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Dezember 2018
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Axolotl Overkill

Axolotl Overkill

Deutschland 2016 - mit Jasna Fritzi Bauer, Arly Jover, Mavie Hörbiger, Laura Tonke u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Drama
Regie:Helene Hegemann
Kinostart:29.06.2017
Produktionsland:Deutschland 2016
Laufzeit:ca. 93 Min
FSK:ab 12 Jahren
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Mifti (Jasna Fritzi Bauer) ist 16, lebt aber wahrlich kein gewöhnliches Teenagerleben. Seit dem Tod ihrer Mutter wohnt sie mit ihren Halbgeschwistern Anika (Laura Tonke) und Edmond (Julius Feldmeier) in einer Berliner WG. Zur Schule geht sie nur selten und meist enden diese Besuche im Rektorzimmer. Viel lieber verbringt sie ihre Zeit bei der Mittvierzigerin Alice (Arly Jover), mit der sie seit einiger Zeit eine wilde Affäre hat. Oder sie zieht mit ihrer neuen Freundin, der Schauspielerin Ophelia (Mavie Hörbiger) durch das nächtliche Berlin und erlebt wilde Nächte im Drogenrausch. Mifti ist wild, wütend, traurig, verliebt. Wie wird das erst sein, wenn sie erwachsen wird? 

Mit dem Roman "Axolotl Roadkill" hat die damals 17jährige Helene Hegemann 2010 einen echten Sensationserfolg abgeliefert. Es mag dahingestellt sein, ob sie vom Feuilleton besonders aufgrund ihres Alters oder wirklich wegen der literarischen Qualität ihres Buches gefeiert wurde. Der Erfolg kann ihr trotz Plagiatsvorwürfen nicht abgesprochen werden. Nun hat Hegemann ihren Roman selbst verfilmt. Daraus ist nach ihren eigenen Worten etwas ganz Eigenes entstanden, weshalb sie auch den Titel leicht in "Axolotl Overkill" abgeändert hat.

Das Ergebnis ist keine stringent erzählte Geschichte, sondern eher eine Ansammlung von Ideen. Schauspielerisch ist das Ganze absolut überzeugend. Jasna Fritzi Bauer scheint zwar auf Rollen wie diese abonniert zu sein. Doch solange sie so überzeugend und stark spielt, ist es nicht weiter schlimm, dass sie vornehmlich für solche Figuren engagiert wird. Auch die visuelle Umsetzung hat einige wirklich einnehmende Aspekte zu bieten. Ansonsten aber ist "Axolotl Overkill" ein Film, an dem sich die Geister scheiden werden – wie das auch schon beim Buch der Fall war. Während gerade viele Kritiker das Werk feiern, wird es doch Viele geben, die sich mit der mitunter sehr bemüht wirkenden Inszenierung und den nicht gerade sympathischen Figuren werden anfreunden können.

Denn so hübsch auch einige Momente anzusehen sind, so machen sie doch im dramaturgischen Kontext wenig Sinn. Natürlich kann man da eine Menge hineininterpretieren, was dann auch vielleicht einen Sinn ergeben könnte. Aber strenggenommen gehören doch viele Szenen zur Kategorie "Ist das Kunst, oder kann das weg". Und nicht selten wird das Fazit lauten: Das kann weg! "Axolotl Overkill" ist ein sehr sperriger, anstrengender und mitunter auch frustrierender Film, bei dem sich die Regisseurin mit ihren künstlerischen Ambitionen immer wieder selbst im Weg steht. Das mag für einige Zuschauer und besonders für Helene Hegemann selbst gut funktionieren. Doch gerade angesichts der ungeheuren Lobeshymnen, die auf das Buch gesungen wurden, ist diese bunte Szenencollage doch eher eine Enttäuschung. Daher gilt: Nur für solche Zuschauer, die das Buch wirklich gerne mochten und die herausforderndes Arthauskino, bei dem dramaturgische Stringenz eine untergeordnete Rolle spielt, schätzen, durchaus noch sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Axolotl Overkill (Deutschland 2016)"
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