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Mai 2019
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Berlin Syndrom

Berlin Syndrom

Australien 2017 - mit Max Riemelt, Teresa Palmer, Lucie Aron, Matthias Habich u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Berlin Syndrome
Genre:Thriller
Regie:Cate Shortland
Kinostart:25.05.2017
Produktionsland:Australien 2017
Laufzeit:ca. 111 Min
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.mfa-film.de/kino/id/berlin-syndr
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Es sollte ein ganz großes Abenteuer für die junge Australierin Clare (Teresa Palmer) werden: Einmal als Backpackerin alleine durch Europa reisen, andere Kulturen und neue Menschen kennenlernen und so den eigenen Horizont erweitern. Das kann doch nur eine großartige Erfahrung werden. Als sie in Berlin den charmanten Englischlehrer Andi (Max Riemelt) kennenlernt, nimmt der Urlaub eine unerwartete Wendung. Zwischen den Beiden funkt es sofort und sie verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander. Als Clare am nächsten Tag die Wohnung verlassen will, stellt sie fest, dass Andi sie eingeschlossen hat. Natürlich nur ein Versehen, wie er ihr versichert. Doch schnell stellt sich heraus, dass Andi lügt und dass er nicht vorhat, Clare wieder gehen zu lassen. Für die junge Frau beginnt ein Alptraum, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint…

"Berlin Syndrom" hinterlässt gemischte Gefühle. Zum einen gelingt es Regisseurin Cate Shortland sehr gut, eine extrem authentische Atmosphäre aufzubauen. Indem sie sich viel Zeit lässt, um Clare vorzustellen, um das Lebensgefühl junger Rucksacktouristen nachzuzeichnen und um ein sehr einnehmendes Bild von Berlin zu zeichnen, kann sie die krasse Stimmungswandlung der Geschichte äußerst effektiv umsetzen. Das Problem ist nur, dass sie auch dann noch auf eine eher langsame Erzählweise setzt. Das ist mitunter sehr intensiv, kann aber in einigen Momenten auch für eher unnötige Längen sorgen, durch die gerade die mitunter nervenzerreißende Spannung immer wieder ausgebremst wird.

Das sorgt für einige Längen und dafür, dass der Film nicht ganz den kraftvollen Eindruck hinterlassen kann, den manche Szenen hervorrufen. Davon abgesehen ist "Berlin Syndrom" ein wirklich guter und spannender Psycho-Thriller. Max Riemelt spielt den nach außen sehr charmanten, innerlich aber völlig gestörten Psychopathen erschreckend gut. Teresa Palmer liefert ebenfalls eine sehr intensive Leistung ab. Ihr Spiel und die Regie sorgen dafür, dass Clare nie zu einer Klischeefigur verkommt. Sie ist weder schwaches Opfer, noch überstilisierte Kämpferin. Vielmehr ist sie eine junge Frau, die in einer verzweifelten und aussichtslosen Situation mal sich ihrem Schicksal zu ergeben scheint, nur um dann jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen, um für ihre Freiheit zu kämpfen.

Der Horror, der hier entsteht, spielt sich in erster Linie auf einer psychologischen Ebene ab. Ab und an kommt es aber auch zu etwas blutigeren Momenten, die unerwartet und dadurch extrem effektiv daher kommen. Kurzum: trotz des sehr ruhigen ersten Akts, der eher eine große Romanze erwarten lässt, ist "Berlin Syndrom" nichts für schwache Nerven. Ein gelungener Genre-Beitrag mit kleinen Schwächen, die am Fazit allerdings wenig ändern. Denn das lautet ganz klar: Sehenswert!!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Berlin Syndrom (Australien 2017)"
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