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Sturm beschädigt das frisch sanierte Dach des Frankfurter Doms

10.02.2020 | 19:05 Uhr | Stadtgeflüster
Sturm beschädigt das frisch sanierte Dach des Frankfurter Doms
Sturm beschädigt das frisch sanierte Dach des Frankfurter Doms

Schockmoment in der Frankfurter Innenstadt: Das Sturmtief „Sabine“, das in der Mainmetropole verhältnismäßig wenig Schaden angerichtet hat, hat in der Nacht zum Montag den Nadelausleger des Hochbaukrans am Dom auf das Dach das Südquerhauses stürzen lassen. Dadurch hat das Dach des Seitenschiffes an der östlichen und westlichen Dachfläche erheblichen Schaden genommen. Auch die Firstkonstruktion ist betroffen. 

„Natürlich erschreckt einen dieser Anblick. Nur gut, dass kein Mensch verletzt wurde. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass das so massiv ist“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. Der Dom habe eine immense Bedeutung, nicht nur für die Menschen, die religiös sind, sondern für alle Frankfurterinnen und Frankfurter, sagte das Stadtoberhaupt. Er ist für die Stadt eines der drei wichtigsten Gebäude neben dem Römer und der Paulskirche – schließlich haben hier die Kaiserkrönungen stattgefunden. „Natürlich wünschen wir uns jetzt alle, dass die Schäden so schnell es geht repariert werden. An Geld dafür sollte es nicht fehlen“, sagte Feldmann. 

Auch für Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker ist klar: „Der Dom ist ein wichtiges Baudenkmal unserer europäischen Kulturgeschichte und das Frankfurter Wahrzeichen.“ Und er fügt hinzu: „Parallel zu den Ermittlungen, wie es zum Einsturz des Hochbaukrans kommen konnte, werden wir den Schaden schnellstmöglich begutachten. Das wird erst möglich sein, wenn der Sturm nachlässt. Für uns hat es Priorität, dass der entstandene Schaden zeitnah behoben wird und unser Kaiserdom bald wieder in vollem Glanz erstrahlt.“ 

Zum jetzigen Zeitpunkt kann zum Umfang des Schadens noch keine konkrete Aussage getroffen werden. Im Laufe des Montags wird der Kran mit Hilfe von zwei Autokränen gesichert. Außerdem versucht eine Dachdeckerfirma, das beschädigte Dach abzudichten, um Folgeschäden durch eindringendes Wasser zu vermeiden. Wie schnell diese Arbeiten ausgeführt werden können, hängt vom weiteren Witterungsverlauf ab. Der beschädigte Kran kann aus Sicherheitsgründen erst dann geborgen werden, wenn keine Sturmgefahr mehr besteht. Laut aktuellen Wetterprognosen wird das frühestens am Mittwoch, 12. Februar, der Fall sein. 

„Ich bin sehr erleichtert, dass bei dem Unglück niemand verletzt wurde und auch die umliegenden Wohnhäuser nicht betroffen sind“, sagte Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien. „Für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Amt für Bau und Immobilien ist es aber tragisch, dass sie nach vielen Jahren mit guten Fortschritten bei der Domsanierung einen solchen Rückschlag hinnehmen mussten. Das Dach, das jetzt so stark beschädigt wurde, ist gerade erst neu gedeck worden. In den vergangenen Jahren haben wir unter Beweis gestellt, dass wir das Baudenkmal in einen guten Zustand versetzen können. Wir werden diese Aufgabe erneut engagiert anpacken.“ 

Besonders ärgerlich: Der Abbau des Krans war für Donnerstag,13. Februar, geplant, da die Dach- und Fassadensanierung von Lang- und Querhaus des Doms weitgehend abgeschlossen ist. Ein paar Tage später hätte es also gar nicht mehr zu diesem Unglück kommen können.

Der Dom bleibt bis auf weiteres geschlossen. Wegen der Sicherungsarbeiten sind Straßen und Gehwege im Bereich Krautmarkt und Weckmarkt derzeit gesperrt.

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