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Beilight – Biss zum Abendbrot

Beilight – Biss zum Abendbrot

USA 2010 - mit Jenn Proske, Matt Lanter, Chris Riggi ...

Filminfo

Originaltitel:Vampires suck
Genre:Komödie
Regie:Jason Friedberg, Aaron Seltzer
Kinostart:09.09.2010
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 88 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.beilight-biss-zum-abendbrot.de
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Es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bevor das zur Zeit enorm erfolgreiche – und besonders lukrative – Vampirgenre, und ganz speziell die "Twilight"-Reihe, zur Zielscheibe einer Filmparodie werden würde. Dass sich ausgerechnet Jason Friedberg und Aaron Seltzer, auf deren Konto so grauenhafte wie unlustige Parodien wie "Meine Frau, die Spartaner und ich" oder das "Date Movie" gehen, den Blutsaugern angenommen haben, verheißt an sich nichts Gutes.

Die "Story" der Parodie orientiert sich lose an der Handlung der ersten beiden "Twilight"-Filme: Becca (Jenn Proske) kommt aus der Großstadt in das kleine Örtchen Sporks, wo die Einzelgängerin von nun an bei ihrem Vater Frank (Diedrich Bader), dem hiesigen Sheriff, lebt. Gleich an ihrem ersten Schultag verguckt sich Becca in den geheimnisvollen Edward Sullen (Matt Lanter), nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Edward ein Vampir ist. Das macht es ihm nahezu unmöglich, Beccas von Teenager-Hormonen in Wallung gebrachte Bedürfnisse zu befriedigen, muss er doch befürchten, dass er dabei die Kontrolle über seinen Blutdurst verliert. Mordlüsterne Vampire, die Sporks heimsuchen, und Edwards Nebenbuhler, der Wer"wolf" Jacob White (Chris Riggi) machen die Romanze zwischen Becca und Edward zusätzlich kompliziert, bis es beim Abschlußball zum großen Showdown kommt…

"Beilight – Biss zum Abendbrot" ist zwar um Einiges besser, als sein Vorgänger "Meine Frau, die Spartaner und ich", doch ist auch hier noch das Verhältnis zwischen gelungenen Gags und humoristischen Rohrkrepierern arg unausgewogen. Auf jeden guten Lacher folgen mindestens zwei Momente schrecklichen Fremdschämens. Viele an sich lustige Szenen werden dadurch in den Sand gesetzt, dass sie unnötig in die Länge gezogen und damit all ihrer Komik beraubt werden.

Womit "Beilight – Biss zum Abendbrot" wirklich punkten kann, ist die Besetzung, die wirklich gut ausgewählt ist. Besonders Jenn Proske schafft es erstklassig, die Manierismen von Kristen Steward zu kopieren und auf komische Art zu überzeichnen. Indem sie ihre Rolle recht ernsthaft anlegt, wird das Ganze um so komischer. Wenn sich Becca etwa nach der Trennung von Edward auf den Waldboden wirft und "leidet", dann ist das nicht weniger komisch, als Bellas unsägliches Leid in "New Moon" – nur eben völlig beabsichtigt.

Jason Friedberg und Aaron Seltzer erweisen sich auch hier nicht wirklich als gute Regisseure. In vielen Momenten fragt man sich wehmütig, wie diese Parodie in den Händen eines fähigen Filmemachers wohl ausgesehen hätte. Die wenigen wirklich guten Lacher, die "Beilight" zu bieten hat, zeigen zumindest, wie viel komisches Potential der ganze Vampir-Hype zu bieten hat. Schade, dass dieses Potential nur oberflächlich angekratzt worden ist. Immerhin bleibt am Ende eine Erkenntnis: das Ergebnis hätte noch deutlich schlechter ausfallen können. Daher gilt: wem Edward und Bella auf die Nerven gehen und wer über die früheren Filme des (Alp-)Traum-Gespanns Friedberg und Seltzer hat lachen können, der kann sich diese insgesamt recht blutleere "Twilight"-Parodie durchaus zu Gemüte führen.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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