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Magic Mike

Magic Mike

USA 2012 - mit Channing Tatum, Alex Pettyfer, Matt Bomer, Riley Keough, Matthew McConaughey ...

Filminfo

Originaltitel:Magic Mike
Genre:Komödie, Drama
Regie:Steven Soderbergh
Kinostart:16.08.2012
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 110 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.magicmike-derfilm.de

Es gibt nur wenige Regisseure, die eine derart große Vielseitigkeit an den Tag legen, wie das bei Steven Soderbergh der Fall ist. Ob spaßiges Popcorn-Kino ("Ocean`s 11-13"), anspruchsvolle Arthaus-Dramen ("The Good German"), hintersinnige Unterhaltung ("Erin Brokovic", "Der Informant") oder experimenteller Science-Fiction ("Solaris"), mit seiner großen Genre-Bandbreite vermeidet es der Filmemacher fast immer gekonnt, sich zu wiederholen. Und genau das ist ihm auch bei seinem neuesten Werk "Magic Mike" gelungen. Nach dem großen Seuchen-Thriller "Contagion" und dem ungewöhnlichen Action-Thriller "Haywire" legt Soderbergh jetzt ein mit etwas Humor und Romantik gewürztes Drama aus der Welt männlicher Stripper vor.

Channing Tatum spielt hier den erfolgreichen Stripper Mike, der den jungen Adam (Alex Pettyfer) unter seine Fittiche nimmt. Während sich Adam immer mehr davon faszinieren lässt, endlich gutes Geld zu verdienen und jeden Abend von unzähligen Frauen angehimmelt zu werden, liebäugelt Mike mit der Idee, diesem Teil seines Lebens den Rücken zu kehren. Obwohl sein Chef, der Club-Besitzer Dallas (Matthew McConaughey) große Pläne mit seinem erfolgreichsten Stripper hat, träumt Mike davon, sein Geld mit selbst designten Möbeln zu verdienen. Als er Adams Schwester Brooke (Cody Horn) kennen lernt und sich in sie verliebt, scheint sein Entschluss endgültig festzustehen…

In einigen Momenten erinnert "Magic Mike" an Paul Thomas Andersons "Boogie Nights". Allerdings verfügt Soderberghs Blick hinter die Kulissen des Stripper-Geschäfts nicht über die Tiefe und den Biss, den Andersons Oscar-nominiertes Drama ausgezeichnet hat. Das ist aber auch nicht weiter schlimm. Denn auch, wenn der Film um Authentizität und eine gewisse dramaturgische Tiefe bemüht ist, so steht doch das Vergnügen ganz klar im Vordergrund. "Magic Mike" will auf hohem Niveau Spaß machen, und das gelingt dem Film über weite Strecken sehr gut. Basierend auf Erfahrungen, die Hauptdarsteller und Produzent Channing Tatum selbst als 19jähriger Stripper gesammelt hat, streift der Film zwar die Schattenseiten des Geschäfts, will dabei aber keine entlarvende Abrechnung, sondern eben ein vergleichsweise leichter Unterhaltungsfilm sein.

Dank des guten Drehbuchs und der überzeugenden Darsteller, allen voran ein herrlich schmieriger Matthew McConaughey, gelingt es Soderbergh dabei überzeugend zu zeigen, dass man leichte Unterhaltung aber auch auf hohem Niveau servieren kann. Zwar werden einige Aspekte der Geschichte arg oberflächlich abgehandelt – wie etwa Mikes Stripper-Kollegen, die allesamt recht interessante Charaktere zu sein scheinen – doch insgesamt hinterlässt der Film einen sehr positiven Eindruck und jede Menge gute Laune. In den USA wurde das dann auch mit einem derart hohen Einspielergebnis belohnt, dass schon jetzt laut über eine Fortsetzung dieser Low Budget Produktion nachgedacht wird.

So ist "Magic Mike" insgesamt nicht nur ein weiteres Zeugnis von der Vielseitigkeit von Steven Soderbergh, sondern auch dafür, dass mit wenig Geld und charmant erzählten Geschichten richtig große Kinounterhaltung gezaubert werden kann. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Magic Mike (USA 2012)"
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