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Chernobyl Diaries

Chernobyl Diaries

USA 2012 - mit Devin Kelley, Jonathan Sadowski, Olivia Taylor Dudley, Jesse McCartney, Nathan Phillips ...

Filminfo

Originaltitel:Chernobyl Diaries
Genre:Horror, Thriller
Regie:Brad Parker
Kinostart:21.06.2012
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 85 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.ChernobylDiaries-DerFilm.de
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Eigentlich wollte Chris (Jesse McCartney) nur gemeinsam mit seiner Freundin Natalie (Olivia Taylor Dudley) und deren bester Freundin Amanda (Devin Kelley) seinen Bruder Paul (Jonathan Sadowski) in dessen neuer Wahlheimat, der Ukraine, besuchen und den Trip gleich für eine entspannte Reise durch Europa nutzen, auf dessen Höhepunkt er Natalie einen Heiratsantrag zu machen plante. Doch dieses Vorhaben wird durch einen Vorschlag von Paul zunichte gemacht: anstatt die langweiligen Touristenorte zu besuchen, sollten sie sich lieber der kleinen Gruppe des "extremen" Reiseleiters Uri (Dimitri Diatchenko) anschließen und die Stadt Pripyat besuchen, jenen Ort, an dem früher die Arbeiter des Atomreaktors Tschernobyl gewohnt haben und der seit dem Unglück vor über 25 Jahren einer Geisterstadt gleicht. Trotz starker Vorbehalte lässt sich Chris zu dem abenteuerlichen Trip überreden und gemeinsam mit dem Pärchen Zoe (Ingrid Bolsø Berdal) und Michael (Nathan Phillips) bricht die Truppe auf in Richtung Tschernobyl. Doch nach dem ersten Nervenkitzel, der sich bei dem Rundgang durch das verlassene Pripyat einstellt, stellt sich sehr bald blanker Horror ein, als der Kleinbus der Reisegruppe nicht mehr anspringen will und sich die Nacht über die Stadt legt, die nun nicht mehr so verlassen zu sein scheint, wie zunächst gedacht…

Drehbuchautor und Produzent Oren Peli hat dem Kinopublikum schon mit "Paranormal Activity" auf recht ungewöhnliche und beinahe schon unspektakuläre Art das Fürchten gelehrt. Auch in dem von Regie-Debütant inszenierten "Chernobyl Diaries" bedient sich Peli einfachen Mitteln, um für hohe Spannung und effektive Gänsehautmomente zu sorgen. Allerdings dauert es gut 20 Minuten, bis die Geschichte richtig in Fahrt kommt. Die Einführung der Figuren bedient sich einer recht klischeehaften Dramaturgie, die gerade in Hinsicht auf die Dialoge einige deutliche Schwachpunkte aufzuweisen hat. Doch sobald die Reisegruppe in Uris Bus einsteigt, macht sich eine angenehm bedrohliche Atmosphäre breit, die kurz nach der Einfahrt in das abgesperrte Gebiet noch einmal mit einem recht amüsanten Moment aufgelockert wird, bevor dann die Spannungsschraube kräftig angezogen wird.

Drehbuch und Inszenierung können besonders damit punkten, dass nicht zu viel verraten und noch weniger gezeigt wird. Schatten, Schreie, Schritte, all das erzeugt inmitten der düsteren Geisterstadt mehr Horror, als das mit deftigen Splatter-Momenten erreicht worden wäre. Zwar krankt der Film auch hier unter dem Genre-üblichen mitunter sehr dummen Verhalten der Protagonisten. Doch auch wenn das hysterische Gekreische und die nicht immer nachvollziehbaren Diskussionen hier und da für leicht entnervtes Augenverdrehen beim Zuschauer sorgen, ändert das am hohen Spannungslevel nur wenig.

Denn auch wenn der Film die Auflösung der Geschichte eigentlich nur andeutet und sich die Logik hier und da auch mal verabschiedet, ist es eben die Tatsache, dass der Zuschauer die Bedrohung spürt, aber kaum zu sehen bekommt, die dem Film sein ganz besonderes Spannungspotential verleiht. Wer es gerne extrem blutig mag, wer seinen Horror gerne direkt und deftig serviert bekommt, den werden die "Chernobyl Diaries" wahrscheinlich nur wenig überzeugen können. Wer es aber gerne auch mal etwas subtiler mag, wer Atmosphäre über Blutvergießen stellt und wer dabei auch über einige der Genre-typischen Klischees hinweg sehen kann, der wird sich in dem doch nicht so verlassenen Pripyat garantiert richtig gut gruseln können. Daher gilt: mit leichten Abstrichen für Genre-Fans durchaus sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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