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Cold Blood – Kein Ausweg. Keine Gnade – DVD

Cold Blood – Kein Ausweg. Keine Gnade – DVD

USA 2012 - mit Eric Bana, Olivia Wilde, Charlie Hunnan, Kate Mara, Sissy Spacek, Kris Kristofferson u.a

Filminfo

Originaltitel:Deadfall
Genre:Thriller
Regie:Stefan Ruzowitzky
Verkaufsstart:02.05.2013
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 91 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1, Dolby Stereo 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Interviews, Making of Featurettes, Trailer, Programmtipps
Regionalcode:2
Label:STUDIOCANAL
Webseite:www.coldblood.studiocanal.de
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Amazon Link : Cold Blood – Kein Ausweg. Keine Gnade – DVD

Film: Eigentlich lief der Überfall eines Casinos für Addison (Eric Bana) und seine Schwester Liza (Olivia Wilde) genau nach Plan. Doch dann bauen sie auf ihrer Flucht durch das verschneite Michigan einen Autounfall. Einen Polizisten, der ihnen zur Hilfe kommen will, tötet Addison ohne zu zögern. Ihm ist klar, dass es jetzt nur noch eine Frage der Zeit ist, bis hier weitere Polizisten auftauchen. Um sicherstellen, dass Liza und er es über die Grenze schaffen, beschließt Addison, dass sie sich von nun an getrennt bis nach Kanada durchschlagen müssen. Während der skrupellose Gangster auf seinem Weg eine blutige Spur hinterlässt, wird die attraktive Liza von Jay (Charlie Hunnam), einem ehemaligen Boxer, der gerade aus dem Gefängnis entlassen worden ist, aufgelesen. Jay, der selber auf der Flucht vor der Polizei ist, erliegt schnell Lizas Verführungskünsten und so bietet er ihr an, nach einem kurzen Stopp bei seinen Eltern (Sissy Spacek & Kris Kristofferson) gemeinsam mit ihr nach Kanada zu fahren. Doch auch Addisons Weg führt ihn direkt zum Haus von Jays Familie, für die Thanksgiving dieses Jahr zu einer besonders blutigen Angelegenheit zu werden droht…

Mit seinem US-Debüt "Cold Blood" liefert der österreichische Regisseur Stefan Ruzowitzky ("Die Fälscher", "Anatomie") einen handwerklich mehr als soliden Thriller ab, der mit atmosphärischen Bildern, einem starken Eric Bana und ordentlichen Spannungsmomenten punkten kann. Der im verschneiten Quebec gedrehte Film erzählt an sich drei Geschichten: die von Addison und Liza, die sich auf der Flucht vor der Polizei durch die Wildnis Michigans schlagen müssen. Die von Jay, der nach seinem Gefängnisaufenthalt durch einen unglücklichen Unfall zum Totschläger wird und sich so seine Zukunft eigentlich gleich wieder verbaut hat und damit seinen Vater Chet in dessen Enttäuschung wieder einmal bestätigt. Und schließlich noch die der jungen Polizistin Hanna (Kate Mara), die unter den ständigen Demütigungen ihres vorgesetzten Sheriffs (Treat Williams), der dummerweise auch noch ihr Vater ist, zu leiden hat und bei der Verfolgung von Addison beweisen möchte, dass sie ebenso gute Arbeit leisten kann, wie ihre männlichen Kollegen.

Diese einzelnen Handlungsstränge funktionieren nicht gleichermaßen gut. Die Szenen, in denen sich Addison seinen blutigen Weg nach Kanada bahnt, sind extrem spannend und verfügen auch Dank des wunderbar bösen Spiels von Bana über einen sehr hohen Unterhaltungswert. Die Momente zwischen Jay und Liza fallen dagegen ein wenig ab. Zwar sind auch diese von Frauenschwarm Charlie Hunnan ("Sons of Anarchy") und Augenweide Olivia Wilde gut gespielt und insofern einnehmend inszeniert, da der Zuschauer nie genau weiß, ob Liza nur mit Jay spielt oder tatsächlich so etwas wie Gefühle für ihn entwickelt.  Dennoch erreichen diese Szenen nie auch nur annährend die Intensität, die Addisons Flucht innewohnt. Völlig blass dagegen bleibt die Geschichte um Polizistin Hanna. Zwar liefert Kate Mara ("Brokeback Mountain") eine gute schauspielerische Leistung ab, doch sind der Konflikt mit ihrem herrischen Vater (Treat Williams) und ihr Streben danach, die Männerwelt von ihrer Professionalität zu überzeugen, insgesamt zu klischeehaft und überraschungsarm, um auch wirklich fesseln zu können.

Doch auch wenn der Film durch die ungleiche Spannungsverteilung insgesamt an Unterhaltungswert einbüßt und auch das Ende etwas gehetzt daher kommt, hat Ruzowitzky doch unterm Strich einen sehr guten Thriller abgeliefert, der nicht nur um blutige Schießereien und Zweikämpfe, sondern auch um eine gewisse charakterliche Tiefe bemüht ist. Dass dieser zum Teil arg abgenutzte Klischees im Wege stehen, ist zwar schade, verhindert aber am Ende nicht den insgesamt positiven Gesamteindruck. Daher gilt: für Fans von spannenden, leicht unterkühlten Thriller-Dramen durchaus sehenswert!

Bild + Ton: Das Bild der DVD präsentiert den Film in einer atmosphärischen, leicht unterkühlten Farbgebung, die von einer guten Gesamtschärfe und einer ordentlichen Detaildarstellung unterstützt wird. Der Sound entfaltet mit seinem guten Dolby Digital 5.1 Mix ein stimmiges Ambiente, das mit gut verständlich abgemischten Dialogen und einigen ordentlichen Surround-Momenten aufwarten kann. Gut!

Extras: Das Bonusmaterial der DVD ist etwas arg oberflächlich geraten. Die beiden Making of Featurettes "Schnee & Western" (ca. 2:31 Min.) und "Die Familie" (ca. 2:37 Min.) sind einfach zu kurz, um einen wirklichen Einblick in die Entstehung des Films bieten zu können. Etwas aufschlussreicher ist da schon das knapp 10minütige, deutschsprachige Interview mit dem Regisseur, in dem Ruzowitzky erzählt, wie er zu dem Projekt gekommen ist und wie seine Erfahrungen bei seinem ersten englischsprachigen Dreh waren. Zwei weitere Werbeinterviews mit dem Regisseur und Hauptdarsteller Eric Bana, sowie der Trailer zum Film und weitere Programmtipps des Anbieters runden das Zusatzangebot ab.

Fazit: "Cold Blood" ist ein mehr als ordentlicher Thriller, der nicht in allen Aspekten gleichermaßen überzeugen kann, insgesamt aber ein ordentliches Gesamtbild abliefert. Besonders das starke Spiel von Eric Bana und die düstere Grundatmosphäre des Films trösten über einige dramaturgische Schwächen, Klischees und das etwas zu übereilt wirkende Finale hinweg. Daher gilt: wer ordentliche und harte Thrillerkost aus Hollywood schätzt, dem werden hier 90 kurzweilige Minuten geboten. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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