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Hier gibt’s „Saures“ – die geliebten Wasserhäuschen können auch cool.

27.02.2015 | 10:24 Uhr | Frankfurt
Hier gibt’s 'Saures' – die geliebten Wasserhäuschen können auch cool.
Hier gibt’s 'Saures' – die geliebten Wasserhäuschen können auch cool.
Hier gibt’s 'Saures' – die geliebten Wasserhäuschen können auch cool.

Schwarze Fliesen, glänzende Kaffeemaschine, Felldecken über den buntbemalten Holzbänken – das Ambiente in dem kleinen Lokal im Westend strahlt eine gelungene Mischung aus karibischer Entspanntheit und hipper Lässigkeit aus. Drei runde Tischen passen gerade mal hinein, Bar und Küche füllen den Rest des Raumes aus, an dessen Dasein als Wasserhäuschen nur noch wenig erinnert.

Das „Rootzs“ am Mitscherlich-Platz im Westen eröffnete Ende September letzten Jahres und signalisiert eine Tendenz, die einige Wasserhäuschen zu durchlaufen scheinen – neben dem üblichen Anlaufpunkt für Mittagsbiertrinker, Zeitschriften- und saure Süßigkeiten-Käufer, etablieren sich nicht nur im Westend, sondern prominent im Nordend am Matthias-Beltz-Platz, Orte für gemütliches Zusammenkommen, die doch eine ganz eigene Klientel ansprechen. Das Wasserhäuschen ist in Frankfurt heiß geliebt und weit mehr als „schnöder“ Kiosk –ursprünglich wollte die Stadt Frankfurt den Kauf von sauberem Sprudelwasser ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fördern.

Sauberes Sprudelwasser gehört auch immer noch zum Standardangebot des Wasserhäuschen „Gudes“ im Nordend; nur dudelt dort chillige Musik, die kleine Terrasse umringen Grünpflanzen und im Fenster steht vegane Limonade. Im Sommer verteilen sich die Gäste loungeartig über den gesamten Platz. Angesichts der derzeit noch seltenen Sonnenstrahlen sitzen mittags aber auch schon Gäste draußen. Davor sammeln sich - so wie es sich für einen Kiosk gehört, Anwohner wie sie im Nordend zu finden sind – hipp und cool. Man kennt sich offenbar aus der Nachbarschaft.

Auch im Westend mischen sich Stammgäste, die kurz zum Espresso trinken vorbeischauen mit Büroangestellten und Neulingen. Drei ältere Damen bestellen die Spezialität der Karte - gefüllte Ofenkartoffel. „Wir probieren zum ersten Mal, aber das ist doch toll!“ zeigt sich eine der Damen begeistert von dem Kartoffelkonzept „Kumpir“, das Mitbetreiber Suat Kayas neben Sandwiches, Quiches und Stullen anbietet. Bei Kumpir handelt es sich quasi um ein deutsch-türkisches Gemeinschaftsrezept, sage ich mal mit meinen eigenen Worten, und es ist ab 3,80€ zu haben. Die Terrasse wird von nächster Woche an geöffnet sein. Sechs Monate Umbauzeit war nötig, um den „Kartoffelkiosk“ mit „cooler Atmosphäre“ zu schaffen wie Kayas erzählt. Projekt gelungen finde ich, wobei das kleine Seitenfenster für den Straßenverkauf und die Glasbehälter mit den sauren Süßigkeiten charmante an das Wasserhäuschen erinnern.

Sabina Brauner ist auf twitter @WentoManderly und FB.

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