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Cyrus

Cyrus

USA 2010 - mit John C. Reilly, Jonah Hill, Marisa Tomei, Catherine Keener ...

Filminfo

Originaltitel:Cyrus
Genre:Komödie, Drama
Regie:Jay Duplass, Mark Duplass
Kinostart:25.11.2010
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 91 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.cyrus-derfilm.de/
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Dreiecksbeziehungen sind immer wieder ein guter Stoff für romantische Komödien. Meistens kämpfen dabei zwei Männer um die Liebe einer Frau, oder aber natürlich zwei Frauen um das Herz eines Mannes. Auch in "Cyrus" steht eine Frau zwischen zwei Männern. Doch ein ganz besonderer Twist hebt diese Geschichte aus der Masse ähnlicher Werke hervor.

John (John C. Reilly) ist nicht wirklich ein unkomplizierter Mensch. Mit Frauen hat er bislang wenig Glück gehabt. Doch seine Ex-Frau Jamie (Catherine Keener) und ihr Verlobter Tim (Matt Walsh) wollen den Pechvogel endlich wieder unter die Haube bringen. Die Einladung zu einer Party soll den Einsiedler endlich aus seinem grauen Alltag heraus reißen. Und dort geschieht dann das Unglaubliche: John lernt die charmante und attraktive Molly (Marisa Tomei) kennen, die sich tatsächlich für ihn zu interessieren scheint. Die Chemie zwischen den Beiden stimmt und es entwickelt sich schnell eine Beziehung, die John zum ersten Mal seit langem wieder richtig glücklich machen könnte.

Zu dumm nur, dass es in Mollys Leben noch einen anderen Mann gibt, der diese aufkeimende Liebe gar nicht gerne sieht: ihr 21jähriger Sohn Cyrus (Jonah Hill). Mit dem hat Molly ein sehr enges, eher unkonventionelles Verhältnis, dessen Folgen John am eigenen Leib zu spüren bekommt. Und so beginnt der Wettstreit um eine Frau, in deren Leben tatsächlich nur Platz für einen Mann zu sein scheint…

"Cyrus" ist ein eigenartiges Seherlebnis. Die Inszenierung macht nicht wirklich deutlich, ob es den Regisseuren am Herzen lag, eine skurrile Komödie oder ein schwarzhumoriges Drama auf die Leinwand zu bringen. Das Endergebnis ist weder Fisch noch Fleisch, das nur selten zu amüsierten Schmunzeln und noch seltener zu echten Lachern animiert. Vielmehr versprüht der Film ständig eine eher unangenehme Stimmung, die, gepaart mit Momenten des peinlich berührten Fremdschämens, das Ansehen dieses Films zu einem nicht wirklich angenehmen Vergnügen machen.

Sicherlich, die Darsteller sind wunderbar. Die Chemie zwischen John C. Reilly und Marisa Tomei stimmt tatsächlich und es ist ein Leichtes, den Beiden das frisch verliebte Paar abzunehmen. Auch Jonah Hill ("Superbad") macht seine Sache als manipulatives Muttersöhnchen sehr gut. Es gibt sogar ein paar Szenen, in denen seine Leistung durchaus als großartig bezeichnet werden könnte. Doch eingebettet in die unentschlossene Inszenierung intensiviert gerade diese Darstellung das irgendwie ungute Gefühl, das mit Sicherheit so nicht beabsichtigt war.

Es ist zwar angenehm, dass "Cyrus" nicht versucht, mit platten Gags und massentauglichem Fäkal-Humor ein breites Publikum anzusprechen. Die Möglichkeiten dafür hätte es innerhalb der Geschichte immer wieder gegeben. Doch die beiden Regisseure vermeiden dies gekonnt und gehen lieber ihren eigenen, etwas sperrigeren Weg. Dies muss ihnen hoch angerechnet werden, auch wenn ihr eher spezieller Humor wohl dann doch noch weniger Zuschauer ansprechen wird, als dies anderen kleinen amerikanischen Independet-Komödien gelungen ist. Wer im Kino wieder einmal richtig herzhaft lachen möchte, ist hier leider im falschen Film. Wer aber US-Komödien mit etwas mehr Anspruch als gewohnt, guten Darstellern und sehr eigentümlichen und daher gewöhnungsbedürftigen Humor sucht, der wird bei "Cyrus" garantiert gut bedient.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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