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Oktober 2019
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Aladdin

Aladdin

USA 2019 - mit Will Smith, Mena Massoud, Naomi Scott, Marwan Kenzari ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Aladdin
Genre:Abenteuer, Fantasy
Regie:Guy Ritchie
Kinostart:23.05.2019
Produktionsland:USA 2019
Laufzeit:ca. 128 Min
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:filme.disney.de
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Der junge Straßendieb Aladdin (Mena Massoud) führt ein einfaches, aber zufriedenes Leben auf den Straßen von Agrabah. Als er eines Tages die schöne Prinzessin Jasmin (Naomi Scott) trifft, ist es gleich um ihn geschehen. Der einfache Dieb hat sich in die Prinzessin verliebt. Eigentlich sollte er sich von ihr fernhalten, doch um ihr ein Armreif zurück zu geben, den sein Äffchen ihr gestohlen hat, schleicht er sich zu seiner Angebeteten in den Palast. Zu dumm, den dabei wird er von dem bösen Zauberer Dschafar (Marwan Kenzari) erwischt. Um dem sicheren Tod zu entgehen, muss Aladdin eine gefährliche Aufgabe übernehmen: Er soll aus seiner geheimnisvollen Höhle einen sagenumwobenen Schatz Bergen: Eine Wunderlampe! Ohne sich deren Macht bewusst zu sein, befreit er ungewollt den Flaschengeist Dschinni (Will Smith), der ihm drei Wünsche erfüllen wird. Alles scheint sich nun zum Guten zu wenden – bis ihm Dschafar auf die Schliche kommt… 

Disneys Animationsfilm "Aladdin" war 1992 ein riesiger Kinoerfolg. Das lag auch an der großartigen Synchronisation des Dschinni, für die im Original Robin Williams und in Deutschland sein großartiger Stammsprecher Peer Augustinski verantwortlich war. Die eingängigen Songs, die zeitlose Geschichte und die schönen Animationen haben zusätzlich zum Erfolg des Zeichentrickfilms beigetragen. Da Disney gerade gefühlt jedem Titel aus dem Mäuse-Katalog eine Frischzellenkur als "Realfilm" verpasst, war nun also auch "Aladdin" an der Reihe. Guy Ritchie, der schon "Sherlock Holmes" (zumindest finanziell) erfolgreich entstaubt hatte, wurde auf den Regiestuhl gesetzt, wohl in der Hoffnung, dem Ganzen etwas mehr Tempo zu verleihen. 

Allerdings stand der Film zunächst unter keinem guten Stern. Als der erste Trailer und damit auch der erste Blick auf Will Smith als Dschinni veröffentlicht wurden, waren die Reaktionen darauf fast durchweg negativ. Und so schien sich nach dem enttäuschenden Abschneiden der Realverfilmung von "Dumbo" ein weiterer finanzieller wie künstlerischer Misserfolg anzubahnen. Doch nun, da der fertige Film veröffentlicht wurde, kann gesagt sein: Für Disney ist der Wunsch nach einer weiteren erfolgreichen Realverfilmung wohl in Erfüllung gegangen. Schnell hat sich herumgesprochen, dass "Aladdin" bei weitem nicht so schlecht ist, wie es der Trailer vermuten ließ. 

Also, wirklich notwendig ist das Remake damit immer noch nicht. Es gibt einige Dinge, die sich berechtigt kritisieren lassen. Die Besetzung von Marwan Kenzari als Dschafar etwa ist absolut nicht überzeugend. Er wirkt viel zu jung und müht sich mit nur einem Gesichtsausdruck, der alles andere als furchteinflößend ist, durch den Film. Von einem mächtigen Zauberer hätte man doch eine stärkere Präsenz erwartet. Dann wäre da noch die komplett unnötige und viel zu alberne Figur des Prinz Anders, der aus dem Film gänzlich rausgeschnitten werden könnte, ohne dass es der Geschichte auch nur im mindesten schaden würde – ganz im Gegenteil! Ja, und dann ist da noch Will Smith. Er schafft es zwar sehr gut, die beliebte Figur zu seiner eigenen zu machen und so aus dem übergroßen Schatten von Robin Williams herauszutreten. Doch die Szenen, in denen er allzu offensichtlich komplett animiert ist, wirken wie schon im Trailer ein wenig befremdlich. 

Die bekannten Songs wurden ordentlich modernisiert – abgesehen vielleicht von einer einfallslosen Version von "A Friend like me", die Will Smith für den Abspann mit DJ Khaled aufgenommen hat. Warum muss der nur vor jedem Song so penetrant seinen Namen in die Gegend rufen? Na ja, wie dem auch sei, ansonsten hat die musikalische Frischzellenkur dem Film nicht geschadet. Die Ausstattung und die Effekte setzen vor allem auf bunte Farben und auf sonstige Wow-Effekte. Das wirkt alles etwas überzeichnet und damit auch sehr künstlich, was aber an vielen Stellen auch zur Geschichte passt. 

Alles in allem ist "Aladdin" ein unterhaltsamer Familienfilm geworden. Es gibt Aspekte, die sind – zumindest für Fans des Zeichentrickfilms oder Zuschauer, die älter als 10 Jahre sind – nicht ganz so gelungen. Aber ein ordentliches  Tempo, ein überzeugender Will Smith und die eingängigen Songs haben verhindert, dass die Enttäuschung, die der Trailer suggeriert hat, weitgehend ausgeblieben ist. Und dafür gibt es dann auch ein: Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Aladdin (USA 2019)"
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