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Broken Silence – Das Ende des Schweigens – DVD

Broken Silence – Das Ende des Schweigens – DVD

Schweiz 1996 - mit Martin Huber, Ameenah Kaplan, Michael Moriarty ...

Filminfo

Genre:Drama, Tragikomödie
Regie:Wolfgang Panzer
Verkaufsstart:30.03.2012
Produktionsland:Schweiz 1996
Laufzeit:ca. 106 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.77:1)
Extras:Interview
Regionalcode:2
Label:Pierrot Le Fou
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Amazon Link : Broken Silence – Das Ende des Schweigens – DVD

Film: Der Kartäusermönch Fried (Martin Huber) lebt seit 25 Jahren nach den strengen Regeln seines Ordens. Bis auf bei den gemeinsamen Gebeten herrscht ein striktes Schweigegelübde, das Fried nun erstmals brechen darf. Denn als der Pachtvertrag seines Klosters ausläuft, wird Fried damit beauftragt, die alte Besitzerin des Gebäudes aufzusuchen und sie die notwendigen Papiere für die Verlängerung des Vertrags unterschreiben zu lassen. Das Problem dabei ist, dass Fried dafür nach Indonesien muss. Seine Reise wird noch dadurch verkompliziert, dass der Mönch unter extremer Flugangst leidet und daher schon in Indien überstürzt das Flugzeug verlässt und dabei seine Brieftasche verliert. Gemeinsam mit seiner Sitznachbarin, der New Yorker Touristin Ashaela (Ameenah Kaplan), begibt sich Fried auf eine abenteuerliche Reise nach Indonesien, auf der zwischen den ungleichen Menschen eine Bindung entsteht, die sich über alle Grenzen hinweg zu setzten scheint und die Fried einen ganz neuen Blick auf sein eigenes Leben offenbart.

"Broken Silence" war 1996 ein echter Überraschungserfolg. Mit einer Mini-Crew von gerade einmal fünf Personen, auf acht Koffer verteilten Equipment, ohne festes Drehbuch und mit einem sehr geringem Budget auf Video gedreht, schaffte es der Film vom kleinen Geheimtipp zu einem absoluten Publikumsliebling aufzusteigen. Über 135.000 Besucher und mehrere Auszeichnungen sprechen eine deutliche Sprache. Die Geschichte von dem fest mit seinem Glauben verbundenen Kartäusermönch und der jungen schwarzen Frau, die an der Schwelle zum Tod keinen Sinn in einem Glauben an Gott sieht, ist so wunderbar charmant und unaufdringlich erzählt, dass man sehr schnell die etwas gewöhnungsbedürftige Video-Optik vergisst. Mit einfachsten Mitteln schafft es Regisseur Wolfgang Panzer, dass man sich als Zuschauer in den Bildern und den langen Unterhaltungen zwischen Fried und Ashaela verliert.

Der Inhalt dieser Unterhaltungen regt auch immer wieder zum Nachdenken an, ohne dem Zuschauer eine bestimmte Position aufzwingen zu wollen. Das Schönste aber ist, dass Panzer seine Geschichte mit leisem Humor erzählt und auch in den eher berührenden Momenten auf jede Form von Kitsch verzichtet. Der Film wirkt stets authentisch und nicht zu sehr um Originalität bemüht. Sicherlich, das Ganze entzog sich schon 1996 den gängigen Sehgewohnheiten und im Jahr 2012 muss man sich noch sehr viel deutlicher auf die Geschichte und die Inszenierung einlassen. Wem das aber gelingt, der wird mit einem ganz zauberhaften Film belohnt, den es sich auch nach all den Jahren durchaus (wieder) zu entdecken lohnt!

Bild + Ton: Dass der Film mit einfachsten Mitteln vor sechzehn Jahren auf Video gedreht worden ist, spiegelt sich natürlich auch bei der Bildqualität der DVD wieder. Unschärfen und Verschmutzungen, magere Kontraste mache das insgesamt eher verwaschene Bild aus. Das ist nicht besonders positiv, trägt aber zum authentischen Charakter des Films bei. Beim Sound fällt auf, dass die deutsche Tonspur recht flach klingt, während die englische Spur sehr viel lebhafter und natürlicher anmutet.

Extras: Als Bonus gibt es ein hochinteressantes Interview mit dem Regisseur, der knapp eine Stunde lang alles über die ungewöhnlichen Dreharbeiten erzählt und etwa verrät, warum er in Indien nur eine Drehgenehmigung für einen Dokumentarfilm bekommen hat oder warum er sich dafür entschieden hatte, den Film auf Video zu drehen. Absolut sehenswert!

Fazit: "Broken Silence" ist ein sympathischer kleiner Film, der völlig zu recht bei seiner Kinoauswertung im Jahr 1996 zu einem echten Überraschungserfolg avancieren konnte und sich bis Heute großer Beliebtheit erfreut. Die DVD ist zwar technisch eher mager umgesetzt, die Anschaffung lohnt sich aber aufgrund des charmanten Hauptfilms und des interessanten Interviews, das als Bonus noch auf der Disc zu finden ist. Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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