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Mai 2018
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Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2

Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2

USA 2012 - mit Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Billy Burke, Peter Facinelli, Michael Sheen u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Twilight Saga: Breaking Dawn – Part 2
Genre:Fantasy, Romantik
Regie:Bill Condon
Kinostart:22.11.2012
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 115 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:breakingdawn2-derfilm.de/
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Das Warten hat ein Ende! Das große Finale der "Twilight" Saga ist da! Nachdem Bella (Kristen Stewart) am Ende des ersten Teils von "Breaking Dawn" während der Geburt ihrer Tochter Renesmee beinahe gestorben wäre und nur dem endgültigen Tod entkommen konnte, da ihr Ehemann Edward (Robert Pattinson) ihr den Wunsch, auch ein Vampir zu werden, endlich erfüllt hat, steht nun einem glücklichen Familienleben eigentlich Nichts mehr im Weg. Doch da Bellas Vater Charlie (Billy Burke) natürlich nicht erfahren darf, dass seine Tochter jetzt eine Vampirin ist muss die gesamte Familie Cullen aus Forkes wegziehen. Dass kann Jacob, der auf Renesmee geprägt worden ist und so ihr Leben lang für ihren Schutz verantwortlich sein wird, nicht zulassen. Anstatt Charlie also zu erzählen, dass Bella gestorben sei, erzählt er ihm die Wahrheit. Damit setzt er unwissentlich Ereignisse in Gang, die katastrophale Folgen haben könnten. Denn da sich die Cullens nun nicht verstecken müssen, wird bald auch Renesmees Existenz unter den Vampiren bekannt und dringt bis zu den Volturi vor. Und die sehen in dem rapide heranwachsenden Kind eine echte Bedrohung, die vernichtet werden muss. Dass kann die frischgebackene Vampir-Mama Bella natürlich nicht zulassen. Und so sammeln die Cullens verbündete Vampire aus der ganzen Welt um sich, um sich für die alles entscheidende Schlacht gegen die Volturi zu rüsten…

Nach vier Filmen, die weltweit zusammen über 2 Milliarden Dollar eingespielt haben und eine breite Fangemeinde extrem glücklich gemacht haben, macht es kaum Sinn, gegen den fünften und letzten Teil der Saga mit harscher Kritik ins Feld zu ziehen. Das "Twilight"-Franchise ist ein Phänomen, das Nicht-Fans einfach nicht wirklich nachvollziehen können, dass aber direkt den Nerv der Zielgruppe trifft und damit seine absolute Daseinsberechtigung verdient hat. Sicherlich, die über vier Bücher und fünf Filme ausgedehnte Geschichte ist, auch wenn Fans das gar nicht gerne hören, extrem seicht und die Charaktere gerade in den Filmen arg oberflächlich gezeichnet. Das führt zwangsläufig dazu, dass auch die Darsteller eher blass und hölzern wirken. Doch auch wenn Jeder, der nicht in Team Edward oder Team Jacob spielt, bei den ständig leiderfüllten Blicken von Bella  genervt die Augen verdreht, bei den Dialogen mit sich aufrollenden Fußnägeln zu kämpfen hat oder sich der unfreiwilligen Komik des ständigen Oberkörper-Freimachens von Jacob nicht entziehen kann, sind das für die treuen Fans alles Gründe, um diese Geschichten eben noch mehr zu lieben.

Daher soll hier nun auch nicht darüber geschimpft werden, dass Regisseur Bill Condon wunderbare Möglichkeiten für Selbstironie, die den Film sicherlich aufgewertet hätte, aufgrund des zu festgefahrenen Spiels der Hauptdarsteller nicht nutzen kann. Auch nicht darüber, dass es Drehbuchautorin Melissa Rosenberg im Lauf von fünf Filmen nicht geschafft hat, ihre Dialoge von allzu schwülstigen Klischees zu befreien. Vielmehr soll versucht werden, zu beurteilen, ob das Finale seine Fans zufriedenstellen wird. Und darauf lautet die Antwort ganz klar: Ja! Allerdings muss auch hier ein wenig Kritik erlaubt sein.

Denn nach einem eher getragenen Anfang, der nur die alten Zutaten der letzten Filme aufzuwärmen scheint und bei dem lediglich Billy Burke in einer sehr schönen Szene so etwas wie wirklich überzeugendes Schauspieltalent zeigen darf, nimmt das Geschehen endlich Fahrt auf. Dabei werden viele neue Charaktere vorgestellt, die zusammen mit den Cullens gegen die Volturi in den Kampf ziehen wollen. Besonders Lee Pace, Hauptdarsteller der viel zu früh eingestellten Serie "Pushing Daisies", und Joe Anderson ("The Grey") verkörpern zwei eher düstere Vampirtypen, die derart interessant und geheimnisvoll wirken, dass man gerne mehr von ihnen gesehen hätte. Gut, sie funkeln nicht so schön wie Edward (und jetzt auch Bella), aber sie verleihen dem Film etwas mehr Ecken und Kanten, die diese weichgezeichnete Vampirromanze sehr gut vertragen kann.

Doch leider wird diesen neuen Figuren abgesehen von ihrer kurzen Einführung kaum mehr Zeit eingeräumt, um sich noch weiter entfalten zu können. Denn kaum haben sich alle Vampire in Forkes versammelt, kommt es auch schon zum großen Kampf gegen die Volturi. Und hier liegt sowohl die größte Stärke, als auch die größte Schwäche dieses letzten Teils. Die Stärke liegt darin, dass der große Kampf spannend, überraschend brutal und sogar ein wenig emotional ist. Zwar wirkt gerade das exzessiv zelebrierte Abtrennen zahlreicher Vampirköpfe etwas fehl am Platz, da diese Form von deutlicher Brutalität in den "Twilight"-Filmen bislang nicht zu sehen war. Doch gewinnt der Kampf dadurch auch an einer Intensität, der man sich auch als Nicht-Fan kaum entziehen kann.

Die Schwäche offenbart sich dann aber, wenn der Kampf seinen großen Höhepunkt erreicht hat und der Film dann einen wirklich ärgerlichen Rückzieher macht. Sicherlich, den Fans ist ein echtes Happy End lieber. Doch durch diesen plumpen Rückzieher verliert eigentlich der komplette Kampf der Vampire jede Kraft und wird eigentlich auch komplett unnötig. Hätten nicht nur die Filmemacher, sondern auch Autorin Stephenie Meyer hier etwas mehr Mut aufgebracht, um dem Finale etwas mehr emotionale Härte zu verleihen, hätte der letzte Teil einen wirklich positiven Eindruck hinterlassen. So wird mit der letzten Szene und der anschließenden Montage, während der zu den sanften Klängen von Christina Perri noch einmal alle Figuren der fünf Filme in ihren schönsten Momenten zu sehen sind, klar, dass hier gerade die weiblichen Fans mit vor Freude schnell schlagenden Herzen und Tränen in den Augen genau das Ende ihrer Saga genießen können, das sie sehen wollen. Dennoch wird hier auch die Oberflächlichkeit der Geschichte unterstrichen, die letztendlich dazu geführt hat, dass "Twilight" außerhalb seiner Fanbase immer wieder Spott und Kritik einstecken muss.

"Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht  Teil 2" ist für Fans ein wirklich guter Abschluss der Reihe. Dass es Bill Condon geschafft hat, so etwas wie ein Potential auf einen Film, der auch Nicht-Fans gut unterhalten könnte, aufzubauen, ist dem Regisseur hoch anzurechnen. Dass dieses Potential letztendlich nicht genutzt worden ist, ist schade, wird die Fans aber nicht auch nur ansatzweise stören. Wer die Bücher und die ersten Filme geliebt hat, der bekommt genau das geboten, was sie sehen wollen. Und daher gibt es auch am Ende ein absolut verdientes "Sehenswert"!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2 (USA 2012)"
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