviertel bereits seit längerem verfolgt. 

„Ziel des Projekts FOUR ist es, das über Jahrzehnte verschlossene innerstädtische Areal wieder zu öffnen und für die Frankfurter zugänglich zu machen“, ergänzt Hausmann. Der Bau von vier Türmen ermögliche einen vielfältigen Nutzungsmix, der Wohnen, Arbeiten und Leben an einem Ort vereint. „So ein Projekt entsteht nicht isoliert an den Zeichentischen der Projektentwickler, sondern als Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit den Vertretern der Stadt Frankfurt“, betont Groß. 

Dem stimmt der Planungsdezernent zu: „Wir arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen und kennen uns als verlässliche Partner.“ Auch Ben van Berkel, Gründer und leitender Architekt des UNStudio, das die vier Hochhaustürme entworfen hat, lobt die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Entwickler: „Wir freuen uns über diese Nachricht. FOUR wird zuallererst für die Menschen in Frankfurt gebaut. Mit einem in Europa einzigartigen Entwicklungskonzept wird es nicht nur die Skyline der Stadt bereichern, sondern auch die Lebendigkeit der gesamten Stadt erhöhen.“ 

Für Mike Josef ist FOUR aber auch ein persönliches Projekt, denn: „Es war das erste Planungsvorhaben, bei dem ich in der Jury saß – und nun kann ich die Baugenehmigung überreichen. Das ist schon was Besonderes. Die Bauaufsicht hat auch in der Corona-Zeit das Genehmigungsverfahren ohne Verzug abgeschlossen.“ 

Man darf gespannt sein, ob FOUR die Innenstadt wirklich bereichern wird und wie sich der versprochene „Nutzungsmix“ auf das Leben in der City auswirken wird.

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