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Mai 2018
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Alles Geld der Welt

Alles Geld der Welt

USA 2017 - mit Michelle Williams, Mark Wahlberg, Christopher Plummer, Romain Duris u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:All the Money in the world
Genre:Drama, Thriller
Regie:Ridley Scott
Kinostart:15.02.2018
Produktionsland:USA 2017
Laufzeit:ca. 133 Min
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.tobis.de
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1973: Schock für Gail Getty (Michelle Williams): Ihr 16jähriger Sohn Paul (Charlie Plummer) wurde in Rom entführt. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Paul ist schließlich der Enkel eines der reichsten Männer der Welt, dem milliardenschweren Öl-Magnaten J. Paul Getty (Christopher Plummer). Die 17 Millionen Dollar, die von den Entführern als Lösegeld verlangt werden, könnte Getty quasi als Portokosten absetzen. Doch der alte Mann denkt gar nicht daran, auch nur einen Cent zu bezahlen. Getty ist davon überzeugt, dass sein Geld nur Nachahmer anlocken würde – und das könnte bei 13 Enkeln verdammt teuer werden. Doch Gail will sich damit nicht abfinden. Sie kämpft verbissen um das Leben ihres Sohnes und erhält dabei Hilfe von Gettys Sicherheitsberater, dem ehemaligen CIA Agenten Fletcher Chase (Mark Wahlberg). Doch die Zeit wird immer knapper und J. Paul Getty scheint nicht von seiner Position abrücken zu wollen…

Es gibt für einen Filmemacher wohl kaum eine größere Katastrophe, als wenn die mühevolle Arbeit vieler talentierter Menschen kurz vor der Veröffentlichung durch einen Skandal um einen der Darsteller komplett in den Hintergrund gedrängt wird. Genau mit diesem Fiasko wurde Ridley Scott konfrontiert. Gerade als er "Alles Geld der Welt" fertiggestellt hatte, geriet der bereits für einen Oscar hochgehandelte Nebendarsteller Kevin Spacey in die allseits bekannten Schlagzeilen. Nun gab es für Scott eigentlich nur die Möglichkeit, die Veröffentlichung des Films zu verschieben oder an dem geplanten Veröffentlichungstermin festzuhalten, in der Hoffnung, dass die Qualität des Films den Skandal um Spacey überdecken würde. Da ihm bewusst war, dass dies wohl eher nicht der Fall sein würde, entschied er sich für eine dritte Option: Er schnitt Spacey komplett aus dem Film heraus und drehte alle seine Szenen noch einmal neu. Für Spacey sprang Oscar-Preisträger Christopher Plummer ein.

In gerade einmal 15 Tagen wurden nicht gerade wenige Szenen neu gedreht und anschließend in den Film integriert. Wäre das nicht derart publik gemacht worden, wäre es dem fertigen Werk gar nicht anzumerken. Und genau das muss sowohl von Scott, als auch von einem hervorragenden Christopher Plummer wie auch dem Rest des Teams als Meisterleistung gewürdigt werden. Natürlich wird "Alles Geld der Welt" trotzdem immer der Film bleiben, aus dem Kevin Spacey herausgeschnitten wurde. Aber durch die Nachdrehs hat es Ridley geschafft, dass sich die Zuschauer zumindest während des Films voll und ganz auf die Geschichte und die tollen Leistungen der Darsteller konzentrieren kann. Zudem musste Plummer im Gegensatz zu Spacey nicht unter einem aufwändigen Make-Up versteckt werden, wovon die Szenen mit dem eiskalt berechnenden Milliardär ebenfalls profitieren können.

Scotts Rekonstruktion eines der aufsehenerregendsten Fälle der Kriminalgeschichte ist handwerklich wirklich großartig. Look und Ausstattung fangen die frühen 1970er perfekt ein. Und obwohl es nicht langer Recherche bedarf, um herauszufinden, wie die Entführung ausgegangen ist – wenn man es ohnehin nicht schon weiß -, gelingt es Scotts Inszenierung, eine atmosphärische Spannung aufzubauen, die zum Finale hin eine unerwartete Intensität verliehen bekommt. Davon abgesehen ist es einfach ein Vergnügen, Michelle Williams, Christopher Plummer und auch Mark Wahlberg bei ihrem sehr guten Spiel zuzusehen.

Abgesehen von ein paar kleinen Längen ist "Alles Geld der Welt" ein packender Entführungsthriller und ein bissig-zynisches Drama, bei dem die Grenzen zwischen Gut und Böse, zwischen Tätern und Opfern zunehmend verschwimmen. Ein sehr guter Film, der Aufmerksamkeit für seine Qualität und nicht aufgrund irgendwelcher Skandale verdient hat. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Alles Geld der Welt (USA 2017)"
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