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Benedetta

Benedetta

Frankreich 2021 - mit Virginie Efira, Daphné Patakia, Charlotte Rampling, Lambert Wilson, Olivier Rabourdin ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Benedetta
Genre:Drama
Regie:Paul Verhoeven
Kinostart:02.12.2021
Produktionsland:Frankreich 2021
Laufzeit:ca. 131 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.capelight.de/
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Ist es ein Zeichen Gottes? Im Kloster von Pescia erscheinen im Italien des 17. Jahrhunderts die Wundmale Christi am Körper der Novizin Benedetta Carlini (Virginie Efira). Zunächst zweifeln die Oberhäupter der katholischen Kirche daran, dass die Male echt sind. Doch der Aufstieg Benedettas zur Äbtissin ist nicht mehr aufzuhalten. Für sie ist das der perfekte Weg, um ihr heimliches Doppelleben in ihrer Ordensgemeinschaft weiterführen zu können. Denn Benedetta hat eine leidenschaftliche Affäre mit der Nonnenschülerin Bartolomea (Daphné Patakia). Sollte das herauskommen, hätte das für beide Frauen schlimme Konsequenzen. Doch jetzt fühlt sich Bendetta sicher – nicht ahnend, dass die ehemalige Klostervorsteherin Felicita (Charlotte Rampling) ahnt, dass die neue Äbtissin etwas verheimlicht…

Mit "Benedetta" widmet sich Paul Verhoeven ("Basic Instinct", "Elle", "RoboCop") einmal mehr einem provokanten Thema, das er auf seine ganz eigene Art behandelt. Neben ganz viel Drama gibt es auch – für Verhoevens Filme nicht unüblich – jede Menge Erotik und bitterbösen, dabei sehr hintersinnigen Humor. Wie so oft bei seinen Filmen könnte ihm oberflächlich betrachtet vorgeworfen werden, dass er einfach nur provozieren möchte. Doch dahinter steckt sehr viel mehr. Gerade Benedettas Träume von Jesus Christus etwa wirken auf den ersten Blick geradezu blasphemisch. Doch wie so oft bei dem niederländischen Regisseur sollte man sich nicht dem Drang zur Empörung hingeben, sondern sollte sich die Mühe machen, unter die Oberfläche zu schauen.

Denn "Benedetta" ist ein sehr kluger und auch sinnlicher Film, der Bigotterie entlarvt und sich auf kritische, dabei aber durchaus auch unterhaltsame Weise mit der Stellung der Frau in der Kirche auseinandersetzt. Zudem ist der Film ein Plädoyer für Toleranz: Gerade Menschen, die stets Nächstenliebe predigen, sollten offen dafür sein, dass es eben nicht nur heterosexuelle Liebe gibt. Liebe ist so schön und so immens wichtig für den Zusammenhalt einer Gesellschaft – da sollte es wirklich egal sein, für wen wessen Herz auch immer schlägt. Das ist nur eine der Botschaften dieses Films, der so vielschichtig ist, wie seine Hauptfigur. Benedetta ist eben nicht nur die Novizin, die alles dafür tut, um ihre Gefühle für eine andere Frau ausleben zu können. Sie ist einerseits sehr emotional und leidenschaftlich, in anderen Momenten dann wiederum eiskalt und berechnend.

Virginie Efira spielt diesen facettenreichen Charakter absolut großartig. Unterstützt wird sie von einer nicht minder überzeugenden Daphné Patakia und auch einer gewohnt starken Charlotte Rampling. Diese Darstellerinnen, die gelungene Ausstattung und nicht zuletzt Paul Verhoevens stellenweise sehr spezielle Bildsprache machen "Benedetta" zu einem sehr besonderen Film, der aufwühlt, unterhält und zum Nachdenken anregt. Dafür gibt es mehr als verdient ein: Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Benedetta (Frankreich 2021)"
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