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11-11-11 – DVD

11-11-11 – DVD

USA 2011 - mit Timothy Gibbs, Michael Landes, Wendy Glen, Benjamin Cook, Lolo Herrero u.a

Filminfo

Originaltitel:11-11-11
Genre:Horror, Mystery, Thriller
Regie:Darren Lynn Bousman
Verkaufsstart:23.03.2012
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 93 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.40:1)
Extras:Audiokommentar, Behind the Scenes, Deleted Scenes, Trailer, Programmtipps
Regionalcode:2
Label:Ascot Elite Home Entertainment
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Amazon Link : 11-11-11 – DVD

Film: Nachdem seine Frau und sein Sohn bei einem von einem verrückten Fan gelegten Brand ums Leben gekommen sind, droht der Schriftsteller Joseph Crone (Timothy Gibbs) an diesem Verlust zu zerbrechen. Als er dann selber einen Autounfall hat, scheint sein Leben endgültig in Trümmern zu liegen. Zumal Joseph befürchten muss, dass er langsam aber sicher den Verstand verliert. Denn er fühlt sich vermehrt von der Zahl 11 verfolgt. Denn nicht nur, dass zuerst seine Mutter, dann seine Frau und sein Sohn an einem 11.11 gestorben sind, seinen Autounfall hatte er zudem um 11:11 Uhr. Kein Wunder, dass er sich von dem nahenden 11.11.2011 bedroht fühlt. Als ihn sein Bruder Samuel (Michael Landes) bittet, zu ihm nach Barcelona zu kommen, um ihrem sterbenden Vater in seinen letzten Stunden beizuwohnen, beginnen sich die merkwürdigen Ereignisse zu häufen. Samuel scheint direkt von dem, was am 11.11.11 zu geschehen droht, betroffen zu sein. Und so macht sich Joseph auf die Suche nach Hinweisen, um das Rätsel rechtzeitig zu lösen, wobei er sich stets ganz nach am rande des Wahnsinns bewegt... 

Mit "11-11-11" wollte sich Regisseur Darren Lynn Bousman nach seinen sehr blutigen "Saw"-Filmen und dem nicht weniger brutalen "Mother's Day" einmal an eher ruhigem Grusel versuchen, wobei er sich an seinen großen Vorbildern, den Polanski-Filmen "Rosemarys Baby" oder "Der Mieter" orientiert hat. Diesen Vorbildern kann er aber leider überhaupt nicht gerecht werden. Zwar erzeugt der mit einem Mini-Budget in Barcelona gedrehte Mysterythriller durch die stimmungsvollen Drehorte schon eine recht ordentliche Gruselatmosphäre. Und auch die Darsteller schlagen sich recht ordentlich. Der Film hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. 

Da wäre zu einen die Tatsache, dass das Drehbuch nicht wirklich viel hergibt. Die Geschichte hätte locker in 45 Minuten erzählt werden können und wäre in komprimierter Form wahrscheinlich wesentlich effektiver ausgefallen. Doch auch darüber könnte hinweg gesehen werden, wenn die Spannungsmomente überzeugen könnten. Doch leider haben besonders diese unter den vielen Problemen gelitten, mit denen sich Bousman bei dieser Produktion konfrontiert gesehen hat. Ob Kommunikationsprobleme mit der spanischen Crew besonders in Hinsicht des Aussehens der dämonischen Erscheinungen, das mangelnde Budget und der knappe Zeitplan haben deutliche Spuren hinterlassen. Gerade das Finale hat dadurch viel an Potential einbüßen müssen. 

Bei genaurem Hinsehen muss allerdings gesagt werden, dass Bousman in vielen Momenten das Beste aus dem gemacht hat, das ihm zur Verfügung stand. Er selber gibt im Audiokommentar zu, dass er, wenn er der Chance hätte, den Film noch einmal zu machen, Vieles anders machen würde, insgesamt aber stolz auf den Film ist. Genau das fasst es eigentlich ganz gut zusammen: für seine problematische Entstehungsgeschichte, zu der auch gehört, dass eine unfertige Fassung des Films im Netz die Runde machte und die Grundlage für viele vernichtende Kritiken bot, ist der Streifen eigentlich erstaunlich gut gelungen. Die meisten Zuschauer werden sich für die Hintergründe freilich wenig interessieren und werden daher nur die Schwächen sehen, was wirklich schade ist. Denn unter seiner etwas holprigen und bisweilen unfreiwillig komischen Oberfläche besitzt "11-11-11" ein Potential, dass unter anderen Umständen aus dieser eher faden Gruselmär einen richtig starken Schocker hätte machen können. 

Bild + Ton: Das Bild hat eine sehr atmosphärische Farbgebung zu bieten. Die Schwarzwerte sind mitunter etwas überzogen, wodurch in den dunkleren Szenen einige Details verloren gehen, obgleich die Schärfe auch in solchen Momenten an sich auf gutem Niveau liegt. Der Sound hat einige gute Soundeffekte zu bieten, bleibt aber dem Geschehen entsprechend ansonsten eher ruhig. Bei der DTS-Abmischung klingen die Dialoge ein wenig kräftiger, ansonsten liegen beide deutschen Tonspuren gleichermaßen auf gutem Niveau. 

Extras: Das Beste an der DVD ist nicht der Hauptfilm, sondern der Audiokommentar von Darren Lynn Bousman und seiner Frau Laura, die als Produzentin an dem Film beteiligt war. Gleich zu Beginn verrät Bousman, dass er lange gezögert hat, ob er diesen Kommentar überhaupt einsprechen soll. Gut, dass es sich dafür entschieden hat, denn so offen über eigene Fehlentscheidungen, Probleme beim Dreh, mit Kritikern, die sich eine unfertige Fassung des Films aus dem Netz gezogen haben, über durch das Marketing falsch geschürte Erwartungen bei den Fans und über seine eigenen Enttäuschungen hört man einen Filmemacher nur selten sprechen. Zudem ist es sehr interessant zu hören, was Bousman eigentlich als den großen Twist am Ende ansieht und warum er der Meinung ist, dass falsche Entscheidungen von ihm dazu geführt haben, dass die Zuschauer das nicht erkennen können. Leider gibt es zu dem recht leise abgemischten Kommentar keine Untertitel, weshalb nur Interessierte mit guten Englischkenntnisse in den Genuss dieses Kommentars kommen, der trotz einiger längerer Pausen sehr viel spannender ist, als der eigentliche Film. 

Sehr viel versöhnlicher gibt sich Bousman bei dem 24minütigen Blick hinter die Kulissen. Der sehenswerteste Teil hier ist die Geschichte des Hauses, in dem gedreht wurde und auf die Bousman auch schon im Kommentar zu sprechen gekommen ist. Dort hat er es eigentlich auf den Punkt gebracht: die wahre Geschichte des Hauses hätte eigentlich den sehr viel gruseligeren und spannenderen Stoff hergegeben. Und ganz gleich, ob das Ganze nun inszeniert ist, oder nicht, am Ende gibt es einen Moment, der einem wirklich einen kalten Schauer den Rücken hinunter jagt – und das hat man bei einem Making of eher selten. 

Abschließend gibt es noch einige geschnittene Szenen, sowie den Trailer zum Film und weitere Programmtipps des Anbieters. Gut! 

Fazit: "11-11-11" hätte ein sehr guter und atmosphärischer Horrorthriller werden können. Die stimmungsvollen Drehorte in Barcelona und die solide agierenden Darsteller zeugen von dem Potential, das hier aufgrund eines zu geringen Budgets, einigen Fehlentscheidungen des Regisseurs und anderen Produktionsproblemen nicht genutzt werden konnte. Am Ende ist der Film zwar längst nicht so schlecht, wie sein Ruf und bietet ein paar durchaus ordentliche Spannungsmomente. Doch geradem, da der Werbeslogan  "Vom Regisseur von SAW II - IV" etwas völlig anderes erwarten lässt, wird es der eher ruhige, unblutige Mystery-Thriller eher schwer haben, ein begeistertes Publikum zu finden. Wer sich aber gerne auf völlig unspektakuläre Art gruseln möchte, über einige Schwächen bei der Inszenierung hinweg sehen kann und sich auch an dem etwas enttäuschenden Finale nicht stört, der bekommt immerhin recht solide Mystery-Spannung geboten.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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