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Mai 2018
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Barfuss in Paris

Barfuss in Paris

Frankreich 2016 - mit Fiona Gordon, Dominique Abel, Emmanuelle Riva, Pierre Richard u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Paris Pieds nus
Genre:Komödie
Regie:Fiona Gordon, Dominique Abel
Kinostart:07.09.2017
Produktionsland:Frankreich 2016
Laufzeit:ca. 83 Min
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:http://www.barfuss-in-paris.de/
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Jahrzehnte schon hat Fiona (Fiona Gordon), Bibliothekarin aus einem kleinen Städtchen in Kanada, ihre Tante Martha (Emmanuelle Riva) nicht mehr gesehen, seitdem diese nach Paris ausgewandert ist. Doch als sie einen Brief von Martha erhält, macht sie sich auf den Weg nach Frankreich, nur um feststellen zu müssen, dass ihre Tante verschwunden ist. Nun beginnt für Fiona eine verrückte Suche quer durch Paris, bei der sie zunächst ihre ganze Habe verliert, bevor sie den Obdachlosen Dom (Dominique Abel) trifft. Und damit beginnt für sie eine verwirrende, verrückte, aber auch verführerisch sinnliche Zeit in der Stadt der Liebe…

Fiona Gordon und Dominique Abel, die zusammen mit Bruno Remy bereits die Filme "Iceberg", "Rumba" und "Die Fee" gemeinsam vor und hinter der Kamera inszeniert haben, vermischen auch in "Barfuss in Paris" wieder auf wunderbare Weise den wortkargen Humor eines Jacques Tati mit beinahe schon avantgardistischen Tanzchoreographien, an denen Pina Bausch ihre helle Freude gehabt hätte. Physische Komik mit offensichtlichen Anleihen bei großen Meistern der Vergangenheit wird mit ganz eigenen, sehr modernen Ideen zu einer wunderbar bunten Burleske vermischt, die mit liebevoll unperfekten, aber verspielt fantasievollen Effekten angereichert ist.

Die charmante Naivität, die hemmungslose Lust am Ausprobieren und die herrlich abstruse Komik machen diesen Film zu einem ganz besonderen Seherlebnis. Zugegeben, so ganz will der eigenwillige Stil des Duos nicht ganz über 90 Minuten lang funktionieren. Einige Aspekte wirken doch nach einer gewissen Zeit etwas überstrapaziert. Doch irgendwie fällt es schwer, dem Film das übel zu nehmen, da er ganz offensichtlich nur ein Ziel verfolgt: die Zuschauer glücklich zu machen.

Und das gelingt auch dadurch, dass hier gerade das Unperfekte regelrecht zelebriert wird. Denn nicht nur die Effekte sind bewusst unperfekt umgesetzt. Auch die Figuren der Geschichte sind äußerlich nicht besonders schön und weisen eine gewisse soziale Inkompetenz auf. Doch strahlen sie alle, wie auch die Geschichte, eine derart große Unbeschwertheit und Lebensfreude aus, dass dies nur als schön bezeichnet werden kann. Sicherlich ist "Barfuß in Paris" kein Film für ein breites Mainstreampublikum. Auf die sehr spezielle Art, mit der Gordon und Abel ihre Geschichte erzählen, muss man sich einlassen können, um dem Zauber des Films erliegen zu können. Wem dies aber gelingt, der wird mit einem bezaubernden Kinomärchen und einer wunderbar verspielten, sehr witzigen Inszenierung belohnt. Und dafür gibt es ganz klar ein: Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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