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Das Blaue vom Himmel

Das Blaue vom Himmel

Deutschland 2010 - mit Juliane Köhler, Hannelore Elsner, Karoline Herfurth, David Kross, Matthias Brandt ...

Filminfo

Genre:Drama
Regie:Hans Steinbichler
Kinostart:02.06.2011
Produktionsland:Deutschland 2010
Laufzeit:ca. 103 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.dasblauevomhimmel-derfilm.de
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Das Verhältnis zwischen Marga (Hannelore Elsner) und ihrer Tochter Sofia (Juliane Köhler) hat sich nie durch eine echte emotionale Tiefe ausgezeichnet. Doch als Marga an Demenz erkrankt und das Vergessen immer mehr die Oberhand gewinnt, muss sich Sofia um die ihr völlig entfremdete Mutter kümmern. Diese scheint immer stärker von Ereignissen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht zu werden, die Sofia aber völlig unbekannt sind. Um ihrer Mutter zu helfen, aber auch, um ihre eigene Neugierde zu stillen, reist Sofia mit ihrer Mutter nach Riga, wo Marga aufgewachsen ist. Hier kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das Marga all die Jahre alleine mit sich herum getragen hat und durch das die Mutter-Tochter Beziehung völlig neu definiert wird...

"Das Blaue vom Himmel" ist ein Paradebeispiel dafür, weshalb der Deutsche Film bei Vielen kein wirklich gutes Ansehen genießt. Eine sperrige Inszenierung, unnahbare und vor allem extrem anstrengende Darsteller und ein emotional kaltes Drehbuch machen diese mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnete Produktion zu einem echten Ärgernis. Dabei ist die Geschichte an sich nicht uninteressant. Gerade die in den 30er Jahren spielenden Szenen üben eine gewisse Faszination auf den Zuschauer aus und sind Dank der guten Leistungen von Karoline Herfurth und David Kross kleine Höhepunkte in diesem ansonsten tristen Geschehen.

Auch die Kameraarbeit ist an sich sehr gut, die Bilder üben einen düsteren Zauber aus. Doch leider gibt Regisseur Hans Steinbichler den Bildern zu wenig Gelegenheit, ihre volle Kraft zu entfalten. Sie werden von der schwermütigen Inszenierung geradezu erdrückt und tragen somit eher noch zum schwachen Gesamteindruck bei, als diesen positiv verstärken zu können. Der größte Fehler, den Steinbichler macht, ist, dass er sich zu sehr auf die Kraft von Hannelore Elsners Darstellung verlässt. So steht sie immer wieder im Focus von Kamera und Geschichte. Wenn die Darstellung wirklich kraftvoll und überzeugend wäre, wäre die Rechnung vielleicht auch aufgegangen. Doch das wirklich nervtötende Spiel der Hauptdarstellerin und die mitunter grausamen Dialoge, die Elsner in den Mund gelegt werden, machen die Momente, in denen Marga im Mittelpunkt stehen, schier unerträglich.

Das mag jetzt etwas harsch klingen, aber angesichts der Tatsache, dass hier so viel gutes Potential derart vergeudet wird und das Ganze dann auch noch mit einem Filmpreis ausgezeichnet wird, während sehr viele besser gespielte und publikumsfreundlicher inszenierte Werke weder gefördert werden, noch den Weg in die Kinos finden. "Das Blaue vom Himmel" ist eine typische Fernsehproduktion (der WDR, der BR, arte und ARD Degeto waren an der Herstellung beteiligt), die sich besonders wertvoll gibt, aber nicht mehr als eine gute Grundidee und einige wenige einnehmende Momente zu bieten hat. Dafür Geld auszugeben, kann nicht wirklich empfohlen werden.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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