FRATOPIA FESTIVAL 2026
Fünf Tage Musik, rund 250 Konzerte und freier Eintritt in der Alten Oper Frankfurt
23. bis 27. September 2026 · Alte Oper Frankfurt · Eintritt frei
Was passiert, wenn man die üblichen Regeln eines Konzerthauses für fünf Tage weitgehend beiseitelässt? Wenn Besucher nicht für einen ganzen Abend einen festen Platz buchen müssen, sondern von Raum zu Raum ziehen, zwischendurch bleiben, weitergehen und sich ihr eigenes Programm zusammenstellen können?
Genau darum geht es bei FRATOPIA, dem Festival der Entdeckungen in der Alten Oper Frankfurt. Vom 23. bis 27. September 2026 öffnet das Haus jeden Nachmittag ab 15 Uhr seine Türen und verteilt ein ungewöhnlich dichtes Musikprogramm auf Säle, Foyers und Salons. Rund 250 einzelne Veranstaltungen stehen in fünf Tagen auf dem Programm. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Es gibt keine Tickets und keine Voranmeldung. Wer Platz findet, ist dabei.
Das macht FRATOPIA auch für Menschen interessant, die sonst eher selten in ein klassisches Konzert gehen. Niemand muss sich für einen kompletten Abend festlegen. Viele Auftritte dauern nur etwa eine halbe Stunde. Man kann für ein Konzert vorbeikommen, drei oder vier Programme miteinander verbinden oder einfach mehrere Stunden durch die Alte Oper ziehen und schauen, was passiert. Klassische Musik steht dabei neben Jazz, Weltmusik, Tango, Gesang, Groove und experimentelleren Formen. Dazu kommen ungewöhnliche Konzertsettings, Mitmachangebote und Programme für Familien.
DIE ALTE OPER WIRD ZUM FESTIVALHAUS
An diesen fünf Tagen wird praktisch das gesamte Haus bespielt. Musik gibt es unter anderem im Großen Saal, im Mozart Saal, im Clara Schumann Foyer und im Albert Mangelsdorff Foyer sowie im Liszt Salon, Schumann Salon und Mendelssohn Salon. Auch der Wintergarten gehört zum Festival. Die einzelnen Spielorte tragen teilweise eigene Konzepte wie Open Space, Mittendrin oder Salon Solitaire.
Gerade dadurch entsteht ein anderer Besuch als bei einem klassischen Konzertabend. Statt Garderobe, fester Sitzreihe und einem einzigen Programm kann man durch das Haus wandern und innerhalb weniger Stunden völlig unterschiedliche musikalische Welten erleben.
Mal gibt es große Werke der klassischen Musik in konzentrierter Form, mal Jazz, Weltmusik oder improvisierte Musik. Ein Streichquartett kann auf ein Percussion-Ensemble folgen, ein Klavierkonzert auf Tango oder Bodypercussion. Und manches Konzert findet bewusst in einem Rahmen statt, den man in einem klassischen Konzerthaus eher nicht erwartet.
VON BACH UND BRAHMS BIS JAZZ, TANGO UND WORLD MUSIC
Auch musikalisch ist das Programm 2026 ausgesprochen breit aufgestellt. Zu erleben sind unter anderem das Signum Quartett, Quatuor Hermès, Iiro Rantala, Marialy Pacheco, David Helbock, Manu Delago, Thomas Enhco, Danae und Kiveli Dörken, Ana Carla Maza, Thomas Dunford, das Pacific Quintet, das Gershwin Piano Quartet und zahlreiche weitere Musikerinnen, Musiker und Ensembles.
Dabei begegnen einem bekannte Werke ebenso wie Programme, bei denen Genregrenzen bewusst keine große Rolle spielen. Auf dem Spielplan stehen etwa Musik von Bach, Beethoven, Brahms, Schumann, Ravel, Dvořák, Strawinsky und Ligeti. Dazu kommen Jazz, Tango, Weltmusik, Bodypercussion und freie Improvisation.
Am Freitag spielen beispielsweise Danae und Kiveli Dörken Strawinskys „Le Sacre du printemps“, Quatuor Hermès widmet sich Mozart und Brahms, Thomas Enhco trifft mit seinem Programm „Mozart Paradox“ auf die klassische Tradition und das Manu Delago Trio bringt einen deutlich anderen Klang ins Haus.
Am Samstag reicht das Spektrum von einer Hommage an Astor Piazzolla mit dem Nuevo Tango Quintet über Ana Carla Maza, Humanophones und Thomas Dunford bis zu Dvořák mit der BRSO Akademie.
Am Sonntag stehen unter anderem Quatuor Hermès, Ana Carla Maza, Thomas Dunford, das Pacific Quintet und Danae Dörken mit Pascal Schumacher auf dem Programm. Dazu kommen Formate mit Tanz, Gesang, Bodypercussion und experimenteller Musik.
DUFTKONZERTE, SING-ALONG UND MUSIK GANZ NAH
FRATOPIA lebt allerdings nicht nur von der Zahl der Konzerte. Interessant sind vor allem die unterschiedlichen Formen, in denen Musik präsentiert wird.
Bei den Duftkonzerten wird Musik mit einer weiteren Sinnesebene verbunden. Verschiedene Musiker und Ensembles tauchen während der fünf Festivaltage in diesem Format auf, darunter das Signum Quartett, Manu Delago, Thomas Enhco, Anna Khomichko, Quatuor Hermès und Clara Andrada & Friends.
Ein anderes Beispiel ist das „O Fortuna – Carmina Burana Sing Along“ am Donnerstag. Hier sitzt das Publikum nicht einfach still im Saal, sondern wird selbst Teil des musikalischen Geschehens. Das Format steht um 18 Uhr und noch einmal um 22 Uhr auf dem Programm.
Solche Wechsel zwischen Zuhören und Mitmachen, großen Namen und kleineren Entdeckungen, bekannten Werken und ungewöhnlichen Formaten sind der eigentliche Kern von FRATOPIA.
AUCH FÜR FAMILIEN
Bemerkenswert ist das umfangreiche Familienprogramm. Gerade am Nachmittag gibt es zahlreiche Angebote, die ausdrücklich für Kinder und Familien gedacht sind.
Am Mittwoch und Donnerstag sind unter anderem Die Schurken mit ihren „Schurkengeschichten“ zu erleben. Das Bridges Kammerorchester spielt mehrfach sein Familienprogramm „Supermusik“. Im Wintergarten können Kinder Instrumente basteln.
Von Freitag bis Sonntag übernimmt unter anderem Louie’s Cage Percussion mit „Boomtastic!“ einen Teil des Familienprogramms. Außerdem gibt es Pepe & Speedy mit „Achtung, fertig, los!“, das für Kinder ab drei Jahren empfohlen wird. Am Sonntag sind zudem die Humanophones mit einem Familienprogramm vertreten.
Hinzu kommen während des Festivals Angebote, die nicht an einen einzelnen Konzerttermin gebunden sind. Dazu gehören eine Leselounge, Kinderangebote und eine Rätselrallye durch die Alte Oper. Auch Gastronomie und Working Spaces stehen während des Festivals zur Verfügung.
Damit eignet sich FRATOPIA durchaus auch für einen ersten Besuch der Alten Oper mit Kindern. Man muss keinen langen Konzertabend durchhalten und kann sich gezielt einzelne Programme aussuchen.
EINFACH VORBEIKOMMEN
Eine der wichtigsten Besonderheiten von FRATOPIA ist der unkomplizierte Zugang. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Es gibt keine Eintrittskarten und keine vorherige Reservierung. Auch wer spontan am Opernplatz vorbeikommt, kann hineingehen und sich ein Programm zusammenstellen.
Allerdings gilt: Ist ein Saal voll, ist er voll. Gerade bei bekannten Künstlerinnen und Künstlern oder besonders auffälligen Formaten dürfte es sich deshalb lohnen, etwas früher am jeweiligen Spielort zu sein. Die Alte Oper weist ausdrücklich darauf hin, dass die Größe der einzelnen Räume die einzige Begrenzung für den Besuch darstellt.
DIGITALER FESTIVAL-NAVIGATOR
Bei rund 250 Einzelterminen verliert man auf Papier schnell den Überblick. Deshalb gibt es einen digitalen FRATOPIA-Navigator. Dort lassen sich die Veranstaltungen nach Tagen, Uhrzeiten, Künstlern und Formaten durchsuchen und zu einem persönlichen Festivalprogramm zusammenstellen. Die Alte Oper veröffentlicht zusätzlich für jeden der fünf Festivaltage eine eigene Programmübersicht.
Gerade für Besucher, die mehrere Konzerte hintereinander erleben möchten, ist der Navigator sinnvoll. Wer dagegen bewusst ohne großen Plan kommen möchte, kann FRATOPIA genauso nutzen: hingehen, durchs Haus laufen und sich überraschen lassen.
TIPP
FRATOPIA ist eine gute Gelegenheit, die Alte Oper einmal völlig anders kennenzulernen. Wer mit klassischer Musik bisher wenig anfangen konnte, kann sich ohne Ticket und ohne Verpflichtung einfach auf ein oder zwei kurze Konzerte einlassen. Wer regelmäßig Konzerte besucht, bekommt bekannte Werke in ungewöhnlichen Zusammenhängen zu hören.
Unser Tipp: Nicht nur ein bestimmtes Konzert auswählen. Etwas Zeit mitbringen und mindestens zwei oder drei unterschiedliche Räume und Formate ausprobieren. Gerade der Wechsel zwischen klassischer Kammermusik, Jazz, Weltmusik und den ungewöhnlicheren Festivalformaten macht den Reiz von FRATOPIA aus.
DIE WICHTIGSTEN INFOS
FRATOPIA – Festival der Entdeckungen
Wann:
Mittwoch, 23. September bis Sonntag, 27. September 2026
Beginn:
täglich ab 15 Uhr, Programm bis in den späten Abend
Wo:
Alte Oper Frankfurt
Opernplatz
60313 Frankfurt am Main
Eintritt:
frei
Tickets:
Es werden keine Tickets benötigt. Eine Anmeldung oder Reservierung ist nicht erforderlich. Der Einlass zu den einzelnen Veranstaltungen ist nur möglich, solange im jeweiligen Raum Plätze vorhanden sind.





