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Dezember 2018
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A World Beyond

A World Beyond

USA 2015 - mit George Clooney, Britt Robertson, Hugh Laurie, Raffey Cassidy, Tim McGraw u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Tomorrowland
Genre:Abenteuer, Fantasy, Sci-Fi, Action
Regie:Brad Bird
Kinostart:21.05.2015
Produktionsland:USA 2015
Laufzeit:ca. 130 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.disney.de/a-world-beyond
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Schon immer hat Casey (Britt Robertson), die Tochter eines NASA-Ingenieurs, ein besonderes Talent für alle technische Dinge gezeigt. Und so setzt sie ihr Können auch ein, um den Abriss der Raketenbasis, an der ihr Vater (Tim McGraw) lange Zeit gearbeitet hat, zu manipulieren, in der Hoffnung, so den Job ihres Dads retten zu können. Dumm nur, dass sie dabei erwischt und von der Polizei in Gewahrsam genommen wird. Als sie ihr Vater aus dem Gefängnis abholt, befindet sich unter ihren Habseligkeiten auch ein merkwürdiger Anstecker, den Casey zuvor noch nie gesehen hat. Als sie den Pin berührt, findet sie sich plötzlich in einer futuristischen Welt wider, die verschwindet, sobald sie den Anstecker wieder loslässt. Doch gerade als sie glaubt, dass die Sache nicht noch verrückter werden könnte, wird sie von sehr menschlich aussehenden Robotern angegriffen, von einem kleinen Mädchen (Raffey Cassidy) gerettet und mit auf eine gefährliche Reise genommen. Die führt sie direkt zu dem desillusionierten Wissenschaftler Frank (George Clooney), den einzigen Menschen, der Casey an den Ort bringen kann, an dem das Mädchen die Welt vor dem sicheren Untergang bewahren kann: nach Tomorrowland!  

"A World Beyond" ist nach "Mission: Impossible – Phantom Protokoll" der zweite Realfilm von Oscar-Preisträger Brad Bird ("Ratatouille", "Die Unglaublichen"). Die fantastische Reise, auf die Bird seine Zuschauer in diesem unterhaltsamen Abenteuer mitnimmt, ist eine Mischung aus Mystery und Science Fiction, wobei gerade der Teil des Films, der in der "Zukunft" spielt, zunächst so anmutet, als würde Brad Bird hier eine weitere der derzeit so beliebten Dystopien für junge Zuschauer entwerfen. Doch obwohl es einige deutliche Parallelen zu "Panem" & Co. geben mag – eine jugendliche Heldin wird zur Hoffnungsträgerin für die Menschheit – erzählt "A World Beyond" eine ganz eigene Geschichte, die sich schon alleine dadurch von anderen Genrewerken unterscheidet, dass sie zum größten Teil in der Gegenwart spielt und neben viel Spannung auch jede Menge Humor zum Einsatz kommt.

Der kurze Besuch in Tomorrowland, auf den die Zuschauer den jungen Frank zu Beginn des Films begleiten dürfen, zeichnet das Bild einer klassischen Utopie von einer Welt ohne Kriege, in der die Menschen in perfekter Symbiose mit der Technik zu leben scheinen. Doch diese Zukunft ist durch das, was in unserer Gegenwart passiert in Gefahr. Kriege, Umweltkatastrophen, Korruption, Ausbeutung – all das könnte dazu führen, dass sich der Mensch selbst ausrottet. Warum ausgerechnet Casey das verhindern kann und warum der Mensch verlernt hat, für eine glückliche Zukunft zu kämpfen, das mag eine doch sehr plakative Wohlfühlbotschaft sein, die gerade im letzten Akt nicht gerade subtil vermittelt wird. Kein Wunder, ist "A World Beyond" doch unverkennbar eine Disney-Produktion. Doch wer jetzt befürchtet, dass hier jede Menge Kitsch und Pathos serviert werden, der kann sich freuen: Brad Bird hat es geschafft, seine "Kinder-sind-unsere-Zukunft"-Botschaft mit einer gehörigen Portion Ironie und jeder Menge guter Schauwerte in Szene zu setzen.

Dabei ist der Film nicht das ganz große Effekte-Feuerwerk, das der Trailer vielleicht vermuten lässt. Tomorrowland wird nur in etwa 30 Minuten der über zweistündigen Laufzeit besucht. Zwar gibt es auch in den Szenen, die in der Gegenwart spielen, jede Menge kleinere und größere Effekte, doch stehen diese nur selten so im Vordergrund, wie das in den ersten Minuten in der utopischen Version von Tomorrowland der Fall ist. Ausnahmen sind die actionreichen Szenen in einem Laden, der für alle Comic- und Star Wars-Fans das Paradies auf Erden darstellt und dessen Zerstörung im Laufe einer feurigen Auseinandersetzung so manchem Nerd die Tränen in die Augen treiben dürfte (wie dem Verfasser dieser Zeilen), sowie ein wilder Roboter-Kampf in Franks Behausung. Doch insgesamt hält sich Bird in Sachen CGI-Effekte soweit zurück, dass der Geschichte und ihren Figuren genügend Platz zur Entfaltung bleibt. Und davon profitiert der Film am Ende deutlich.

Die Darsteller werden dadurch nicht von den Effekten an die Wand gespielt und können sogar so etwas wie echte schauspielerische Leistungen bieten. Ganz besonders Hauptdarstellerin Britt Robertson, der stets verlässliche George Clooney und Neuentdeckung Raffey Cassidy hinterlassen einen durchweg positiven Eindruck. Besonders dann, wenn das Drehbuch seinen Augenmerk auf ironisch angehauchte Dialoge legt, macht es einfach Spaß, dem guten Ensemble zuzusehen.


Insgesamt ist "A World Beyond" nicht der beste Film von Brad Bird. Es fehlt dem Ganzen der letzte Kick, um aus der schönen Geschichte und der hervorragenden Inszenierung mehr zu machen, als "nur" sehr gute Unterhaltung für die ganze Familie (wobei die Altersfreigabe ab 12 durchaus ihre Berechtigung hat). Doch auch wenn der ganz große Wow-Effekt ausbleibt und das fantasievolle Abenteuer sicherlich nicht zu den größten Highlights des Kinojahres gehört, ist ein Kinobesuch trotzdem gerade für Freunde des amerikanischen Unterhaltungskinos der Marke Disney und für alle Fans der Filme von Brad Bird unterm Strich doch noch: Absolut sehenswert!!!  

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "A World Beyond (USA 2015)"
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