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A Nightmare on Elm Street

A Nightmare on Elm Street

USA 2010 - mit Jackie Earle Haley, Katie Cassidy, Kyle Gallner, Rooney Mara, Thomas Dekker ...

Filminfo

Originaltitel:A Nightmare on Elm Street
Genre:Horror
Regie:Samuel Bayer
Kinostart:20.05.2010
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 102 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.AnightmareOnElmstreet-derFilm.de
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Mit "Nightmare on Elm Street" und der Figur des Freddy Krueger schuf Regisseur Wes Craven 1984 nicht nur einen Klassiker des Horror-Genres, sondern auch eine Ikone der Popkultur der 80er und 90er Jahre. Nach sechs Fortsetzungen, einer TV-Serie und einem gemeinsamen Leinwandauftritt mit Slasher-Kumpel Jason Vorhees aus den "Freitag der 13." Filmen gehört das "Nightmare"-Franchise zu einer der erfolgreichsten Reihen des Sujets. Jetzt hat sich Produzent Michael Bay, der mit seiner Firma Platinum Dunes bereits Klassiker wie "Texas Chainsaw Massacre" oder "Freitag der 13." Erfolgreich neu inszeniert hat, zusammen mit dem Werbe- und Musikvideo-Regisseur Samuel Bayer, der hier sein Spielfilmdebüt gibt, daran gemacht, auch Wes Cravens Kultfilm ins neue Jahrtausend zu befördern.

Die Geschichte ist bis auf einige kleine Details nahezu identisch mit der des Originals von 1984: Nancy, Kris, Quentin, Jesse und Dean haben nicht nur gemeinsam, dass sie allesamt in der Elm Street leben. Die Teenager verbinden zudem grausame Alpträume, von denen sie Nacht für Nacht heimgesucht werden. Darin werden sie stets von einem unheimlichen Mann mit einem furchtbar entstellten Gesicht, einem Messerhandschuh und einem rot-grün gestreiften Pullover gejagt. Als einer der Freunde brutal ermordet wird, ist den überlebenden Teenagern der Elm Street klar: sie sind nur dann sicher, wenn sie wach bleiben. Und so gilt es nun, gegen die Müdigkeit zu kämpfen und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, weshalb gerade sie von dem Traummörder heimgesucht werden, von dem grausamen Freddy Krueger...

Die größte Veränderung gegenüber den bisherigen "Nightmare"-Filmen ist freilich, dass nicht mehr Robert Englund in der Rolle des Freddy Krueger zu sehen ist. Für Fans der Reihe eine absolute Hiobsbotschaft, ist doch die Figur Kruegers nahezu untrennbar mit dem Schauspieler verbunden. Doch Jackie Earle Haley, der zuletzt als Rorschach in "Watchmen – Die Wächter" begeistern konnte, meistert die schwierige Aufgabe, in Englunds Fußstapfen zu treten, durchaus bravourös – auch wenn sein etwas zu sehr um Authentizität bemühtes Verbrennungs-Make Up zu sehr auf Kosten des fantastischen Elements der Geschichte geht. Doch macht ein guter Hauptdarsteller den Film automatisch zu einem gelungenen Remake?

Ist ein Remake nicht eigentlich nur dann sinnvoll und auch als gelungen zu betrachten, wenn es einen bereits existierenden Stoff neu interpretiert, modernisiert und so etwas Eigenes daraus macht? Im Grunde versucht das Samuel Bayers "A Nightmare on Elm Street" schon, indem die bekannte Geschichte für Kenner des Originals erkennbar verändert worden ist. Doch leider ist dies nicht zum Positiven hin geschehen. Vielmehr begeht auch dieser Film, wie so viele zeitgenössische Horrorfilme, den Fehler, zu viel erklären zu wollen. Denn wenn er denn bis ins kleinste Detail erklärt wird, verschwindet jeder noch so gut etablierte Grusel fast vollständig. Zudem werden die mitunter schon recht ordentlichen Schockeffekte mit Holzhammer-Soundeffekten völlig verwässert. Subtiler Horror, der nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig sehr viel intensiver wirken kann, ist für die Macher des 2010er "Nightmare on Elm Street" offenbar ein Fremdwort.

Richtig ärgerlich wird es aber, wenn einige zu Kultmomenten gewordene Szenen aus dem Original 1:1 übernommen werden, allerdings offenbar nur, um den Fans von Wes Cravens Meisterwerk zu zeigen, dass auch die Macher des Remakes das Original kennen. Am deutlichsten ist das etwa bei der Szene, in der Nancy ihre tote Freundin in einem Leichensack auf dem Schulflur sieht. Im Original eine großartige und wirklich furchteinflößende Szene, hier nur ein fast schon peinlich wirkender und extrem billiger Schockeffekt.

Vom Original losgelöst hat diese Michael Bay Produktion zwar auch ihre Momente und stellt die eher jugendliche Zielgruppe, die das 1984er Original höchstens deshalb kennt, weil Johnny Depp hier seinen ersten Kinoauftritt hatte, mit Sicherheit im Großen und Ganzen zufrieden. Doch aus künstlerischer Sicht ist dieses rein kommerzielle und leider völlig unoriginelle (was von Wes Cravens Film eben nicht behauptet werden kann) Werk eine weitere große Enttäuschung im Horror-Genre dar.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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