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Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt

Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt

USA 2012 - mit Steve Carell, Keira Knightley, Connie Britton, Adam Brody, William Peterson u.a

Filminfo

Originaltitel:Seeking a friend for the end of the world
Genre:Tragikomödie, Komödie, Drama
Regie:Lorene Scafaria
Kinostart:20.09.2012
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 101 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:movies.universal-pictures-internatio
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Es ist fünf Minuten vor Zwölf. Das Ende der Welt ist unaufhaltsam. Ein Asteroid von über 100 Kilometern Durchmesser rast auf den Planeten zu und auch der letzte Versuch, ihn zu zerstören oder von seiner todbringenden Laufbahn abzubringen, ist gescheitert. Der Menschheit bleibt nur noch wenige Tage, dann werden sie und ihr gesamter Lebensraum für immer zerstört. Für den Versicherungsvertreter Dodge (Steve Carell) beginnt das Ende schon mit dieser Nachricht, die seine Frau dazu nutzt, um ohne ein weiteres Wort das Weite zu suchen. Nun steht er ganz alleine der Apokalypse gegenüber und sinniert über sein Leben, über verpasste Chancen und verschwendete Jahre. Da kommt ihm ein Brief, den seine chaotische Nachbarin Penny (Keira Knightley) schon seit Wochen in ihrer Wohnung liegen hat, gerade recht. Der Brief stammt von seiner High-School-Freundin Olivia, der Liebe seines Lebens. Wie es aussieht, hat Dodge die Chance, zumindest die letzten Tage seines Lebens glücklich mit einem Menschen, den er liebt, zu verbringen. Um zu Olivia zu kommen, überredet er Penny dazu, ihn mit ihrem Auto dorthin zu fahren. Im Gegenzug dazu würde er dafür sorgen, dass sie zu ihrer Familie nach England kommt. Und so begibt sich das ungleiche Paar auf einen ganz besonderen Roadtrip, der ihnen im Angesicht des drohenden Endes ganz neue Seiten des Lebens, der Freundschaft und der Liebe offenbart…

Mit ihrem Regiedebüt "Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt" liefert die Drehbuchautorin Lorene Scafaria ("Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht") einen äußerst unterhaltsamen, aber auch bewegenden Blick auf das Ende der Welt. Dabei verzichtet sie vollständig auf die bekannten Katastrophenszenarien und offenbart stattdessen einen sehr viel intimeren Blick auf ein globales Ereignis. Das hat zwar schon Lars von Trier in "Melacholia" getan, doch war dort die Bedrohung allgegenwärtig spürbar und durch den immer größer werdenden Planeten auch sichtbar. Bei Scafaria herrscht zwar auch eine gewisse Endzeitstimmung, doch ist diese weder so depressiv, wie das bei Lars von Trier der Fall war, noch ist sie irgendwie greifbar. Der Asteroid ist nur in Nachrichtensendungen sichtbar, ansonsten agieren die Protagonisten in einer an sich ganz normalen Welt, in der nur die Menschen ein völlig abnormales Verhalten an den Tag legen.

Das Problem, mit dem der Film zu kämpfen hat, ist die Tatsache, dass Scafaria zu Beginn des Films mehr auf skurrilen Witz setzt und den Zuschauer auf bisweilen recht makabre Weise zum Lachen bringt. Der Auftritt von "CSI"-Veteran William Petersen etwa ist einfach großartig und am Ende auf eine sehr schwarzhumorige Art wirklich umwerfend komisch. Auch wenn Diane (Connie Britton), eine Freundin von Dodges Frau, versucht, den Endzeit-Single auf einer Party zunächst mit der etwas überdrehten Karen (Melanie Lynskey, "Two and a half men"), die angesichts des Endes der Welt zur Party einfach mal alle schönen Sachen , die sie noch im Schrank hat, auf einmal trägt, verkuppeln will, nur um sich dann selber an ihn heran zu machen, sorgt das auf ganz eigene Art für richtig komische Momente.

Ganz besonders die erste Filmhälfte ist angefüllt mit schräger Komik und originellem Humor der etwas morbideren Art. Doch je näher es zum tatsächlichen Ende kommt, desto melancholischer und gefühlvoller wird das Ganze. Und am Ende könnten dann sogar bei dem ein oder anderen Zuschauer ein paar Tränen der Rührung fließen – je nachdem, wie zugänglich man für Emotionen dieser Art ist (bei mir hat es funktioniert!). Und mit dieser Diskrepanz zwischen Humor und Drama, zwischen bitterem Witz und leichtem Kitsch, können sich Viele einfach nicht anfreunden.

Wem es gelingt, der wird mit einer ganz besonderen Tragikomödie belohnt, die wieder einmal beweist, dass Steve Carell dann am besten ist, wenn er sehr zurückhaltend agiert und dass Keira Knightley als völlig durchgeknallter Freigeist nicht, wie man am Anfang noch befürchten muss, überdreht nervig daher kommt, sondern extrem charmant ist. Ein sehr schöner Film, der zeigt, dass man nur dann Angst vor dem Ende der Welt haben muss, wenn man ihm alleine entgegen sehen muss. Aber das ist ja eigentlich allgemein gültig. Drum brauchen Sie nicht auf die Apokalypse zu warten, suchen Sie sich doch einfach schon einen Freund für den nächsten Kinobesuch! Sehenswert!!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt (USA 2012)"
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