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72 Stunden – The next three days

72 Stunden – The next three days

USA 2010 - mit Russel Crowe, Elizabeth Banks, Brian Dennehy, Olivia Wilde u.a

Filminfo

Originaltitel:The next three days
Genre:Thriller, Drama
Regie:Paul Haggis
Kinostart:20.01.2011
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 133 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.72stunden.kinowelt.de
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Paul Haggis gehört zu den angesehensten Autoren, die Hollywood derzeit zu bieten hat. Und auch für seine Regiearbeiten "L.A. Crash" und "Im Tal von Elah" hat er viel Lob und auch einige Preise einheimsen können. Umso verwunderlicher, dass sich Haggis für seinen neuesten Film "72 Stunden – The next three days" nicht an eine eigene Idee, sondern an das Remake eines französischen Thrillers gewagt hat.

Für den Englischprofessor John Brennan (Russel Crowe) bricht eine Welt zusammen, als seine Frau des Mordes an ihrer Chefin bezichtigt und zu jahrzehntelanger Haft verurteilt wird. Obwohl alle Indizien gegen Lara (Elizabeth Banks) sprechen, glaubt John fest an die Unschuld seiner Frau. Der Gedanke, dass der gemeinsame Sohn ohne seine Mutter und er ohne seine geliebte Frau weiter leben soll, bringt ihn auf eine gefährliche Idee: er will das schaffen, was den Anwälten nicht gelungen ist – seine Frau aus dem Gefängnis zu holen. Zur Not auch mit Waffengewalt. Und so entwickelt John den perfekten Ausbruchsplan. Doch als Lara in ein anderes Gefängnis verlegt werden soll, bleiben dem verzweifelten Ehemann und Vater nur noch 72 Stunden Zeit, um den Plan auch in die Tat umzusetzen…

"72 Stunden – The next three days" wird fast vollständig von seinem sehr guten Hauptdarsteller Russel Crowe getragen. Denn Nebenfiguren wird hier nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt, auch wenn diese mit Liam Neeson, Brian Dennehy oder Olivia Wilde ("TRON: Legacy") durchaus gut besetzt sind. Das von Haggis selbst verfasste Drehbuch konzentriert sich fast ausschließlich auf John, die Planung und Durchführung seiner Befreiungsaktion und auf das, was ihn antreibt. Dank der starken Leistung von Russel Crowe ist das eigentlich kein wirkliches Problem für den Film. Doch da hier weniger Thriller und mehr Charakterdrama geboten wird, droht das Ganze bei einer Laufzeit von über zwei Stunden den Zuschauer auf Dauer ein wenig zu ermüden.

Haggis hätte sich durchaus auch etwas mehr auf die Stärke seiner Nebenfiguren verlassen dürfen. Etwas mehr Leinwandpräsenz von Liam Neeson und Brian Dennehy hätte dem Werk sicherlich nicht geschadet. Doch auch als charakterorientierte One-Man-Show kann der Thriller mit einigen sehr starken Momenten überzeugen. Johns eher unbeholfene, aber von eisernem Willen angetriebenen Versuche, eine Waffe zu erstehen oder auch die Art und Weise, wie er stets versucht, seiner Frau, die sich mehr und mehr aufgibt, aufzubauen, gehören ohne Frage zu den stärksten Momenten des Films.

Auch wenn es sich bei "72 Stunden – The next three days" nur um ein Remake handelt, so ist es Paul Haggis doch sehr gut gelungen, dem Stoff seinen eigenen Stempel aufzudrücken und die inhaltliche Gewichtung ein wenig auf die Figur des John zu verlagern. Wer aufgrund des Trailers einen rasanten Thriller erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Wer aber eine spannende Geschichte sehen möchte, die von einem gut ausgearbeiteten Charakter getragen wird, der sollte sich dieses Werk nicht entgehen lassen. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "72 Stunden – The next three days (USA 2010)"
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