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Crazy, Stupid, Love

Crazy, Stupid, Love

USA 2011 - mit Steve Carell, Ryan Gosling, Emma Stone, Julianne Moore, Jonah Bobo, Kevin Bacon ...

Filminfo

Originaltitel:Crazy, Stupid, Love
Genre:Komödie, Romantik
Regie:Glenn Ficarra & John Requa
Kinostart:18.08.2011
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 107 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.crazystupidlove.de
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Die Liebe ist nicht nur schön. Manchmal ist sie auch verrückt oder einfach nur blöd. "Crazy, Stupid, Love" eben. Die unterschiedlichen Facetten des eigentlich schönsten Gefühls der Welt haben Glenn Ficarra und John Requa auf ganz spezielle Art schon in ihrem letzten Film "I love you, Phillip Morris" beleuchtet. Und auch in ihrer neuesten Regiearbeit steht die Liebe im Mittelpunkt des amüsanten Geschehens, wobei sich diese Komödie als sehr viel gradliniger und massentauglicher erweist – was nicht unbedingt als Nachteil zu verstehen ist.

Auch wenn sich die Routine in sein Leben geschlichen hat, so hatte Cal Weaver (Steve Carell) bislang eigentlich kein Grund zur Klage. Er hat einen ordentlichen Job, ein schönes Haus, hat seine High School Liebe geheiratet und ist glücklicher Vater. Doch dann bricht Cals heile Welt jäh auseinander, als er erfährt, dass Emily (Julianne Moore) ihn betrogen hat und die Scheidung will. Anstatt zu kämpfen, verliert sich Cal in tiefstem Selbstmitleid. Das ändert sich erst, als er den Aufreißer Jacob (Ryan Gosling) kennen lernt, der den gehörnten Ehemann unter seine Fittiche nimmt, um ihn in die Geheimnisse der perfekten Verführung von Frauen einzuweihen. Doch gerade, als Cal die ersten Erfolge feiert, trifft Jacob die selbstbewusste Hannah (Emma Stone), die den Gefühlshaushalt des Womanizers gehörig durcheinander bringt. Doch das ist erst der Anfang zahlreicher romantischer Verwicklungen, deren Ausgang nicht für alle Beteiligten glücklich zu werden droht...

"Crazy, Stupid, Love" ist eine nette romantische Komödie, die zwar besonders gegen Ende zahlreiche Klischees bedient, die sich gleichzeitig aber auch in manchen Szenen gegen die Erwartungshaltung des Publikums stellt. Ihren hohen Unterhaltungswert bezieht die Komödie allerdings in erster Linie aus dem Zusammenspiel der völlig unterschiedlichen Charaktere Cal und Jacob. Während Steve Carell sich als perfekte Besetzung für den unscheinbaren, aber sehr liebenswerten Familienvater erweist, scheint Ryan Gosling für die Rolle des draufgängerischen Jacob geradezu geboren. Seine Verführungskünste und die Versuche, Cal in diese einzuweisen, sind einfach zu komisch. Gleichzeitig sind aber auch die Momente zwischen dem Womanizer und Hannah, in denen Jacobs Masche nicht mehr funktioniert und er sich von einer sehr viel "echteren" Seite zeigt, einfach nur wunderbar. Die Chemie zwischen Gosling und der wieder einmal großartigen Emma Stone ("Einfach zu haben") stimmt auf den Punkt und man wünscht diesem Paar einfach, dass sie zusammen kommen – was nicht nur aufgrund Jacobs Vergangenheit schwierig werden könnte.

Im Prinzip besteht der Film aus mehreren Handlungssträngen, die am Ende erst zusammen geführt werden. Da wäre neben der Krise von Cal und Emily, der Beziehung von Jacob und Hannah und der beginnenden Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Männern auch noch die unerfüllte Liebe von Cals dreizehnjährigen Sohn Robbie, der in seine 17jährige Babysitterin Jessica verknallt ist, die wiederum nur Augen für den verlassenen Vater hat. Aber auch Emilys Affäre mit ihrem Kollegen David Lindhagen (wunderbar schmierig: Kevin Bacon) nimmt einen nicht unwichtigen Teil des Geschichte ein. Sicherlich, durch die verschiedenen Handlungsstränge wirkt der Film mitunter etwas überladen, zumal einige Momente eher unnötig wirken.

Doch am Ende zahlt sich das Chaos in einem zuckersüßen Finale aus. Allerdings dürften sich an den letzten Szenen einige Zuschauer stören, da sie doch zu sehr in Kitsch ausarten und sich die aufwendig etablierten Probleme mit einem Mal in Luft aufzulösen scheinen. Dennoch haben die Regisseure auch hier einige kleine wunderbare Momente eingearbeitet, wie etwa den Ausgang der Geschichte um Robbie und Jessica, die es eigentlich unmöglich machen, das Kino nicht mit einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht zu verlassen.

"Crazy, Stupid, Love" verlässt sich zum Glück auf seine guten Darsteller und die witzigen Dialoge und braucht keinen Fäkal-Humor, um zu unterhalten. Wer amerikanische Romantikkomödien der etwas zurückhaltenderen Art mag, der wird hier auf jeden Fall gut unterhalten. Wie die Liebe sind auch Filme manchmal schön, manchmal verrückt und manchmal einfach nur blöd. Zum Glück trifft auf "Crazy, Stupid, Love" nur das Erste zu. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Crazy, Stupid, Love (USA 2011)"
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