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September 2018
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A War

A War

Dänemark 2015 - mit Pilou Asbæk, Tuva Novotny, Dar Salim, Søren Malling, Charlotte Munck u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Krigen
Genre:Drama
Regie:Tobias Lindholm
Kinostart:14.04.2016
Produktionsland:Dänemark 2015
Laufzeit:ca. 115 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.arthaus.de
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Während des ersten Auslandeinsatzes des dänischen Militärs in Afghanistan versucht Kommandant Claus Pedersen (Pilou Asbæk) alles, um seine Pflicht zu erfüllen und sich und seine Männer heil wieder nach Hause zu bekommen. Doch als seine Einheit eines Tages in einen Hinterhalt der Taliban gerät, muss Pedersen eine Entscheidung treffen, die weitreichende Konsequenzen haben wird. Zwar gelingt es ihm, seine Männer zu retten. Doch durch die Luftverstärkung, die er dafür angefordert hatte, sind zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen. Als er zurück in seine Heimat kommt, kann Pedersen sein Leben als dreifacher Familienvater an der Seite seiner Frau Maria (Tuva Novotny) nicht genießen, sondern muss sich einem zermürbenden Prozess stellen, der ihn für lange Zeit hinter Gitter bringen könnte…

Mit "A War" hat Tobias Lindholm ("Borgen", "R") ein stilles, aber intensives Drama über Krieg und dessen Folgen inszeniert. Die erste Hälfte des Films spielt vornehmlich in Afghanistan und ist relativ konventionell ausgefallen. Zwar verzichtet Lindholm fast vollständig auf Pathos und Klischees und zeigt die Soldaten nicht als coole, übermenschliche Kampfmaschinen, sondern als seelisch wie körperlich verletzbare Menschen. Dadurch wirken diese Szenen sehr mitreißend und authentisch. Trotzdem bekommt man hier eigentlich nicht wirklich etwas Neues geboten. Wirklich interessant wird der Film eigentlich erst nach der erzwungenen Rückkehr von Claus Pedersen in seine Heimat. Hier zeigt Lindholm sehr eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Soldaten, deren Familien und Außenstehende wie das Gericht, vor dem sich Pedersen verantworten muss, mit dem Krieg und seiner Verarbeitung umgehen.

Sehr positiv ist dabei zu werten, dass es Lindholm dem Zuschauer überlässt, ob man seine Entscheidung nachvollziehen kann oder ob man der Meinung ist, dass er dafür die Konsequenzen tragen und ins Gefängnis gehen sollte. Der Kommandant ist keine klare Heldenfigur, sondern ein ganz einfacher Mann, der unter enormen Druck eine fatale Entscheidung treffen musste. Genau das macht die Verhandlung, von der die zweite Filmhälfte dominiert wird, so packend und mitreißend, obwohl hier eigentlich nicht wirklich viel passiert.

Da Lindholm nicht versucht hat, einen Film über die Wahrheit des Krieges, sondern über die Menschen im Krieg zu erzählen, nehmen die schauspielerischen Leistungen eine ganz zentrale Rolle ein. Und hier liefert insbesondere Pilou Asbæk ("Borgen") ganz großes Kino ab. Aber auch Tuva Novotny ("Die Wahrheit über Männer") als Pedersens Frau Maria und Charlotte Munck als schonungslose Anklägerin Kajsa Danning machen aus "A War" ganz großes Schauspielerkino.

Der Film beweist eindrucksvoll, dass Zurückhaltung manchmal zu einem ganz besonders kraftvollen Ergebnis führen kann. Sicherlich, rein visuell ist "A War" nicht unbedingt ein Werk, das man auf der großen Leinwand gesehen haben muss. Doch auf dramaturgischer und schauspielerischer Ebene ist er sein Eintrittsgeld auf jeden Fall wert. Wer das dänische Kino schätzt und generell ein Faible für unaufgeregte, aber intensive Kriegsdramen hat, der sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen. Absolut sehenswert!

Quelle: www.arthaus.de

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Kino Trailer zum Film "A War (Dänemark 2015)"
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