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Juni 2019
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Da geht noch was

Da geht noch was

Deutschland 2013 - mit Florian David Fitz, Henry Hübchen, Leslie Malton, Marius Haas, Thekla Reuten u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Komödie
Regie:Holger Haase
Kinostart:12.09.2013
Produktionsland:Deutschland 2013
Laufzeit:ca. 101 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.dagehtnochwas-film.de/
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Ein Besuch bei seinen Eltern endet eigentlich immer damit, dass sich Conrad (Florian David Fitz) über seinen ihn ständig kritisierenden Vater Carl (Henry Hübchen) ärgert und sämtliche Vermittlungsversuche von Mutter Helene (Leslie Malton) scheitern. Daher hat es der erfolgreiche Businessmann in den letzten Jahren so gut es geht vermieden, in seiner alten Heimat vorbei zu schauen. Doch Mamas Geburtstag gehört zu den wenigen Pflichtterminen, die er notgedrungen wahrnehmen muss. Doch in diesem Jahr gibt es nicht für das Geburtstagskind die große Überraschung, sondern für den genervten Filius. Denn dem wird bei einem gemeinsamen Essen von Helene eröffnet, dass sie Carl nach 40 Ehejahren verlassen hat. Völlig perplex von dieser Botschaft kann Conrad gar nicht anders, als der Bitte seiner Mutter um einen Botengang ins Elternhaus zuzustimmen. Doch schon bald bereut er es bitter, diesen Auftrag angenommen zu haben. Denn nicht nur, dass er Carl in einem absoluten Chaos lebend und in Selbstmitleid badend vorfindet. Der Sitzengelassene stürzt zudem noch kurzerhand in den leeren Pool und verletzt sich dabei. In dem Zustand kann Conrad seinen Vater natürlich nicht alleine lassen, obwohl seine Frau Tamara (Thekla Reuten) bereits im gemeinsamen Urlaubsdomizil auf ihn und Sohn Jonas (Marius Haas) wartet. Notgedrungen müssen Conrad und Jonas in Conrads altem Jugendzimmer campieren und es dauert nicht lange, bis es in dieser unfreiwillige Drei-Generationen-WG mächtig kracht…

Mit seinem Kinodebüt "Da geht noch was" hat Regisseur Holger Haase eine amüsante Familienkomödie der etwas anderen Art inszeniert, in der er scheinbare Egoisten mit generationenübergreifenden Problemen der amourösen Art konfrontiert. Denn die Liebe ist nicht nur für den schüchternen Teenagersohn Jonas, sondern auch für Papa Conrad und Opa Carl ein echtes Mysterium. Wer also glaubt, im Alter alle Antworten auf die Fragen zu haben, die einen schon in jungen Jahren den Schlaf rauben und das Herz zum Rasen bringen, der irrt. Gleichzeitig ist es der Film aber auch eine sehr charmante Vater-Sohn-Geschichte, in der zwei Dickköpfe ihrem Glück und einer harmonischen Beziehung untereinander immer wieder selbst im Weg stehen.

Das ist nicht wirklich neu und wird auch von Haase in eher gewohnter Manier erzählt. Da schleicht sich dann auch schon mal das ein oder andere Klischee in die Dramaturgie ein und so mancher Gag verfügt über einen nicht zu leugnenden Wiedererkennungswert. Dass der Film dennoch so gut funktioniert und über weite Strecken erfreulich frisch wirkt, ist einer eher unverkrampften Regie und einem ansteckend gut gelaunten Darstellerensemble zu verdanken. Henry Hübchen beweist sich hier wieder einmal als derzeit bester Stinkstiefel der Nation, während Florian David Fitz eine gelungene Grandwanderung zwischen guten komödiantischen Timing und glaubhaft emotionaleren Momenten vollführt. Auch wenn die übrigen Darsteller von dem hervorragenden Zusammenspiel der Beiden ein wenig ins Abseits geschoben werden, hinterlassen auch sie einen durchweg positiven Eindruck.

Dabei müssen sie sich zwar durch einige nicht ganz so gelungene Momente spielen, in denen gerade der Humor ein wenig holprig wirkt. Doch am Ende überwiegt ein sehr positiver Gesamteindruck, der auch dadurch erreicht wird, dass die sehr emotionale Wendung der Geschichte nicht mit zu übertriebener Sentimentalität serviert wird. Dass auch hier immer wieder ein bisschen Humor durchblitzt, mindert nicht die emotionale Wirkung des letzten Drittels. Ganz im Gegenteil: obwohl es ein wenig traurig wird, wird der Zuschauer dennoch mit einem sehr positiven Gefühl aus dem Kino entlassen. So bietet "Da geht noch was" insgesamt 100 sehr vergnügliche Minuten, bei denen man getrost über einige kleine Längen und nicht ganz so gelungene Szenen hinwegsehen kann. Eine schöne Drei-Generationen-Geschichte, die allen Freunden deutscher Komödien der nicht ganz so albernen Art wärmstens ans Herz gelegt werden kann. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Da geht noch was (Deutschland 2013)"
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