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Dezember 2018
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42

42

USA 2012 - mit Chadwick Boseman, Harrison Ford, Nicole Behare, Christopher Meloni, Andre Holland u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:42
Genre:Drama
Regie:Brian Helgeland
Kinostart:08.08.2013
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 128 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.warnerbros.de
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Sportfilme – insbesondere solche, die sich mit hierzulande eher unpopulären Sportarten wie Baseball oder Football beschäftigen – haben in Deutschland generell einen schweren Stand. Zu oft lassen sich die Zuschauer von der Sportthematik abschrecken, was insofern schade ist, als dass sich hinter der sportlichen Fassade oftmals interessante, schöne, bewegende, spannende oder amüsante Geschichten verstecken, denen so ein breites Publikum verwehrt bleibt. "42" ist ein solcher Fall. Während der Film, der in den USA sofort an die Spitze der Kinocharts schnellte, oberflächlich betrachtet eine Geschichte über Baseball erzählt, geht es in dem Drama um Sportlegende Jackie Robinson doch eigentlich um sehr viel mehr: um Rassismus, um die Überwindung von Vorurteilen und darum, wie auch ein einzelner Mensch sehr viel verändern kann.

Alles beginnt damit, dass Branch Rickey (Harrison Ford), Manager der Brooklyn Dogers, im Jahr 1945 beschließt, dass es Zeit wird, die Rassenschranken im amerikanischen Major League Baseball aufzubrechen. Er engagiert den jungen Spieler Jackie Robinson (Chadwick Boseman), der zunächst für die Montreal Royals spielen soll. Dort, in der Minor League, soll Robinson beweisen, dass er das Zeug für die Major League hat. Doch trifft Rickey mit seiner Einstellung schwarzen Spielern gegenüber bei Funktionären, Trainern und Spielern auf wenig Gegenliebe. Und so schlägt Jackie im eigenen Team, bei den gegnerischen Mannschaften, aber auch in Hotels, an Raststätten oder bei der Presse jede Menge Ablehnung, Hass und erniedrigende Häme entgegen. Nur schwer kann er sein aufbrausendes Temperament unter Kontrolle halten. Doch mit Hilfe seiner Frau Rachel  (Nicole Beharie) und dem unerschütterlichen Glauben, dem ihm Rickey entgegen bringt, schafft es Jackie Robinson, dem Rassismus zu trotzen und als Nummer "42" der Brooklyn Dodgers zur Legende zu werden…

Regisseur Brian Helgeland ("Ritter aus Leidenschaft") erzählt die Geschichte um die legendäre Nummer "42" auf mitreißende Art, wobei er nur gegen Ende ein wenig zu viel Pathos einsetzt. Ansonsten aber löst der Film ohne übertrieben kitschige Musik oder schwülstige Dialoge ganz große Emotionen aus. Das gelingt, da Helgeland sich auf einen recht kurzen, aber dennoch sehr intensiven Abschnitt im Leben von Jackie Robinson konzentriert hat, statt ein ausführliches Biopic zu inszenieren. Da sich Helgeland sicher war, der Größe und Bedeutung der Sportlegende ohnehin nicht gerecht werden könne, wollte er durch die Beschränkung der Geschichte auf die Anfänge seiner Karriere zumindest deutlich machen, welchen schweren Kampf Robinson durchstehen musste und wie er dadurch nicht nur sein Leben nachhaltig verändert hat.

Die Handlung des Films ist im Kern eine klassische Heldengeschichte, in der ein Mensch durch die Bewältigung scheinbar unüberwindbarer Widerstände weitreichende Veränderungen herbeiführt. Der dramaturgische Aufbau bietet daher an sich wenig Neues und könnte so leicht zu zäher Langeweile führen. Doch das weiß Helgeland sehr gut zu vermeiden. Trotz eines gewissen Wiedererkennungswertes bleibt sein Drama stets kraftvoll und einnehmend, was nicht nur daran liegt, dass dem Ganzen eine wahre Geschichte zugrunde liegt. Vielmehr gelingt es dem Regisseur, seine in den 1940er spielende Geschichte sehr aktuell wirken zu lassen und sie zu einem sehr universellen Plädoyer gegen Vorurteile, Hass und Kleingeistigkeit zu machen.

Getragen wird das Ganze von einem hervorragenden Darstellerensemble. Neben Chadwick Boseman, der wie viele seiner Schauspielerkollegen im Vorfeld ein hartes Baseballtraining absolvieren musste, begeistert besonders Harrison Ford als Baseball-Manager, der sich gegen die gesamte Liga stellt, um eine längst überfällige Veränderung zu erwirken. Die guten Darsteller, die stimmige Ausstattung und der tolle Soundtrack machen, gemeinsam mit dem guten Drehbuch, "42" zu einem tollen Drama, das mit ein wenig Humor das schwierige Thema weit genug auflockert, um den Zuschauern die Moral der Geschichte nicht zu aufdringlich um die Ohren zu hauen. Vielmehr steht der Unterhaltungswert hier ganz eindeutig im Vordergrund. Dass dabei auch noch eine gute und vor allem wichtige Geschichte erzählt wird, ist ein sehr angenehmer Nebeneffekt, der unterm Strich nur ein Fazit zulässt: absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "42 (USA 2012)"
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