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Baikonur

Baikonur

Deutschland/Russland/Kasachstan 2010 - mit Alexander Asochakov, Marie de Villepin, Sitora Farmonova ...

Filminfo

Genre:Komödie, Drama, Romantik
Regie:Veit Helmer
Kinostart:01.09.2011
Produktionsland:Deutschland/Russland/Kasachstan 2010
Laufzeit:ca. 94 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.baikonur.x-verleih.de
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Die Bewohner eines kleinen Dorfes inmitten der kasachischen Steppe nahe der Raumstation Baikonur leben von dem, was in schöner Regelmäßigkeit vom Himmel fällt. Denn der Weltraumschrott lässt sich leicht zu Geld machen oder gegen andere Waren tauschen. Der junge Iskander (Alexander Asochakov), genannt Gagarin, der die meiste Zeit mit seinem Funkgerät verbringt, träumt davon, eines Tages selbst von Baikonur aus ins All fliegen zu dürfen. Als er im Fernsehen sieht, wie die französische Weltraumtouristin Julie Mahé (Marie de Villepin) ihre Reise ins All antritt, kann sich der junge Mann kaum ihrer Faszination entziehen. Als Julie mit ihrer Raumkapsel über der Wüste abstürzt, ist es ausgerechnet Iskander, der sie findet. Und getreu dem Motto "Was vom Himmel fällt, darf man behalten", denkt auch Iskander nicht daran, seinen schönen Fund wieder herzugeben. Julie, die sich nach dem Absturz an Nichts mehr erinnern kann, erzählt er kurzerhand, sie sei seine Verlobte. Diese junge Liebe freut allerdings nicht Alle. Besonders Nazira (Sitora Farmobova), die schon länger heimlich in Iskander verliebt ist, freut sich so gar nicht über die neue Nachbarin. Als Julie vom Suchtrupp aus Baikonur gefunden wird und die romantische Lüge aufzufliegen droht, nehmen die Ereignisse eine überraschende Wendung...

Mit "Baikonur" bleibt Regisseur Veit Helmer ("Absurdistan") seinem sehr getragenen Erzählstil treu. Ohne viele Worte erzählt er eine märchenhafte Liebesgeschichte, die in erster Linie von den faszinierend schönen Bildern lebt, die Helmer und sein Team an Originalschauplätzen eingefangen haben. Das Besondere daran ist, dass es Helmer gelungen ist, als erster Spielfilmregisseur überhaupt in Baikonur drehen durfte. Die Stadt der sowjetisch-russische Raumfahrt verfügt über eine nicht zu leugnende Faszination und der starke Kontrast zwischen dem von moderner Raumfahrttechnik bestimmten Treiben in Baikonur und dem einfachen Leben in der kasachischen Steppe verleiht dem Geschehen einen gewissen Reiz.

Die Geschichte selbst ist liebenswert und gefällt durch einen dezenten, angenehm skurrilen Humor. Die Darsteller sind allesamt glaubhaft und authentisch, wobei die beiden Hauptdarstellerinnen durch ihre nicht ganz alltägliche Schönheit ein wenig aus dem Rahmen fallen. Womit "Baikonur" trotz der einnehmenden Bildsprache und der an sich netten Geschichte zu kämpfen hat, ist die etwas sperrige Inszenierung. Die extrem langsame Erzählweise und die mitunter etwas aufgesetzt wirkenden Charaktere sorgen gerade im ersten Filmdrittel für gepflegte Langeweile.

Sicherlich, "Baikonur" ist ein netter Film und alleine die visuelle Umsetzung zeugt von Helmers handwerklichem Können. Doch schöne Bilder reichen eben alleine nicht aus, um einen Kinobesuch zu rechtfertigen. Daher gilt: die Bilder gehören ins Kino, die Geschichte nur ins Fernsehen. Selbst für Arthaus-Liebhaber ist "Baikonur" daher nur bedingt empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Baikonur (Deutschland/Russland/Kasachstan 2010)"
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