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Tenet – Blu-ray

Tenet – Blu-ray

USA 2020 - mit John David Washington, Robert Pattinson, Elizabeth Debicki, Kenneth Branagh ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung - Film:
Ausstattung:

Filminfo

Originaltitel:Tenet
Genre:Action, Mystery
Regie:Christopher Nolan
Verkaufsstart:17.12.2020
Produktionsland:USA 2020
Laufzeit:ca. 150 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Anzahl der Disc:2
Sprachen:Deutsch, Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1), Audiodeskription für Blinde (Deutsch 2.0)
Untertitel:Deutsch, Englisch, Spanisch
Bildformat:16:9 (Variabel 2.20:1 & 1.78:1 [IMAX-Sequenzen]) High Definition1080p
Extras:Making of
Label:Warner Bros Home Entertainment
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Amazon Link : Tenet – Blu-ray

Film: Es war eine ganz schöne Last, die da auf "Tenet", dem neuen Film von Christopher Nolan ("Dark Knight", "Inception"), zum Kinostart lag. Schließlich war der Film die erste Blockbuster-Produktion, die seit dem Beginn der Corona-Pandemie in die Kinos kam. Für Studios wie für Betreiber von Filmtheatern war der Film ein Hoffnungsschimmer: Sollte es gelingen, genügend Zuschauer in die arg gebeutelten Kinos zu locken, so dass die 200 Millionen Dollar Produktion Profit abwirft, könnte das andere Studios dazu bewegen, weitere Prestigeprojekte zu veröffentlichen und nicht weiter zu verschieben. Leider stellte das weltweite Einspielergebnis von rund 360 Millionen Dollar nur bedingt zufrieden, was dazu führte, dass "Tenet" – zumindest in Deutschland – 2020 die einzige richtige Blockbuster-Produktion war, die über unsere Leinwände laufen durfte (in anderen Ländern kam im Dezember immerhin noch "Wonder Woman 1984" in die Kinos). 

Über den Inhalt soll – auch wenn Viele den Film schon gesehen haben - nicht zu viel verraten werden. Grob gesagt geht es in "Tenet" darum, dass der mysteriöse Held (John David Washington), der nur der Protagonist genannt wird, einen mächtigen Waffenhändler (Kenneth Branagh) davon abhalten soll, dass Ende der Welt herbeizuführen. Und dafür werden die Gesetze der Zeit, wie wir sie kennen, außer Gefecht gesetzt. Mehr solltet Ihr vor dem Kinobesuch nicht wissen. Denn "Tenet" lebt nicht nur von großartigen Bildern, sondern auch von dem Geheimnis um die Story, die zugegebenermaßen etwas verwirrend daher kommt. Wer dachte, "Inception" sei mit seinen verschiedenen Traum-Ebenen schon kompliziert zu entwirren gewesen, der könnte sich an diesem Werk durchaus die Zähne ausbeißen – zumindest stellenweise. 

Ein Film zum entspannten Hirnausschalten ist dies nicht. Man muss von Anfang an aufmerksam bleiben und auch auf Kleinigkeiten achten, die am Ende noch eine Rolle spielen könnten. Das macht das Ganze ein klein wenig sperrig, aber insgesamt nicht weniger genial. Nolan schafft es eindrucksvoll, ein bekanntes Element wie Zeitreisen (im weitesten Sinne) zu nehmen und etwas ganz Eigenes daraus zu machen – sowohl dramaturgisch, als auch visuell. Eine Sequenz sticht dabei besonders hervor: eine großartige Actionsequenz, in der die Zeit gleichzeitig vorwärts und rückwärts läuft. Dass Nolan bei der Umsetzung dieses ambitionierten Projekts kaum auf CGI-Effekte zurückgegriffen hat, sondern vornehmlich praktische Effekte an realen Drehorten zum Einsatz gebracht hat, verleiht dem Film trotz seiner nicht ganz realistischen Story eine authentische Note, wovon der Gesamteindruck deutlich profitiert. 

Auch schauspielerisch ist der Film ganz großes Kino – was keine Selbstverständlichkeit ist. John David Washington kann als Protagonist in jeder Sekunde überzeugen, Robert Pattinson war noch nie so sympathisch und erwachsen wie hier und Kenneth Branagh gibt einen verdammt guten, tiefgründigen Bösewicht. Durch das gute Ensemble, zu dem auch eine unterkühlt und dennoch sehr emotional agierende Elizabeth Debicki gehört, funktioniert das Ganze nicht nur in den zahlreichen Actionsequenzen (gleich die Eingangssequenz ist in dieser Hinsicht spektakulär), sondern auch in den ruhigeren Charaktermomenten. 

Auch völlig losgelöst von der Bedeutung, die dieser Film 2020 für die ganze Branche hatte, ist "Tenet" für mich einfach ein großartiges Werk: Man merkt, dass hier ein Regisseur zugange war, der das Kino liebt, der aber nicht nur tolle Bilder und rasante Action, sondern auch intellektuelle Herausforderungen bieten möchte. Das ist ihm seit "Memento" mehrfach gelungen und das klappt auch bei "Tenet" wieder erstklassig – vorausgesetzt natürlich, man ist bereit, sich darauf einzulassen. Wer Filme wie "Inception" mag und wer sich auf Geschichten einlassen kann, die nicht ganz in der Realität verankert sind, der sollte sich dieses Werk nicht entgehen lassen. Absolut sehenswert! 

Bild + Ton: "Tenet" wird im Heimkino in einem variablen Bildformat präsentiert. Das bedeutet, dass das Bildseitenverhältnis zwischen 2:20:1 und 1,78:1 während der mit IMAX-Kameras gedrehten Sequenzen wechselt. Das Bild ist (bewusst) etwas düster gehalten, wodurch einige Details verloren gehen. Doch insgesamt kann die sehr hohe Bildschärfe ebenso gefallen, wie die durch Filter kreierte Farbgebung. Beim Sound sind die Filmmusik und einige recht direktional abgemischte Soundeffekte tonangebend. Auffällig ist, dass die Dialoge bisweilen in der deutschen Sprachfassung besser verständlich sind, als bei der englischen Originaltonspur. Keine Bestwertung, aber insgesamt sehr gut! 

Extras: Auf der Bonus-Disc befindet sich ein 13-teiliges, recht ausführliches Making of (ca. 75 Min.). Dieses geht auf verschiedene Abschnitte der Produktion wie die Darsteller, die Kostüme, die Kameraarbeit oder auch den Dreh der finalen Kampfsequenz ein. Sehenswert! 

Fazit: "Tenet" konnte zwar die großen Hoffnungen, die auf ihm lagen, im Kino nur bedingt erfüllen. Doch als großes Unterhaltungskino ist Christopher Nolans neuestes Werk ein absoluter Volltreffer. Auf der Blu-ray gibt es an der audiovisuellen Umsetzung des Films nur wenig auszusetzen und auf einer Bonus-Disc gibt es noch ein mehr als ordentliches Making of. Alles in allem also ein klarer Fall von: Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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