Digitale Veranstaltungen
Dein Event-Kalender für Frankfurt und Rhein-Main
Entdecke auch während der Corona-Krise spannende Veranstaltungen - finde hier die besten Online-Events!
Mai 2020
  • Mo
  • Di
  • Mi
  • Do
  • Fr
  • Sa
  • So
  • 27
  • 28
  • 29
  • 30
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 24
  • 25
  • 26
  • 27
  • 28
  • 29
  • 30
  • 31
Frankfurt-Tipp Jahresgewinnspiel
Frankfurt-Tipp Guide 2020 - jetzt lesen
Berlin, Berlin – Der Film

Berlin, Berlin – Der Film

Deutschland 2020 - mit Felicitas Woll, Jan Sosniok, Janina Uhse, Matthias Klimsa, Sandra Borgmann ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Komödie
Regie:Franziska Meyer Price
Kinostart:08.05.2020
Produktionsland:Deutschland 2020
Laufzeit:ca. 80 Min.
FSK:ab 6 Jahren
  • whatsapp
  • whatsapp
  • whatsapp
  • whatsapp

Sie kann sich einfach nicht entscheiden: Eigentlich steht Lolle (Felicitas Woll) mit Hart (Matthias Klimsa) vor dem Traualtar. Gemeinsam leiten sie eine Animationsfirma, die kurz vor einem großen Geschäft mit der USA stehen. Ihr Leben scheint also tatsächlich in geregelten Bahnen verlaufen. Doch dann erscheint Sven (Jan Sosniok) wieder auf der Bildfläche und macht ihr kurz vor dem Ja-Wort einen Heiratsantrag – und schon ist das Chaos wieder da! Und das nimmt solche Ausmaße an, dass Lolle vor einem Richter landet und zu Sozialstunden an einer Schule verdonnert wird. Hier lernt sie Dana (Janina Uhse) kennen, deren Leben mindestens genauso verrückt zu sein scheint, wie es Lolles einst war. Und das ist gar nicht gut, denn durch dieses Aufeinandertreffen wird Lolle ungewollt in ein Abenteuer verwickelt, das alles, woran sie in den letzten Jahren geglaubt hat, in Frage stellt… 

"Berlin, Berlin" war Anfang der 2000er ein echter Lichtblick in der deutschen Serienlandschaft: Witzig, originell und charmant wurde das Lebens- und Liebeschaos von Lolle erzählt, wodurch die Serie sowohl von Kritikern, wie auch vom Publikum gefeiert wurde. Nach vier Staffeln war trotz guter Quoten und diversen Auszeichnungen – darunter als erste deutsche Serie der Internationale Emmy Award – Schluss mit Lolle. 15 Jahre später gibt es nun ein Revival – und das ist leider eine sehr ernüchternde Angelegenheit. Obwohl nicht nur einige Darsteller der Serie wieder mit dabei sind, sondern mit Regisseurin Franziska Meyer Price und Drehbuchautor David Safier zwei treibende Kräfte, die maßgeblich am Erfolg der ARD Kultserie beteiligt waren, mit an Bord geholt werden konnten, ist vom Witz und vor allem vom Charme der Serie nur wenig übrig geblieben. 

Die Story ist flach und strotzt nur so vor Klischees. Da den neuen Figuren in knapp 80 Minuten kaum Raum bleibt, um sich entfalten zu können, bleiben auch sie eindimensional, was sich auch auf die Glaubwürdigkeit der Geschichte auswirkt. Denn ganz ehrlich: Würdet Ihr Euch mit einer Person anfreunden, die Euch beklaut, Euch unter Drogen setzt, entführt, Euch ins Gesicht spuckt und Euch beleidigt? Natürlich nicht, aber hier wird uns das natürlich so verkauft, dass Lolle sich in Dana, die genau das mit ihr anstellt, irgendwie wiedererkennt und auch realisiert, dass hinter der unverschämten Fassade ein auch so guter Mensch steckt. Aber ganz im Ernst: Das ist nicht nur nicht glaubhaft, sondern dazu auch noch überhaupt nicht witzig. 

Das gilt auch für die völlig überzogen dargestellten Nebenhandlungen, die in einem Finale gipfeln, das gehetzt, lieblos und klischeehaft daher kommt. Nein, von den Qualitäten der Serie ist das nun wirklich meilenweit entfernt. Warum es den Machern nicht gelungen ist, auch nur einen Hauch von Witz und Romantik in die Kinoversion hinüberzuretten und warum auch die einst so liebgewonnenen Charaktere einfach nur noch nerven, das bleibt mir ein Rätsel und bestätigt leider den weit verbreiteten Vorbehalt gegen solche Reboots. Manchmal ist es wirklich besser, Serien (oder Filme) aus der Vergangenheit, an die viele Menschen so schöne und positive Erinnerungen haben, nicht wiederzubeleben. 

"Berlin, Berlin – Der Film" sollte eigentlich im März in den Kinos laufen, landete aufgrund der Corona-Pandemie nun aber direkt auf Netflix. Ein wirklicher Verlust für die arg gebeutelte Kinolandschaft ist das nun wirklich nicht. Viele Fans, die sich auf eine schöne Portion Nostalgie gefreut haben, dürften nach dem Ende des Films bitter enttäuscht sein. Immerhin: Auf Netflix gibt es jetzt auch die Serie zu sehen – also besser nochmal da reinschalten!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

  • Berlin, Berlin – Der Film
  • Berlin, Berlin – Der Film
  • Berlin, Berlin – Der Film
  • Berlin, Berlin – Der Film
  • Berlin, Berlin – Der Film
  • Berlin, Berlin – Der Film
Kino Trailer zum Film "Berlin, Berlin – Der Film (Deutschland 2020)"
Loading the player ...

Partner-Tipps für Frankfurt & Umgebung

Empfehlungen von Partnern und Firmen aus oder für die Region.