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Am Anfang war das Licht

Am Anfang war das Licht

Österreich 2009 - mit Zinaida Baranova, Dr. Jakob Bösch, Dr. Rüdiger Dahlke ...

Filminfo

Genre:Dokumentarfilm
Regie:P. A. Straubinger
Kinostart:28.10.2010
Produktionsland:Österreich 2009
Webseite:www.movienetfilm.de
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Wenn Sie glauben, dass Sie ungewöhnliche Ernährungsgewohnheiten haben, dann werden Sie von den Protagonisten der Dokumentation "Am Anfang war das Licht" eines Besseren belehrt. Denn in der Dokumentation, die Regisseur P.A. Straubinger in fünfjähriger Produktionszeit in acht Ländern gedreht hat, werden Menschen vorgestellt, die behaupten, sich nicht von herkömmlichen Nahrungsmitteln, sondern einfach von Licht ernähren.

Unglaublich? Sicherlich. Doch die Dokumentation lässt nicht nur Zweifler zu Wort kommen, sondern auch die Menschen, die von sich behaupten, "Lichtesser" zu sein. Da ist etwa die russische Pensionistin Zinaida Baranova, die laut eigenen Angaben seit nunmehr zehn Jahren weder Nahrung noch Flüssigkeiten zu sich nimmt. Oder Prahlad Jani, auch Mataji genannt, ein über 80 Jahre alter Inder, der seit einer Erscheinung von drei Göttinnen im Alter von 7 Jahren nur von Lichtnahrung lebt. Eine unglaubliche Behauptung, die im Jahr 2003 durch eine intensive Untersuchung zu widerlegt versucht wurde – ohne Erfolg. Und schließlich ist da auch Ellen Greve, die sich nur noch Jasmuheen nennt, und nur ab und zu ein Stückchen Schokolade zu sich nimmt, um den wunderbaren Geschmack nicht zu vergessen, ansonsten aber nur von "Prana" oder Lichtnahrung lebt.

Ob man den Behauptungen dieser Menschen nun glaubt, ob man die hier gezeigten und besprochenen Untersuchungen für authentisch hält oder ob man eher den Wissenschaftlern glaubt, die das Ganze für völlig unmöglich halten, bleibt jedem Zuschauer selbst überlassen. Straubinger vermeidet es geschickt, allzu wertend die Argumente der einen oder der anderen Seite zu präsentieren. Was er aber erreicht, ist, dass er Denkprozesse in Bewegung setzt. Denkprozesse, die den Zuschauer dazu bewegen, allzu festgefahrene Meinungen und Weltanschauungen zu hinterfragen. Denn selbst, wenn es die sogenannte Lichtnahrung nicht geben sollte, dann bewirkt die Spiritualität, der sich diese Menschen verschrieben haben, doch immerhin etwas, was sich der gesunde Menschenverstand nicht erklären kann.

Der Film zeigt, wie wichtig es sein kann, seinen Geist zu erweitern und offen für Neues zu sein. Ganz gleich, ob man ein spirituell veranlagter Mensch ist, oder nicht. Denn das Leben hat gerade neben den eingefahrenen Wegen allerhand Wunder zu bieten, die es zu entdecken lohnt. Zugegeben, manche dieser Wunder klingen wie ausgemachter Blödsinn – und vielleicht sind sie es auch. Aber den Geist von den Fesseln, die wir uns selbst auferlegen, zu befreien, kann auch für die kleinen Wunder im Alltag eine ganz intensive Wirkung haben. Daher gilt: ganz gleich, ob Sie an Dinge wie Lichtnahrung glauben, oder nicht – diese Dokumentation ist für Jeden sehenswert, der bereit ist, im Leben auch mal um die Ecke zu schauen. Dass die Inszenierung bisweilen etwas trocken und sperrig daher kommt, schlägt zwar ein wenig negativ zu Buche. Interessant ist das Ganze aber dennoch geworden. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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